16. September 2019 / 22:28 Uhr

Derby-Sieg für die Geschichtsbücher: St. Pauli überrumpelt schwachen HSV am Millerntor

Derby-Sieg für die Geschichtsbücher: St. Pauli überrumpelt schwachen HSV am Millerntor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Anfang vom (Derby-)Ende für den HSV: Dimitrios Diamantakos feiert sein 1:0 mit Ryo Miyaichi und den Fans des FC St. Pauli.
Der Anfang vom (Derby-)Ende für den HSV: Dimitrios Diamantakos feiert sein 1:0 mit Ryo Miyaichi und den Fans des FC St. Pauli. © Getty
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Der FC St. Pauli hat im Hamburger Zweitliga-Derby einen hochverdienten Sieg gegen den Hamburger SV eingefahren. Der HSV, der eine seltsam passive Leistung zeigte, verlor nicht nur das Spiel, sondern auch die Tabellenführung der 2. Bundesliga an den VfB Stuttgart.

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Der Hamburger SV hat ausgerechnet im 102. Stadtderby beim FC St. Pauli die Tabellenführung der 2. Bundesliga eingebüßt. Der Underdog profitierte am Millerntor von einer schwachen Leistung des Favoriten und eigener Abschlussstärke und gewann hochverdient mit 2:0 (1:0).

Reaktionen zum Hamburger Derby

Der Stadtteilklub, der selbst vom eigenen Trainer Jos Luhukay als klarer Außenseiter eingestuft wurde, verbesserte sich nach der ersten wirklich überzeugenden Leistung der Saison mit dem zweiten Saisonsieg auf den zehnten Platz. Für St. Pauli war es der erste Heimsieg gegen den großen Nachbarn seit 1960.

"Die erste Halbzeit war deutlich zu wenig von uns, das war kein Derby-Spiel", sagte HSV-Kapitän Aaron Hunt, der in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, bei Sky. "Wir sind nicht ins Rollen gekommen und liegen zur Pause verdient zurück. Wir hatten auch unsere Chancen, machen die heute nicht rein. Wir haben leider verdient verloren." St. Paulis Trainer Jos Luhukay war überglücklich: "Das ist sensationell. Ich glaube, die Mannschaft hat es auch verdient."

HSV in Noten: Die Einzelkritik zum 0:2 gegen den FC St. Pauli

Hängende Köpfe: Der Hamburger SV hat das Derby gegen den FC St. Pauli hochverdient verloren. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der HSV-Profis. Zur Galerie
Hängende Köpfe: Der Hamburger SV hat das Derby gegen den FC St. Pauli hochverdient verloren. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der HSV-Profis. ©
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Harnik trifft im ersten Hamburg-Derby für den HSV - Treffer wegen Abseits nicht anerkannt

Die Kiez-Kicker erarbeiteten sich im Laufe der Zeit mehr und mehr Chancen. Vor allem Marvin Knoll und Mats Möller Daehli trieben das Spiel ihrer Mannschaft an. Dimitrios Diamantakos erzielte in der 18. Minute das Führungstor für die Gastgeber, die in den entscheidenden Situationen wacher waren als der HSV, der in den ersten 30 Minuten kaum ins Spiel fand. Das Tor war dafür das beste Beispiel: Diamantakos schaltete schneller als van Drongelen, nachdem Knoll den Pfosten getroffen hatte.

Manchmal half auch das Glück: In der 44. Minute traf Sonny Kittel auf Seiten des HSV die Querlatte, eine Minute später lag der Ball hinter St. Paulis Torwart Himmelmann, doch der Linienrichter sah den Ball beim Tor von Lukas Hinterseer im Aus - Bakery Jatta war bei seiner Vorlage demnach einen Moment zu spät am Spielgerät. Eine umstrittene Entscheidung. Von geordnetem Spielaufbau war beim Favoriten aus St. Paulis Nachbarschaft trotz dieser Möglichkeiten kaum etwas zu sehen. Einzig Mittelfeld-Mann Adrian Fein bemühte sich, seine HSV-Kollegen anzutreiben.

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Als Schiedsrichter Sven Jablonski die zweite Halbzeit anpfeifen wollte, ließen Fans beider Klubs in ihren Blocks Feuerwerk und Pyrotechnik abbrennen. Das Spiel wurde mit einigen Minuten Verzögerung fortgesetzt. Vor der emotionsgeladenden Partie und während der ersten Halbzeit war es ruhig geblieben. Nach zahlreichen Vorfällen im vorangegangenen Derby am 10. März beim FC St. Pauli hatten die Verantwortlichen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Nach Wiederanpfiff blieb der HSV zunächst besser, doch St. Pauli sorgte für die Vorentscheidung: Nach einer schnell ausgeführten Standardsituation war es HSV-Verteidiger Rick van Drongelen (62.) der mit einem Eigentor auf 2:0 stellte.

Himmelmann musste den Ball ein weiteres Mal aus dem Tor klauben, doch vor dem Treffer des eingewechselten Harnik (der gebürtige Hamburger spielte sein erstes Derby) stand Vorlagengeber Hinterseer im Abseits. Möller Daehli (82.) traf auf der Gegenseite den Pfosten, Buballa (89.) freistehend HSV-Keeper Heuer Fernandes - St. Pauli hätte durchaus auch höher gewinnen können...

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