26. Januar 2021 / 16:38 Uhr

Jeder zweite Sportverein kämpft um seine Existenz

Jeder zweite Sportverein kämpft um seine Existenz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Deutschen Sporthochschule Köln hat im Herbst Vertreter von mehr als 20.000 Sportvereinen befragt. Mehr als die Hälfte von ihnen erwarten existenzielle Probleme.
Die Deutschen Sporthochschule Köln hat im Herbst Vertreter von mehr als 20.000 Sportvereinen befragt. Mehr als die Hälfte von ihnen erwarten existenzielle Probleme. © imago images / Noah Wedel
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Die zweite große Lockdown-Phase schlägt voll auf den Amateursport durch. Vor allem rückläufige Mitgliederzahlen machen den Klubs zu schaffen. Die größte Angst: dass die Menschen nach der Pandemie nicht zurückkehren.

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Dieser Artikel ist Teil der Amateurfußball-Initiative #GABFAF. Mehr dazu auf gabfaf.de.

Jetzt geht es an die Substanz: Anders als beim ersten Lockdown spüren die deutschen Amateursportvereine die Krise nun deutlich. Das geht aus einer Erhebung der Deutschen Sporthochschule Köln hervor. 52 Prozent der Vereine erwarten demnach im Laufe dieses Jahres eine existenzbedrohende Situation.

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Sorge macht den Klubs vor allem, dass Mitglieder austreten, weil wegen der Pandemie kaum noch Sport möglich ist. 44 Prozent der Vereine melden für 2020 sinkende Mitgliederzahlen. Das sind deutlich mehr als bei einer Befragung während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020.

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Offenbar hatten damals noch viele Sportler*innen auf ein schnelles Ende der Krise gehofft und ihrem Verein die Treue gehalten. Kommen die Menschen wieder, wenn die Sportanlagen wieder geöffnet werden? Oder haben sie sich an ein Leben ohne Vereinssport gewöhnt und gehen den Klubs dauerhaft verloren?

Jetzt am Ball bleiben!

Falls das passiert, dürfte das gerade für viele kleinere Klubs das Aus bedeuten. Denn auch vor Corona standen sie schon mit dem Rücken zur Wand – weil es immer schwieriger wird, ehrenamtliche Helfer zu finden. Wem eine lebendige Sportszene am Ort wichtig ist, der sollte seinem Verein jetzt die Treue halten. Oder sogar neu eintreten. Das wäre nicht nur finanziell eine Hilfe, sondern auch ein starkes Signal an die Ehrenamtlichen.