21. Juni 2021 / 18:09 Uhr

SSC Phoenix Kisdorf verkauft sich gegen Regionalligist FC Eintracht Norderstedt teuer

SSC Phoenix Kisdorf verkauft sich gegen Regionalligist FC Eintracht Norderstedt teuer

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Der SSC Phoenix Kisdorf - optisch gar nicht mal so leicht von Eintracht Norderstedt zu unterscheiden - hielt beim 1:5 gegen den Regionalligisten wacker dagegen.
Der SSC Phoenix Kisdorf - optisch gar nicht mal so leicht von Eintracht Norderstedt zu unterscheiden - hielt beim 1:5 gegen den Regionalligisten wacker dagegen. © SSC Phoenix Kisdorf
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Fast jeder Schuss des FC St. Pauli V gegen den TSV Gudow war ein Treffer. TuS Hoisdorf setzt sich deutlich gegen SC Victoria Hamburg V durch. Der SSC Hagen Ahrensburg II behält im Stadtderby gegen Roter Stern Kickers die Oberhand.

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Auch am Sonntag absolvierten einige Mannschaften aus dem LN-Gebiet endlich wieder ihre ersten Freundschaftsspiele. Die Lust nach intensiven Zweikämpfen, erfolgreichen Torabschlüssen und vielem mehr, was dazu gehört, dürfte bei einem jeden Fußballer mittlerweile äußerst stark vorhanden sein.

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Boris Völker mit der Performance gegen Eintracht Norderstedt einverstanden

SSC Phoenix Kisdorf - FC Eintracht Norderstedt 1:5

Ein absolutes Highlight stand für Landesligist SSC Phoenix Kisdorf auf dem Programm. Kein Geringerer als Regionalligist FC Eintracht Norderstedt gastierte um 15.00 Uhr vor rund 150 Zuschauer*innen am Strietkamp. Für die Kisdorfer Elf von Trainer Boris Völker ging es also gleich im ersten Test direkt ins Haifischbecken. Dabei wehrte sich der krasse Außenseiter mit Händen und Füßen und ergab sich zu keinem Zeitpunkt seinem Schicksal. In der 18. Minute gelang Batuhan Evren die FC-Führung. Nur zwei Minuten später konnte Michael Igwe erhöhen. Quasi mit dem Pausenpfiff schraubte Norderstedt durch ein Elfmetertor von Hamajak Bojadgian auf 3:0. Von diesem Zeitpunkt an dauert es bis zur Spielminute 71, bis der Ball wieder im Netz von Torwart Danny Schramm landete und Igwe seinen Doppelpack schnürte. Doch Kisdorf schmiss weiter alles rein und kam in der 80. Minute durch den kurz zuvor eingewechselten Daniel Buhrke zum 1:4-Anschlusstreffer. Norderstedts Kangmin Choi setzte mit seinem Treffer in der Schlussminute den Schlusspunkt.

Boris Völker (Kisdorf): "Obwohl wir wie erwartet sehr viel leiden mussten, haben die Jungs das super gemacht und stark gegen den Ball gearbeitet. Wir konnten den einen oder anderen Konter setzen, waren aber auch noch etwas platt. Unsere Vorbereitung geht erst in dieser Woche richtig los. Wir hätten vielleicht sogar ein Tor mehr machen können, aber das geht insgesamt schon in Ordnung so. Norderstedt hatte natürlich viel mehr Ballbesitz. Großes Lob an die Mannschaft, obwohl uns zwölf Spieler durch Impfung oder aus Urlaubsgründen nicht zur Verfügung standen. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Test."

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FC St. Pauli V nutzt Torchancen gegen den TSV Gudow gnadenlos aus

FC St. Pauli V - TSV Gudow 8:1

Für die Kreisliga-Fußballer des TSV Gudow stand am Sonntag ein Auswärtstrip nach Hamburg auf dem Programm, ein echter Leckerbissen der noch so jungen Vorbereitung auf die Saison 2021/2022. Gespielt wurde am Nebenplatz des Millerntorstadions gegen die fünfte Herren des FC St. Pauli (Kreisliga). Bis Spielminute 27 konnte man die Null halten, dann traf Eike Knust für die Kiezkicker. Deren Kapitän Philip Koch stellte kurze Zeit später auf 2:0. Ein Elfmeter vor der Pause durch Sascha Stange brachte Gudow zumindest für kurze Zeit zurück ins Spiel. Doch Camara Caba Camara stellte den alten Zwei-Tore-Vorsprung noch vor der Halbzeit wieder her. Im zweiten Abschnitt hatten dann auch nur die Paulianer Grund zum Jubeln. Der eingewechselte Dominik Schwarting, der ebenso wie Robin Junglas doppelt erfolgreich abschloss, und erneut Philip Koch schossen einen deutlichen Pauli-Heimsieg über den TSV Gudow heraus.

Max Asmuss (Gudow): "Trotz einer am Ende deutlichen Niederlage ein gelungener Neustart in fußballerische Normalität am Millerntor. Gegen eine technisch und taktisch auf hohem Niveau agierende Mannschaft können wir das Spiel zunächst offen gestalten. Stange kann mit einer tollen Direktabnahme vom Sechszehner sogar das 1:0 erzielen, scheitert aber am Torwart. In die Halbzeit geht es mit einem 1:3-Rückstand, weil Pauli die sich bietenden Möglichkeiten eiskalt und effizient nutzt. Direkt nach Wiederanpfiff erhöht Pauli auf 4:1. Die Kräfte lassen nach, wir schaffen zu wenig Entlastung und der Gegner macht beinahe aus jeder Chance ein Tor. Lennart Burmeister vergibt kurz vor Schluss noch die beste Chance auf etwas Ergebniskosmetik. So geht das Spiel am Ende verdient, aber vielleicht zwei drei Tore zu hoch, verloren."

Für den TSV Gudow war es trotz der klaren 1:8-Niederlage ein großes Erlebnis, direkt neben dem Millerntorstadion des FC St. Pauli zu kicken.
Für den TSV Gudow war es trotz der klaren 1:8-Niederlage ein großes Erlebnis, direkt neben dem Millerntorstadion des FC St. Pauli zu kicken. © TSV Gudow

TuS Hoisdorf dreht nach der Pause richtig auf

TuS Hoisdorf - SC Victoria Hamburg V 5:2

Einen erfolgreichen ersten Test hat Verbandsligist TuS Hoisdorf bestritten. Die fünfte Mannschaft des SC Victoria Hamburg - wie Hoisdorf ebenso in der Kreisliga zuhause - wurde klar mit 5:2 besiegt. Der erste Treffer des Spiels für die Heimmannschaft geht auf die Kappe des Hamburger Spielführers Fabio Ahting, dem ein Eigentor unterlief. Mit dem Pausenpfiff konnte Leon-Marcel Henke egalisieren. Mit den Einwechslungen von Linus Wache, Jirko Kröning und Moritz Rohde zur Pause schien TuS-Trainer Yilmaz Ince genau den richtigen Riecher gehabt zu haben, um den Spielverlauf in die richtige Bahn zu lenken. Morten Weirauch gelang gleich nach dem Seitenwechsel der Führungstreffer, ehe selbiger nur 120 Sekunden später auch einen Strafstoß ins Netz schoss. Sefki Yildirim steuerte nach 68 Minuten das 4:1 bei und Niklas Broszio konnte sogar weiter erhöhen. Der Elfer zum 5:2 von Leon-Marcel Henke war dann nur noch für den Spielberichtsbogen interessant.

Yilmaz Ince (Hoisdorf): "Es war für uns einfach mal ein Test, um zu schauen, wo wir aktuell stehen. Ich habe die Jungs auch während Corona in Ruhe gelassen und nicht irgendwelche Aufgaben verteilt. Wir haben dann aber direkt losgelegt, als man wieder mit zehn Leuten trainieren durfte. Ich konnte meine Schlüsse daraus ziehen, welches Niveau wir haben und in welchem Zustand die Spieler sind. Ich möchte das Ergebnis überhaupt nicht überbewerten, sondern ich habe das mehr wie eine kleine Trainingseinheit gesehen. Wir haben noch acht Wochen Zeit, um weiter Kraft zu tanken, damit die Räder vernünftig greifen."

SSC Hagen Ahrensburg II setzt sich im Stadtderby gegen Roter Stern Kickers durch

SSC Hagen Ahrensburg II - Roter Stern Kickers 3:1

Gerade einmal zwei Tage nach dem 1:3 gegen Stadtkonkurrent FC Ahrensburg stand für die Elf von Trainer Michal "Ratsche" Ratajczak direkt der nächste Vergleich der Kategorie Stadtderby an - und zwar ging es am Hagen gegen die Kickers vom Roten Stern, die in der A-Klasse antreten. Die SSC-Reserve erspielte sich binnen sechs Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung durch die Tore von Daniel Laß und Timotheus Kröger in der 32. und 38. Minute. Der zur Pause gekommene Sturmtank Blerim Galica erzielte eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung das 3:0. Lediglich Roter Stern-Angreifer Jakob Hoffmann hatte den drei Hagener Buden etwas entgegenzusetzen. Sein Tor zum 3:1 in der 89. Minute kam aber deutlich zu spät.

Michal Ratajczak (SSC Hagen): "Wir haben noch ein wenig Arbeit vor uns, aber das Spiel heute war schon ein guter Schritt in die richtige Richtung. Man hat heute gemerkt, dass wir schon mal ein wenig besser im Rhythmus sind als am Freitag gegen FC Ahrensburg. Für das Zweite Testspiel hat die Mannschaft es sehr vernünftig gemacht. Zwischenzeitlich sehr gut unsere Ideen umgesetzt. Es waren schon gute Ansätze zu sehen, auf die wir aufbauen können. Der Sieg geht völlig in Ordnung, auch wenn er etwas höher hätte ausfallen müssen. Das Gegentor ärgert uns ein wenig, aber es ist etwas der Ausdauer und der Kraft geschuldet. Wir werden in den kommenden Wochen dran arbeiten, unsere Spielidee weiter zu verfestigen. An dieser Stelle vielen Dank an den Gegner für das absolut faire Spiel und es hat einen großen Spaß gemacht. Wir wünschen dem Roter Stern Kickers eine erfolgreiche Saison."

Arlind Asllani (Roter Stern): "Trotz des 1:3 war ich zufrieden. Im Vordergrund stand einfach bei allen, dass man endlich wieder richtig offiziell Fußball spielen darf. Spaß und Freude waren in einem sehr fairen und trotzdem ehrgeizig geführten Spiel auf jeden Fall zu sehen. Beide Teams wollten unbedingt gewinnen. Wahrscheinlich wäre ein Unentschieden leistungsgerechter, aber unterm Strich haben wir uns zwei Dinger auch selbst reingelegt. Ansonsten war es einfach ein sehr befreiendes Gefühl, endlich mal wieder im echten Leben Fußball sehen zu können."