20. Juli 2017 / 19:57 Uhr

SSV Markranstädt geht Umbruch optimistisch an

SSV Markranstädt geht Umbruch optimistisch an

Yannic Drechsler
SPORTBUZZER-Nutzer
Der SSV Markranstädt erlebte gegen die Jenaer Reserve ein echtes Debakel. (@Sylvio Hoffmann - Kollektiv Lumen) (8) USER-BEITRAG
Die Oberliga ist aktuell sowohl sportlich als auch finanziell beim SSV Markranstädt (blau) nicht mehr realisierbar.
Anzeige

Der SSV startet mit seiner ersten Männermannschaft in der neuen Saison in der Sachsenliga. Das Gerüst des Kaders steht.

Markranstädt. Der SSV Markranstädt startet mit neuen Aufgaben und Zielen in die Saison 2017/2018. Bei besten Rahmenbedingungen möchten wir attraktiven Herren- und Nachwuchsfußball in den höchstmöglichen sächsischen Spielklassen präsentieren und ein familienfreundlicher Verein für alle Mitglieder, Unterstützer, Jung und Alt sein. Sehr gern möchten wir wieder mehr Menschen am Markranstädter Fußball interessieren und zusammenbringen. Besonders wichtig ist uns, den ursprünglichen Vereinsgedanken in den Vordergrund zu stellen. Getreu dem Motto „Einer für alle – alle für einen“ sollen möglichst alle Mitglieder aus Spaß an der Freude ihre Freizeit miteinander verbringen und sich gegenseitig unterstützen. Beide Herrentrainer Holger Krauß und Olaf Brosius möchten aktuell aus persönlichen Gründen keine Trainertätigkeit beim SSV ausführen. In ehrlichen Gesprächen wurde dies dem SSV-Vorstand mitgeteilt und akzeptiert. Der Verein bedankt sich für das jahrelange Engagement der Trainer. Paul Hellriegel übernimmt künftig die A-Junioren.

Anzeige

In der kommenden Saison wird unsere erste Mannschaft unter Cheftrainer Uwe Ferl wieder in der Sachsenliga spielen. Der Verein ist stolz und besonders glücklich, mit Uwe Ferl einen erfahrenen und authentischen Cheftrainer mit einer klaren Spielphilosophie gewonnen zu haben. Die Oberliga ist aktuell sowohl sportlich als auch finanziell nicht mehr realisierbar. Nach dem sportlichen Abstieg waren für den SSV viele Fragezeichen aufzulösen. Nach ersten Rückmeldungen wollten zwölf Oberligaspieler beim SSV Markranstädt weitermachen, aber heutzutage zählt ein Männerwort leider nicht immer. Zum 15. Juni 2017 waren es nur noch vier verbindliche Zusagen. Somit hatte der SSV 44 Männerspieler für drei Herrenteams zur Verfügung. Die Fußballverbände forderten zu Recht eine finale Entscheidung, mit wie vielen Herrenteams der SSV an den Start geht – bis zum Saisonende am 17. Juni 2017. Im Sinne des Vereins und der betroffenen Herrenspieler bündelte der Verein sinnvoll die Kräfte und entschied sich somit für zwei Herrenteams. Das war für viele eine emotionaler Schock, aber letztendlich die vernünftigste Entscheidung.

Nachwuchskicker sollen weiter entwickelt werden

Viele Oberligaspieler verlassen den Verein aus verschiedenen Gründen. Mehrere Stammspieler der letzten Jahre bleiben dem SSV treu und bilden das „Gerüst“ des neuen Sachsenligateams. So Raik Hildebrandt, Marcel Nüchtern, Jens Werner, Jens Frenzel, Eric Berger, Marc Hübner und weitere. Über die genaue personelle Besetzung mit Zu- und Abgängen wird der SSV in den nächsten Tagen berichten. Klare Vereinsphilosophie ist und bleibt die Entwicklung unserer gut ausgebildeten Nachwuchskicker in den Herrenteams. Voraussetzung dafür ist, dass die Spieler bereit für die anspruchsvolle Aufgabe sind und eine bestimmte Qualität mit sich bringen. Besonders stolz ist der Verein darauf, dass in den letzten beiden Jahren die Nachwuchsspieler Christian Wings, Tarik Reinhard und Tom Seifert den Weg in die „Erste“ gefunden haben und zum Kader gehören. Diese Entwicklung soll fortgesetzt und weiter intensiviert werden. Komplettiert wird der Sachsenligakader durch die Leistungsträger der ehemaligen zweiten Mannschaft von Patrick Hahnefeld, Robin Glänzel und Patrick Scheithauer bis Christian Rothe und weitere.


Die Zweite Mannschaft erreichte in der letzten Saison einen guten fünften Platz in der Landesklasse Nord. Aus sportlichen Gründen wurde auf das Spielrecht in der Landesklasse Nord verzichtet, weil die Leistungsträger jetzt die Herausforderung in der ersten Mannschaft suchen. Trainer der zweiten Mannschaft wird David Polz, der einen interessanten Mix aus der zweiten und dritten Mannschaft beisammen hat. Die „Zwote“ und die Senioren spielen in der kommenden Saison in der Stadtliga Leipzig. Ambitionierter Leistungssport und Breitensport sollen im Verein teamübergreifend für die richtige Balance sorgen.

Packen wir es an – gemeinsam sind wir stark

Sehr viel Kraft und Leidenschaft wird in unsere Nachwuchsarbeit investiert. Von der G- bis zur A-Junioren steht die Ausbildung ganz oben. Hier sind ausschließlich ehrenamtliche Trainer mehrmals die Woche aktiv – großen Dank für euer Engagement. Wir haben tolle und sehr talentierte Jungs in unseren Reihen. Der Spielbetrieb in den höchsten Spielklassen Sachsens ist ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung der Spieler. Insgesamt ist der Verein mit 12 Teams im Nachwuchsbereich sportlich hervorragend aufgestellt. Alle Großfeldteams spielen in der Landesliga und haben jedes Jahr neu das sportliche Ziel Klassenerhalt. Die ersten Teams im Kleinfeldbereich spielen in ihren Spielklassen jedes Jahr vorn mit.

Kader 1. Mannschaft Saison 2017/2018

Trainer: Uwe Ferl

Torhüter: Christian Wings, Marc Hübner

Abwehr: Jens Werner, Markus Saalbach, Robin Glänzel, Tino Oechsner, Sebastian Seifer, Patrick Hahnefeld, Christian Rothe, Frank Baumann, Lorenz Randig

Mittelfeld: Raik Hildebrandt, Tarik Reinhard, Jens Frenzel, Marcel Nüchtern, Kilian Kunze, Tom Seifert, Eric Daubitz

Angriff: Eric Berger, Patrick Scheithauer, Martin Werner, Danillo Sobotta

Zugänge: Markus Saalbach (vereinslos), Lorenz Randig (VfL Halle 96 U19), Robin Glänzel, Patrick Hahnefeld, Christian Rothe, Frank Baumann, Kilian Kunze, Patrick Scheithauer, Marim Werner, Danilo Sobotta (alle SSV II), Tom Seifert, Eric Berger (SSV U19)

Hinweis: Weitere Neuzugänge sollen später bekannt gegeben werden

Abgänge: Dennis Dickmann, Marvin Zott, Dennis Khademann, Arno Dwars, Johann Reichel, Martin Böhmer, John Winkler, Robin Sonnekalb, Marc-Calvin Dünkel, Saif Al-Abri, Hans Christian Miertschink, Marcus Brodkorb