28. Oktober 2018 / 18:19 Uhr

SSC Palmberg Schwerin gewinnt Supercup gegen den Dresdner SC

SSC Palmberg Schwerin gewinnt Supercup gegen den Dresdner SC

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Frauen des SSC Palmberg Schwerin jubeln nach dem Spiel.
Die Frauen des SSC Palmberg Schwerin jubeln nach dem Spiel. © Maike Lobback
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Die Volleyballerinnen aus Schwerin holen zum zweiten Mal in Folge den Titel

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Der Traum vom Titel-Auftakt war für die DSC-Volleyballerinnen nach 112 Minuten ausgeträumt. In der TUI-Arena von Hannover musste sich der Pokalsieger vor 5175 Zuschauern beim Supercup dem deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin mit 1:3 (17:25, 23:25, 26:24, 18:25) geschlagen geben. Auch 2016 hatten die Elbestädterinnen bei der Premiere dieses Cups in Berlin den Kürzeren gezogen, damals allerdings gegen Stuttgart. Schon vor der Partie zeigte sich, warum die Schweriner kurzfristig noch die eigentlich schon zurückgetretene Nationalspielerin Maren Fromm verpflichtet hatten. Hinter der offiziellen Version, dass man das Risiko auf der Außenangriffsposition minimieren wolle, steckte die noch geheim gehaltene Verletzung der ungarischen Nationalspielerin Greta Szakmary. Die 26-Jährige plagt sich mit Schulterproblemen, es könnte sogar eine Operation notwendig werden.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom letzten Volleyball-Supercup zwischen Schwerin und dem Dresdner SC

Schwerins Mckenzie Adams (links) spielt den Ball über das Netz. Zur Galerie
Schwerins Mckenzie Adams (links) spielt den Ball über das Netz. ©
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Die DSC-Damen versuchen dagegen zur Zeit, den schwerwiegenden Ausfall ihrer vorjährigen Top-Scorerin Piia Korhonen auf der Diagonalposition ohne zusätzliche Neuverpflichtung zu kompensieren. So setzte Trainer Alexander Waibl auf Lena Stigrot, die in den letzten Jahren allerdings vorrangig auf der Außenposition zum Einsatz kam. Neben ihr kamen von Beginn an Mareen von Römer im Zuspiel, Amanda Benson als Libero, die Mittelblockerinnen Ivana Mrdak und Sasa Planinsec sowie im Außenangriff Maria Segura und Nikola Radosova zum Einsatz.

Auch wenn die Dresdnerinnen im ersten Satz das Geschehen bis zum 7:7 ausgeglichen gestalten konnten, merkte man ihnen eine gewisse Nervosität an. Die Annahme wackelte und im Angriff konnten sich die DSC-Damen nicht wie erhofft in Szene setzen. Mit einer Aufschlagserie von Jennifer Geerties setzte sich Schwerin auf 14:7 ab. Dagegen stotterte der Motor beim Pokalsieger und die Mecklenburgerinnen holten sich mit einem Ass von Geerties locker den ersten Satz. Vor allem die junge Kimberly Drewniok, die den ganzen Sommer mit der Nationalmannschaft trainiert hat und jetzt auf der Diagonalen beim SSC die Nachfolge der nach Italien gewechselten Louisa Lippmann antritt, punktete immer wieder. Auch Neuzugang McKenzie Adams war vom DSC kaum zu stoppen.

Im zweiten Durchgang fanden die Waibl-Schützlinge etwas besser ins Spiel und konnten sich nach einem 7:10-Rückstand mit einer Aufschlagserie von Lena Stigrot herankämpfen und sogar erstmals mit 13:12 in Führung gehen. Danach zog Schwerin erneut auf 20:17 davon, aber in der Schlussphase bissen sich die DSC-Damen erneut heran, am Ende jedoch band Drewniok den Sack zu. Im dritten Abschnitt starteten die Dresdnerinnen mit deutlich mehr Power im Angriff und verschafften sich einen 10:5-Vorsprung. SSC-Coach Felix Koslowski reagierte und wechselte für Denise Hanke im Zuspiel Britt Bongaerts ein. Die 20-Jährige bereitete den Elbestädterinnen mit ihren Aufschlägen große Probleme und plötzlich waren die Nordlichter mit 16:14 im Vorteil. Nun versuchte auch Alexander Waibl, frischen Wind in seine Reihen zu bringen. Er wechselte erst Barbara Wezorke und wenig später Katharina Schwabe ein. Das wirkte. Nach einem 16:20-Rückstand kämpfte sich der DSC Punkt für Punkt heran, wehrte in der hochdramatischen Schlussphase drei gegnerische Matchbälle ab und Lena Stigrot sorgte mit ihrem Angriff und damit dem verwandelten Satzball wieder für Hoffnung bei ihrem Team.

Das beflügelte zumindest zu Beginn des vierten Satzes, doch die Waibl-Schützlinge gaben eine 7:3-Führung viel zu schnell durch leichte Fehler wieder aus der Hand. Die Schwerinerinnen ließen sich nach einem 16:13 bei der zweiten technischen Auszeit den Sieg nicht mehr nehmen. Während beim Meister gleich vier Spielerinnen zweistellig punkteten, waren es beim DSC nur Lena Stigrot (16) und Nikola Radosova (11). „Ich bin dennoch ziemlich zufrieden. Die Dinge, die uns in den letzten ein, zwei Wochen im Training Probleme bereitet haben, konnten wir auch heute nicht abstellen. Schwerin hat aus schwieriger Annahme viel leichter gescort als wir, sie hatten im Angriff immer gute Lösungen. Das fehlte bei uns. Dazu war auch die Block-Feldabwehr von Schwerin besser“, erklärte Alexander Waibl, der aber trotzdem zuversichtlich ist: „Einer der Effekte im Supercup ist es, zu sehen, wo man steht. Deshalb war das sehr lehrreich für uns. Wir werden uns in den nächsten Wochen noch besser finden, denn das Potenzial ist da.“

Bereits am Mittwoch starten die Dresdnerinnen nun in Münster in die Punktspiel-Serie der Bundesliga.

Bei den Männern gewann Pokalsieger Friedrichshafen mit dem Ex-Dresdner Philipp Collin den Supercup durch einen 3:1-Sieg über Meister Berlin.

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