24. Mai 2019 / 19:30 Uhr

Nicht der erhoffte Abwehrchef: Domagoj Srsen muss die Recken verlassen

Nicht der erhoffte Abwehrchef: Domagoj Srsen muss die Recken verlassen

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bei der Abwehrarbeit: Domagoj Srsen zupft am Gegner-Trikot.
Bei der Abwehrarbeit: Domagoj Srsen zupft am Gegner-Trikot. © Flo Petrow
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Im vergangenen Jahr schloss sich Domagoj Srsen der TSV Hannover-Burgdorf an, doch so richtig überzeugen konnte der Abwehrhüne nie. Nun gaben die "Recken" bekannt, dass der Einjahresvertrag mit dem gebürtigen Amerikaner nicht verlängert wird.

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Ein einziges Tor warf Handball-Recke Domagoj Srsen in seiner ersten und einzigen Saison in Hannover – beim Wasserball. Es war kein unwichtiger Treffer. Der Kroate rettete die Recken-Ehre beim Jux-Spiel gegen Waspo 98 im Stadionbad. Der Wasserballmeister hatte gewettet, dass die Handballer kein Tor erzielen würden. Doch Srsen, wie jeder Kroate mit einer Affinität zum Wasserball, hämmerte im Schlussviertel den Fünfmeterwurf unter die Latte – und sicherte damit seiner Mannschaft die verdiente Kiste Bier.

Sein emotionaler Höhepunkt abseits des Handballs: Srsen (links) trifft entscheidend beim Spaßspiel gegen Waspo-Torwart Moritz Schenkel.
Sein emotionaler Höhepunkt abseits des Handballs: Srsen (links) trifft entscheidend beim Spaßspiel gegen Waspo-Torwart Moritz Schenkel. © Florian Petrow
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Srsen konnte nie überzeugen

Zugegeben, die Recken hatten ihn nicht fürs Torewerfen geholt, sondern fürs Toreverhindern, als Abwehrspezialisten im Innenblock. Es war die erste Verpflichtung des neuen Sportchefs Sven-Sören Christophersen, der seine Karriere letzten Sommer beenden und quasi für seinen eigenen Ersatz sorgen musste.

Doch Srsen konnte nicht mal ansatzweise die Rolle eines Abwehrchefs ausüben. Der 28-Jährige kam nur sehr selten zu Einsatzzeiten. Meistens saß er auf der Bank. Kurzum: Er wurde nicht die erhoffte Verstärkung. Keine Überraschung, dass die TSV Hannover-Burgdorf den nun auslaufenden Einjahresvertrag nicht verlängert. Das gab der Klub am Freitag bekannt.

Der in New York geborene Srsen war im Juli 2018 vom ungarischen Klub Orosházi FKSE nach Hannover gekommen. Eine familiäre Linie hatte ihn schon vorher mit den Recken verbunden: Srsen ist der Cousin von Kreisläufer Ilia Brozovic.

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Sportchef Christophersen bedankt sich

„Wir haben Domagoj stets als sehr loyalen Spieler wahrgenommen und bedanken uns bei ihm für den geleisteten Einsatz“, sagt Christophersen, der der Kroaten-Kante (2,02 Meter groß, 110 Kilo schwer, Schuhgröße 50) am kommenden Dienstag beim letzten Heimspiel gegen Leipzig (19 Uhr, Tui-Arena) sicher Blumen überreichen wird – wie allen anderen, die auch sicher die Recken verlassen: Lars Lehnhoff, Torge Johannsen, Martin Ziemer und Kai Häfner.

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