17. Juli 2021 / 18:26 Uhr

Kampagne "Sportvereintuns": VfL Eintracht Hannover startet mit dem Tag der Bewegung

Kampagne "Sportvereintuns": VfL Eintracht Hannover startet mit dem Tag der Bewegung

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auch Innenminister Boris Pistorius (4. von rechts) hat die Auftaktveranstaltung beim VfL Eintracht Hannover besucht.
Auch Innenminister Boris Pistorius (4. von rechts) hat die Auftaktveranstaltung beim VfL Eintracht Hannover besucht. © Konrad Dinse
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Mit dem Tag der Bewegung ist am Samstag beim VfL Eintracht Hannover der Startschuss für die Kampagne "Sportvereintuns" gefallen. Diese soll bis zum 19. September fortgeführt werden. "Die Auftaktveranstaltung ist sehr gelungen", sagte Innenminister Boris Pistorius. Das Ziel: Den Sport in der Pandemie wieder zu normalisieren und Mitglieder zurückgewinnen. 

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Mehr als 200 Sportvereine haben landesweit mitgemacht, die Schaltzentrale war beim VfL Eintracht Hannover. Aus dem Vereinsheim in der Südstadt wurde der Livestream von einem Team des Niedersächsischen Turner-Bundes (NTB) übertragen, hier liefen sozusagen die Fäden und die Kabel der hybriden Großveranstaltung zusammen. Videos aus allen Teilen des Landes liefen hier ein, NTB-Bildungsreferent Sven Kammeyer moderierte und fügte die Stücke zusammen.

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Mit dem Tag der Bewegung ist der Startschuss für die Kampagne „Sportvereintuns“-Sommer gefallen, die bis zum 19. September fortgeführt werden soll. „Die Auftaktveranstaltung ist sehr gut gelungen, die Vereine machen tolle Angebote“, sagte Innenminister Boris Pistorius, „es ist wunderbar, dass dem Sport wieder eine so große Bühne geboten werden kann.“

"Sportvereintuns": Bilder vom Tag der Bewegung beim VfL Eintracht Hannover

Die Auftaktveranstaltung der Kampagne Sportvereintuns war ein voller Erfolg - unter anderem war auch Innenminister Boris Pistorius zu Gast beim VfL Eintracht Hannover. Zur Galerie
Die Auftaktveranstaltung der Kampagne "Sportvereintuns" war ein voller Erfolg - unter anderem war auch Innenminister Boris Pistorius zu Gast beim VfL Eintracht Hannover. ©

"Das soll ein Sommer des Sports werden"

Es war ein buntes Programm, für das der VfL Eintracht unter seinem neuen Präsidenten Thomas Behling gesorgt hatte. „Gemeinsam bewegt es sich besser“, ist das Motto, das der Verein gewählt hat. „Einzelkämpfer sind wir in der Gesellschaft oft genug, der Sport sollte gemeinschaftlich und familiär sein“, so Behling. Solisten waren die Sportlerinnen und Sportler auf der großen Anlage des VfL Eintracht zwar an diesem Tag nicht, viele Zuschauer waren indes nicht gekommen. Die Online-Nachfrage am Tag der Bewegung überwog.

Aber um das zu ändern und den Sport in der Pandemie wieder etwas zu normalisieren, sind die Initiatoren ja angetreten: Innenministerium, Landes- und Stadtsportbund sowie Niedersächsischer Turner-Bund (NTB). „Dies soll ein Sommer des Sports werden. Die Vereine kämpfen mit vielen Austritten, besonders von Menschen mit Behinderung. Diese wollen wir zurückgewinnen“, sagte Reinhard Rawe, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes. Olaf Jähner, NTB-Geschäftsführer und TKH-Vize, formulierte es so: „Wir haben landesweit durch Corona etwa 100.000 Mitglieder verloren. Unser Ziel ist es, das bis Mitte nächsten Jahres wieder auszugleichen.“

Sport soll "ein Teil der Lösung" in der Pandemie sein

Die sportpolitische Prominenz begab sich auf einen Rundgang über das Gelände des VfL Eintracht, auf dem neuen Kunstrasen spielte sie sich im Wortsinn den Ball zu. Und hielt diesen angesichts wieder steigender Inzidenzzahlen schön flach. „Natürlich müssen wir weiter vorsichtig sein, ja, aber der Sport kann und sollte in der Pandemie ein Teil der Lösung sein“, so Rawe. Stadtsportbund-Ehrenpräsidentin Rita Girschikofsky sagte: „Es ist sehr wichtig, den Sport durch Aktionen wie diese wieder anzukurbeln. Ich hoffe nur, uns bleibt dafür noch viel Zeit.“

Nächste Stationen waren der Rasenplatz, auf dem die Landesliga-Frauen des VfL Eintracht einen Test spielten, sowie die Boulebahnen. NTB-Präsident Heiner Bartling plädierte dafür, jetzt keine ruhige Kugel zu schieben, der Sport könne vorangehen: „Ich wünsche mir, dass der Sport nicht mehr so stark eingeschränkt wird. Er kann und sollte Teil davon sein, dass wir die Pandemie besser überstehen.“

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Mehr Öffentlichkeit ist das Ziel

Auch ein Filmteam war in der Südstadt, die SchulSportWelten machen unter der redaktionellen Leitung von Stefan Engel seit Jahren in Kooperation mit dem LSB auf neue Sport- und Bewegungsangebote aufmerksam. Und mehr Öffentlichkeit ist schließlich das Ziel, sagt NTB-Geschäftsführer Jähner: „Der Sport soll nicht wie früher versteckt bei den Vereinen stattfinden. Wir müssen uns weiter öffnen, sichtbar werden. Die Zäune müssen weg.“