24. Februar 2021 / 11:21 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Chemnitzer Turn-Trainerin Frehse

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Chemnitzer Turn-Trainerin Frehse

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Deutsche Frauen-Trainerin Gabriele Frehse bei der Europameisterschaft 2017 in Cluj-Napoca.
Gegen Gabriele Frehse und einen Arzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. © picture alliance / Catalin Soare/dpa/dpa-Bildfunk
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Die Turn-Welt wird bereits seit einigen Monaten von den Missbrauchsvorwürfen gegen die Trainerin Gabriele Frehse überschattet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Dezember 2020 wegen des Verdachts der Körperverletzung, was die Chemnitzerin bereits mehrfach abstritt.

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Chemnitz. Die Missbrauchsvorwürfe gegen die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse beschäftigen auch die Justiz. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigte, läuft gegen Frehse und einen Arzt seit Dezember 2020 ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

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Nach einer Untersuchung durch eine Frankfurter Kanzlei hatte der Deutsche Turner-Bund (DTB) „schwerwiegende Pflichtverletzungen“ von Frehse festgestellt. Ex-Weltmeisterin Pauline Schäfer und weitere Turnerinnen hatten Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Frehse hat die Vorwürfe mehrfach bestritten und dem DTB vorgeworfen, ihr Akten-Einsicht zu verwehren.

Mehr zum Turnen

Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages wollte sich am Mittwoch unter dem Tagesordnungspunkt „Konsequenzen für Trainingsstrukturen aus den Vorkommnissen am OSP Sachsen/Bundesstützpunkt Chemnitz“ mit dem Thema befassen. Vom Olympiastützpunkt Chemnitz ist Frehse seit Dezember freigestellt.



Sebastian Wutzler, dpa

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