28. September 2014 / 19:29 Uhr

SSV Stötteritz im Heimspiel "unterirdisch"

SSV Stötteritz im Heimspiel "unterirdisch"

Rüdiger Bernstein
Leipziger Volkszeitung
SSV Stötteritz im Heimspiel unterirdisch
SSV Stötteritz im Heimspiel "unterirdisch" © LVZ
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0:3-Pleite gegen den SV Lindenau 1848 - Pöschel trifft dreifach

Stadtliga? Stadtklasse? Kreisklasse? Ein Spiel, in dem sich die beiden Pokal-Halbfinalisten der letzten Saison gegenüberstanden, sollte keinen Favoriten haben. Trotzdem war der SSV Stötteritz gegen den Aufsteiger aus Lindenau, der zudem keinen idealen Saisonstart erwischt hat, vor dem Spiel allgemein als Solcher gehandelt worden. Ein Irrtum, wie sich bereits nach fünf Minuten herausstellte.

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Die Mannschaft von Ronald Werner begann gewohnt druckvoll und besaß in den ersten 10 Minuten leichte Feldvorteile, die auch zu Torchancen führten (4. min. Karwatzky, 12. min. Günther). Zwei Konter der Lindenauer (5. min. Pöschel, 7. min. Schreiber - Pfosten), die ihr Spielsystem auf Konter über ihre schnellen Angreifer Ken Schreiber, Pöschel ausgerichtet haben, zeigten bereits, das Lindenau nicht gewillt war, die Punkte zu verschenken.

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Ab der 15. Minute stellten die Stötteritzer das Fußballspielen komplett ein! Torchancen für die Gäste ergaben sich fast im Minutentakt (17. Oehlmann, 25. Pöschel, 26. Oehlmann), um nur die 100%-igen zu erwähnen. Logische folge das 0:1 in der 28.min. nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld, auf den 8m zentral vor Tor dem völlig freistehenden Pöschel, der ohne Probleme einköpft. Mit Glück bleibt es beim 0:1 zu Halbzeit; ein 0:5 wäre keine Überraschung gewesen!!

In Halbzeit zwei versuchten die Stötteritzer mehr Druck auf das Tor der Gäste auszuüben. Dabei wurde die Abwehrarbeit sträflichst vernachlässigt. Der Konterfußball unserer Gäste griff nun endgültig. Fehlabspiele aus der Abwehr und dem Mittelfeld der Stötteritzer, geringe Laufbereitschaft und mangelnde taktische Disziplin hätten zu einem Debakel führen müssen. Es ist allein der schwachen Chancenverwertung und dem nachlassen der Lindenauer zu verdanken, dass es Resultatsmäßig keine „Klatsche“ wurde. Allein Ken Schreiber (Lindenau) erspielte gegen den völlig überforderten Kahle, über die Lindenauer linke Angriffseite und anschließende Eingaben Einschußmöglichkeiten, mit den die Gäste glücklicherweise sehr fahrlässig umgingen (48., 50. 61., 74., 77.).

Die Tore: Logische Folge! 0:2 nach Eckball und Fehler Kubald – zweiter Kopfballtreffer Pöschel. 0:3, Kahle vertändelt im Vorwärtsgang den Ball gegen Schreiber, die komplette Abwehr ist aufgerückt, Schreiber frei durch, Pass in die Mitte, 11m vor dem leeren Tor Pöschel schiebt ein. Spieltypisch.


Zusammenfassend: Kein Zugriff im Defensivverhalten, ungenaues Passspiel, mangelnde Laufbereitschaft! Damit gewinnt man in keiner Liga Punkte, auch nicht in der Kreisklasse.

SSV Stötteritz: Kubald, Kahle, Delling, Urban, Krahmer, Vogel, Rom, Günther (71., Laubert, Chr.), Franke, Engelhardt (59., Niesen), Karwatzky (59., Kahr)

SV Lindenau: Fuchs, Roßberg, Kopf, Sandten, Schreiner, Oehlmann, Schreiber Kevin, Schreiber Ken, Pöschel, Hammel (68.,Viet-Hai Nguyen), Stephan

Torschützen: 0:1, 0:2, 0:3 Pöschel (28., 55., 80.)

Schiedsrichter: Rene Eichner