11. Dezember 2019 / 18:11 Uhr

Fix: Gennaro Gattuso folgt beim SSC Neapel auf Carlo Ancelotti

Fix: Gennaro Gattuso folgt beim SSC Neapel auf Carlo Ancelotti

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gennaro Gattuso soll den SSC Neapel aus der sportlichen Krise führen.
Gennaro Gattuso soll den SSC Neapel aus der sportlichen Krise führen. © imago images / LaPresse
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Gennaro Gattuso ist neuer Trainer des SSC Neapel. Der ehemalige italienische Nationalspieler tritt die Nachfolge des am Dienstag entlassenen Carlo Ancelotti an. Dies vermeldete der Serie-A-Klub am Mittwoch.

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Der SSC Neapel hat nach der Entlassung von Carlo Ancelotti einen neuen Trainer verpflichtet. Der ehemalige italienische Nationalspieler Gennaro Gattuso unterschrieb beim Serie-A-Klub dem Vernehmen nach einen Vertrag bis 2021. Dies vermeldete der SSC am Mittwoch auf seiner Homepage. Der 41-Jährige soll das Team aus der sportlichen Krise holen. In der Liga belegt Napoli nur den siebten Tabellenplatz und hat bereits 17 Punkte Abstand auf Spitzenreiter Inter Mailand. Gattuso trainierte zuvor bereits den AC Pisa und von November 2011 bis Mai 2019 den Top-Klub AC Mailand.

Gattuso-Vorgänger Ancelotti war trotz des Einzugs in das Achtelfinale der Champions League noch am späten Dienstagabend von seinen Aufgaben entbunden worden. Gerüchte um eine baldige Ablösung als Coach hielten sich bereits seit Tagen wacker. Dennoch war der Zeitpunkt der Entlassung überraschend - wohl auch für Ancelotti. Der frühere Coach des FC Bayern zeigte sich kurz nach dem Sieg gegen Genk noch kämpferisch - und schloss einen Rücktritt aus.

Die Bayern-Trainer seit Giovanni Trapattoni

<b>Giovanni Trapattoni</b> (1996-1998): In seinen zwei Jahren bei den Bayern schrieb der Italiener mit den legendären Sätzen Was erlauben Strunz? und Ich habe fertig im März 1998 Geschichte. In seiner ersten Saison konnte Bayern die deutsche Meisterschaft für sich entscheiden, kurz vor Ende von Trapattonis Amtszeit beim FCB gewannen sie auch den DFB-Pokal. Ab Sommer 1998 trainierte er dann den AC Florenz, wurde später unter anderem noch italienischer Nationaltrainer. Zur Galerie
Giovanni Trapattoni (1996-1998): In seinen zwei Jahren bei den Bayern schrieb der Italiener mit den legendären Sätzen "Was erlauben Strunz?" und "Ich habe fertig" im März 1998 Geschichte. In seiner ersten Saison konnte Bayern die deutsche Meisterschaft für sich entscheiden, kurz vor Ende von Trapattonis Amtszeit beim FCB gewannen sie auch den DFB-Pokal. Ab Sommer 1998 trainierte er dann den AC Florenz, wurde später unter anderem noch italienischer Nationaltrainer. ©

England-Klubs offenbar an Ancelotti interessiert

Der Italiener muss sich aber offenbar keine Sorgen machen, lange ohne Job sein zu müssen. Nur Minuten, nachdem der 60-Jährige wenig feierlich vor die Tür gesetzt wurde, brachten Medien in England und Italien die Trainer-Legende mit den freien Trainer-Posten beim FC Arsenal und dem FC Everton in Verbindung.

Laut Daily Mail plant Arsenal Gespräche mit dem "Mister", will allerdings auch andere Optionen ausloten und einen ausführlichen Scouting-Prozess durchführen. Das könnte Everton in die Pole Position bringen. Auch der Traditionsklub aus Liverpool möchte Ancelotti nach der Trennung von David Silva als neuen Trainer gewinnen und ist Sky zufolge sogar gewillt, schnellstmöglich in Vertragsgespräche mit dem früheren Bayern-Coach einzutreten, der 19 Monate lang Trainer von Napoli war und wohl durch Weltmeister Gennaro Gattuso ersetzt wird.

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Für die Jobs bei Arsenal und Everton gelten zahlreiche weitere Trainer als Kandidaten, darunter sind Paulo Sousa von Girondins Bordeaux, der frühere Valencia-Coach Marcelino und Niko Kovac, der wie Ancelotti auch ein Ex-Trainer des FC Bayern ist und nach seiner Entlassung beim deutschen Rekordmeister gerade einige Spiele in der englischen Premier League verfolgt hat - und in diesem Zug auch bei Everton zu Gast war. Allerdings betonte der Kroate, erst im nächsten Sommer wieder für einen Trainer-Job zur Verfügung zu stehen. Auch der bei Arsenal entlassene Emery gilt bei Everton als möglicher neuer Coach.