12. November 2019 / 17:55 Uhr

Ärger bei SSC Neapel: Spieler fürchten eigene Ultras - Klub plant Geldstrafe nach Trainingslager-Boykott

Ärger bei SSC Neapel: Spieler fürchten eigene Ultras - Klub plant Geldstrafe nach Trainingslager-Boykott

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aurelio de Laurentiis plant Konsequenzen für die Mannschaft rund um Dries Mertens und Trainer Carlo Ancelotti.
Aurelio de Laurentiis plant Konsequenzen für die Mannschaft rund um Dries Mertens und Trainer Carlo Ancelotti. © imago images/Insidefoto (Montage)
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Nach dem Trainingslager-Boykott der gesamten Mannschaft hat Neapel-Boss Aurelio des Laurentiis nun Konsequenzen angekündigt. Auch der Job von Trainer Carlo Ancelotti soll wackeln. Die Spieler haben derweil größere Sorgen: Sie werden von den eigenen Ultras bedroht.

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Der Verein kommt nicht zur Ruhe: Neben der sportlichen Krise sorgt der SSC Neapel auch neben dem Platz aktuell immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt waren die Spieler zu dem von Klub-Chef de Laurentiis angeordneten Trainigslager nach dem Champions League-Spiel gegen RB Salzburg nicht zurückgekehrt. Sie sahen diese Anordnung als Bestrafung und hielten sie daher für ungerechtfertigt. Das scheint jetzt auch bei den eigenen Fans bitter aufzustoßen. Medienberichten zufolge sollen die Neapel-Ultras den Spielern auflauern.

Spieler engagieren Bodyguards zum Schutz vor eigenen Fans

Wie die italienische Zeitung Corriere dello Sport berichtet, soll es bereits erste Attacken gegen Profis gegeben haben. Piotr Zielinski und Allan sollen Opfer von Vandalismus geworden sein. Die beiden Mittelfeldspieler seien in ihrem Auto angegriffen worden. Zudem hat es wohl einen Einbruch-Versuch gegeben.

Abwehrchef Kalidou Koulibaly hat derweil zu härteren Mittel gegriffen und aus Angst vor den eigenen Fans für sich und seine Familie gar einen Bodyguard verpflichtet, der sie rund um die Uhr bewacht. Genny Insignes, die Frau von Kapitän Lorenzo Insignes soll derweil bereits aus der Stadt geflohen sein.

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De Laurentiis plant Gehaltsstrafe - Ancelotti wackelt

Neben dieser angespannten Situation sorgt auch die Ankündigung des Klub-Bosses, dass die Spieler nach dem Trainingslager-Boykott mit Strafen rechnen müssen, nicht für eine Beruhigung der Lage. Die aktuelle Länderspielpause nutzt der Präsident, um seine Maßnahmen auszuarbeiten. Die Rede ist von einer Gehaltsstrafe. 25 Prozent ihres Gehalts sollen die Profis demnach einbüßen müssen. Auch Trainer Carlo Ancelotti sollte sich bei seinem Job nicht zu sicher sein. Obwohl der Italiener mit seinem Trainergespann alleine ins Trainingslager zurückgekehrt ist, könnte der Boykott der Spieler das Aus für ihn bedeuten.

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Die Situation lässt auch die Spieler nicht kalt. Einige der Profis sollen sich bereits jetzt Gedanken machen, den Verein schon im Winter zu verlassen. Dries Mertens oder José Callejon könnten dazu gehören. Dann könnte der italienische Top-Klub bald ohne Trainer und ohne ihre Stars dastehen.

Sportliche Talfahrt für den SSC Neapel

Beim SSC Neapel läuft es aktuell vor allem sportlich nicht rund. Die Italiener sind seit fünf Pflichtspielen ohne Sieg und in der Liga auf den siebten Rang abgerutscht. Der Rückstand auf Juventus Turin beträgt 13 Punkte. In der Champions League verpasste der SSC zudem das vorzeitige Erreichen des Achtelfinals.

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