14. Januar 2022 / 20:29 Uhr

SSC Palmberg Schwerin: Siegesserie reißt in Dresden

SSC Palmberg Schwerin: Siegesserie reißt in Dresden

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Maja Storck (M.), die hier den Block mit Lina Alsmeier und Lindy Baijens überspielt, war von den Schwerinerinnen selten zu stoppen.
Maja Storck (M.), die hier den Block mit Lina Alsmeier und Lindy Baijens überspielt, war von den Schwerinerinnen selten zu stoppen. © Imago
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Im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga der Frauen standen sich am Freitagabend der Dresdner SC und der SSC Palmberg gegenüber. Nach fünf Bundesliga-Siegen in Folge mussten sich die Schwerinerinnen mit 0:3 (22:25, 15:25, 21:25) geschlagen geben. Das Team fand nur phasenweise seinen Rhythmus und machte deutlich zu viele Fehler. 

Die Erfolgsserie ist gerissen: Der SSC Palmberg hat beim Dresdner SC eine 0:3 (22:25, 15:25, 21:25)-Niederlage kassiert. Vor 700 Zuschauern in der Margon-Arena fanden die Schwerinerinnen, die zuvor in der Bundesliga fünf Spiele in Folge für sich entschieden hatten, am Freitagabend nur in kurzen Phasen ihren Rhythmus. Ausschlaggebend waren die ungewöhnlich vielen Fehler, die sich das Team von Coach Felix Koslowski leistete.

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„Wir haben deutlich unter unseren Möglichkeiten gespielt. Dresden hat viel Druck gemacht.“, bewertete Denise Imoudu das Duell. „Wir werden uns das angucken. Dann muss es auch weitergehen“, wollte die Zuspielerin die Schlappe aber nicht zu hoch hängen

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Die Schwerinerinnen begannen stark, lagen im ersten Satz mit 4:0 in Führung. DSC-Trainer Alexander Waibl nahm eine Auszeit, Und die dauerte länger als allen lieb war. Zehn Minuten versuchte das Kampfgericht, Computerprobleme in den Griff zu bekommen. Das Zählsystem funktionierte nicht. Als es weiterging, war der gute SSC-Rhythmus weg – und er kam auch nicht wieder. Die Dresdnerinnen übernahmen das Kommando und mit 11:10 die Führung. Koslowski mahnte zur Konzentration.


Doch auch in der Folge kehrte weder die gewünschte Ruhe noch die nötige Präzision ins SSC-Spiel ein. Zwat kam der Rekord-Champion auf 22:23 ran. Doch mit dem Aufschlag von Frauke Neuhaus, der im Netz landete, war die Chance zum Ausgleich dahin. Der DSC nutzte seinen ersten Satzball.

Zwölf Spielerinnen umfasst das Team des SSC Palmberg Schwerin für die Volleyball-Bundesliga-Spielzeit 2021/22. Sechs Spielerinnen sind neu in der Mannschaft von Chefcoach Felix Koslowski.

Femke Stoltenberg (29 Jahre, 190 cm, Zuspielerin) ist die erfahrenste im Team 2021/22. Hat schon einiges gewonnen und ist absolute Teamspielerin. Zur Galerie
Femke Stoltenberg (29 Jahre, 190 cm, Zuspielerin) ist die erfahrenste im Team 2021/22. Hat schon einiges gewonnen und ist absolute Teamspielerin. ©

Der zweite Satz begann wie der erste – diesmal machten die Sächsinnen die Rallye und die ersten vier Punkte. Der SSC leistete sich weiter Fehler en masse, hatte vor allem Probleme die Angriffe von Maja Storck unter Kontrolle zu bringen. Die Schweizer Nationalspielerin sammelte insgesamt 19 Punkte. Der zweite Durchgang grenzte an eine Vorführung. Beim 9:20-Rückstand ging es nur noch um Schadenbegrenzung.

Zu ihrer zuletzt großen Stärke und Geschlossenheit fanden die Gäste auch im dritten Satz nicht. Immerhin war man nun ebenbürtig, beim 11:9 sogar mal in Führung. Am Kampfgeist wird Koslowski wenig auszusetzen haben, an vielen anderen Dinge - ob bei der Annahme, dem, Zuspiel oder in der Blockabwehr - haperte es diesmal deutlich.