05. April 2021 / 22:23 Uhr

St. Pauli weiter im Aufwind: Marmoush und Kyereh vergrößern Braunschweigs Abstiegssorgen

St. Pauli weiter im Aufwind: Marmoush und Kyereh vergrößern Braunschweigs Abstiegssorgen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Omar Marmoush bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Braunschweig.
Omar Marmoush bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Braunschweig. © dpa
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Eintracht Braunschweig kann sich nicht aus dem Abstiegskampf befreien: In coronabedingter Abwesenheit von Trainer Daniel Meyer verloren die Niedersachsen im Nordduell beim FC St. Pauli, der weiterhin die beste Rückrunden-Mannschaft stellt und sich in der oberen Hälfte festsetzt.

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Der FC St. Pauli bleibt in der 2. Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Im Nordduell gegen das abstiegsbedrohte und ersatzgeschwächte Eintracht Braunschweig gab es am Millerntor einen ungefährdeten 2:0 (2:0)-Heimsieg. Damit verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Timo Schultz, für die Omar Marmoush (7.) und Daniel-Kofi Kyereh (14.) frühzeitig die Weichen auf den zehnten Saisonerfolg stellten, auf den achten Platz. Braunschweig, das coronabedingt unter anderem auf Cheftrainer Daniel Meyer verzichten musste (der von Co-Trainer Thomas Stickroth vertreten wurde), bleibt als Inhaber des Relegationsplatzes weiter akut abstiegsbedroht.

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Die Extraklasse des aus Wolfsburg ausgeliehenen Toptalent Marmoush spielte bei der Entstehung des frühen Tores eine entscheidende Rolle. Der Stürmer wurde per Steilpass geschickt und setzte sich im direkten Duell gegen Braunschweigs Abwehrspieler Nico Klaß durch. Sein Rechtsschuss ließ Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic keine Abwehrmöglichkeit (7.). Noch einfacher gelang das 2:0, diesmal nach Vorlage von Marmoush: Nach einem Blitz-Konter stand Derbyheld Kyereh plötzlich völlig frei vor Fejzic und stellte mit einem trockenen Abschluss auf 2:0 (14.).

Den braun-weißen Hamburgern war über die gesamten 90 Minuten im Grunde lediglich die Chancenverwertung vorzuwerfen: Marmoush köpfte eine perfekte Paqarada-Flanke an den Pfosten (18.), sein Sturmpartner Guido Burgstaller schoss haarscharf vorbei (35.). Es hätte zur Pause locker 3:0 oder 4:0 stehen können, wenn nicht sogar müssen.

Von Braunschweig kam auch im zweiten Durchgang zu wenig, um Zählbares nach Niedersachsen mitzunehmen. Es dominierte St. Pauli, das durch Rodrigo Zalazar (48.), Burgstaller (52.) und Kyereh (54.) weiter Nachlässigkeiten im Torabschluss offenbarte. Spannend wurde es am Millerntor nicht mehr, auch wenn es bei einem blitzartigen Schlagabtausch in der 74. Minute auf beiden Seiten hätte klingeln können: Erst hielt Fejzic stark gegen den eingewechselten Lukas Daschner, dann vergab Nick Proschwitz nach einem schnellen Tempogegenstoß der Gäste, als er eine Hereingabe von Suleiman Abdullahi über das Tor schoss. Die beste Möglichkeit von Braunschweig hatte Patrick Kammerbauer, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit knapp rechts vorbei schoss. Insgesamt war das jedoch zu wenig, weshalb der Sieg der Hamburger in Ordnung ging.