17. Juli 2020 / 18:36 Uhr

SSV Vorsfelde: Willi Feer löst Burkhard Kick als Trainer ab!

SSV Vorsfelde: Willi Feer löst Burkhard Kick als Trainer ab!

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Willi Feer (r.) wird Nachfolger von Burkhard Kick
Willi Feer (r.) wird Nachfolger von Burkhard Kick © Jürgen Braun (1)/Archiv (1)
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Eigentlich sollte der SSV Vorsfelde mit Burkhard Kick als Coach in die kommende Saison gehen - doch der Ex-Profi wird seine zweite Landesliga-Spielzeit als Trainer vorerst nicht bestreiten: Stattdessen sitzt Willi Feer künftig im Drömlingstadion auf der Bank.

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Eine kurzfristige Entscheidung - Kick, der als Profi für den VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig aufgelaufen war, kann aus privaten Gründen nicht weitermachen. Der SSV war informiert, "es gab immer wieder mal Gespräche", so Vorsfeldes Sportdirektor André Bischoff. "Zuletzt hat Burkhard uns dann klar mitgeteilt, dass es nicht weitergeht. Wir mussten also reagieren."

Bischoff, zugleich Kicks Vorgänger als Coach, hatte also wenig Zeit, um Ersatz zu finden - doch er wurde fündig. Und zwar in Willi Feer, der zuletzt die SV Meinersen in der Kreisliga Gifhorn trainiert hatte. "Wir wollen mit jungen und entwicklungsfähigen Spielern weitermachen", so Bischoff. Vor diesem Hintergrund "und mit der Erfahrung lag Willi nahe", so Bischoff, der zusammen mit dem 58-Jährigen 2017 und 2018 die Veltins-Auswahl für das SPORTBUZZER-Spiel gegen die Bundesliga-Profis des VfL Wolfsburg trainiert hatte. Zudem war Feer bis Mai 2019 Coach des damaligen Landesliga-Rivalen TSV Hillerse - beim SSV ist er also kein Unbekannter. "Erfahrung auf dieser Position war uns wichtig", betonte auch SSV-Vorsitzender Rüdiger Adamczyk. Und: "Wir haben auch Spieler in unsere Überlegungen mit einbezogen."

"Absolute Transparenz" zwischen den Vereinen

Feer hatte allerdings noch Anfang des Jahres in Meinersen verlängert. "Die Gespräche mit der SVM waren gut, es herrschte absolute Transparenz. Es steht also nichts zwischen den Vereinen, unser Dank gilt Meinersen", betont Bischoff. "Wir haben gemerkt, dass Willi brennt. So kennen wir ihn, und ich bin überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir freuen uns riesig auf Willi, wollen den Weg, den wir eingeschlagen haben, mit ihm weitergehen."

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Die Vorfreude beruht dabei auf Gegenseitigkeit. "Dass man an mich gedacht hat, ist für mich ehrenvoll", sagt Feer. "So eine Möglichkeit bekommt man kein zweites Mal angeboten." Eine Möglichkeit, die Feer aber nicht wahrgenommen hätte, wenn Meinersen dagegen gewesen wäre. "Das größte Lob gebührt der SV Meinersen. Ohne die Zusage des Vereins wäre es nie so gekommen. Ein Riesendank gilt den Funktionären und der Mannschaft, die es gut aufgenommen hat."

"Druck mache ich mir selbst"

Leicht sei es aber nicht gewesen, so Feer. "Es war eine tolle Zusammenarbeit in allen Belangen. So abrupt, wie sie nun zu Ende gegangen ist, sind auch ein paar Tränen geflossen", räumt der Trainer ein. Mit Blick auf die neue Saison freut sich Feer nun aber auf den SSV: "Die Basis, die Mannschaft und die Rahmenbedingungen stimmen. Den Druck mache ich mir selbst, da bin ich erfolgsbesessen", so Feer, der in Vorsfelde "eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen" will.

Für Meinersen bedeutet Feers Abschied derweil, dass sich das Team kurzfristig nach einem neuen Coach umsehen muss. "Noch gibt es keine Lösung, aber wir haben bei ein paar Personen angeklopft", sagt SVM-Spartenleiter Erik Joos, der betont: "Es waren faire Gespräche mit Vorsfelde, und wir wünschen Willi sportlich wie persönlich alles Gute!"