26. Mai 2021 / 19:49 Uhr

St. Pölten vor Abstieg, Wolfsburgs Siersleben ein Wechsel-Kandidat

St. Pölten vor Abstieg, Wolfsburgs Siersleben ein Wechsel-Kandidat

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Böse Klatsche: St. Pölten (l. Peter Pokorny) verlor das Relegations-Hinspiel deutlich, Tim Siersleben (r.) ist ein Kandidat für den VfL-Kooperationspartner.
Böse Klatsche: St. Pölten (l. Peter Pokorny) verlor das Relegations-Hinspiel deutlich, Tim Siersleben (r.) ist ein Kandidat für den VfL-Kooperationspartner. © Roland Hermstein
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SKN St. Pölten ist Kooperationspartner des VfL Wolfsburg, einige Spieler der Niedersachsen sollen in Österreich den nächsten Schritt machen. Allerdings steht St. Pölten seit Mittwochabend vor dem Abstieg aus der 1. Liga.

SKN St. Pölten, Kooperationspartner des VfL Wolfsburg, steht nun doch vor dem Abstieg in die 2. Liga Österreichs. Im Hinspiel der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten Austria Klagenfurt unterlag St. Pölten am Mittwochabend mit deutlich 0:4! Das Rückspiel findet am Samstag statt. Beim VfL schaut man interessiert auf den Ausgang. "Es ist zwar nicht entscheidend, in welcher Liga St. Pölten spielt - aber es wäre natürlich schon schöner, wenn sie in der 1. Liga bleiben", so Manager Jörg Schmadtke.

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Denn künftig sollen Top-Talente es dem Wolfsburger Nachwuchs in St. Pölten Erfahrungen im Profifußball sammeln, eine eigene U23 hat der VfL in der kommenden Saison nicht mehr. Drei oder vier Spieler, so die vorsichtigen Überlegungen dazu, könnten im Sommer auf Basis der Kooperation nach Österreich wechseln - darunter auch Tim Siersleben. Der Innenverteidiger, der beim Saisonfinale gegen Mainz sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, hat in der kommenden Saison wenig Aussicht auf viel Spielzeit beim VfL. Der Abgang von Jeffrey Bruma macht zwar eine Planstelle in der Innenverteidigung frei, auf dieser Position ist mit Micky van de Ven allerdings auch schon ein Neuer im Anflug. Schmadtke: "Es kann sein, dass wir da eine Lösung finden, die Tim mehr Spielpraxis garantiert als er sie bei uns hat." Das könne St. Pölten sein, muss es aber nicht.

St. Pölten war mit 13 Niederlagen in Folge in der österreichischen Abstiegsrunde auf den letzten Platz abgestürzt und stieg nur mit viel Glück nicht direkt ab. Denn auf den ersten beiden Plätzen der 2. Liga landeten Teams, die nicht aufsteigen wollen oder können. Und in dem Fall sehen es die Regularien vor, dass der Dritte der 2. Liga nicht direkt aufsteigen darf, sondern noch durch eine Relegation gegen den Erstliga-Letzten muss. Klagenfurt - mit dem Ex-Bundesliga-Stürmer Peter Pacult als Trainer - wurde in der 2. Liga hinter Blau-Weiß Linz (Aufstiegsverzicht) und Liefering (als RB-Farmteam nicht aufstiegsberechtigt) Dritter.

Derweil suchen Spieler aus dem VfL-Nachwuchs nach dem Wegfall des VfL II anderswo neue Aufgaben - beispielsweise in Hamburg. Moses Otuali aus der U19 des VfL wechselt zum HSV II, der gebürtige Hamburger kehrt damit in seine Heimatstadt zurück. Nach Informationen von amateur-fussball-hamburg.de steht auch Leon Sommer aus der Wolfsburger U23 vor dem Wechsel in die Hansestadt, soll sich die Gegebenheiten dort bereits angeschaut haben.