06. September 2019 / 07:53 Uhr

Stabiler dank Aogo: Hannover 96 auf Augenhöhe mit dem SV Werder Bremen

Stabiler dank Aogo: Hannover 96 auf Augenhöhe mit dem SV Werder Bremen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Shakehands vor dem Anpfiff: 96-Zugang Dennis Aogo begrüßt Bremens Oldie Claudio Pizarro.
Shakehands vor dem Anpfiff: 96-Zugang Dennis Aogo begrüßt Bremens Oldie Claudio Pizarro. © Florian Petrow
Anzeige

Hannover 96 verliert das geheime Testspiel gegen Erstligist SV Werder Bremen mit 0:1, gewinnt aber wichtige Erkenntnisse beim Debüt von Dennis Aogo und Marc Stendera. Unter anderem, dass Waldemar Anton zusammen mit den Neuzugängen für ein stabileres Mittelfeld sorgen kann.

Anzeige
Anzeige

So viele nette neue Gesichter. Davon hätten gern mehr Menschen etwas gesehen. Aber die Debüts von Dennis Aogo und Marc Stendera für Hannover 96 sowie Leonardo Bittencourt für Werder Bremen blieben geheim. Ein Geisterspiel. Nicht einmal enge Vertraute durften bei dem Minitest von 2 x 30 Minuten zuschauen. Mit einem Lkw und einer Plane war die Sicht auf der tribünenfreien Seite verdeckt. Viel strenges Geheimnis für ein eher langweiliges Stündchen Fußball. Werder gewann 1:0, Bundesliga-Opi Claudio Pizarro (40) hatte nach Vorlage des quirligen Bittencourt getroffen (39. Mi­nu­te). Niclas Füllkrug war gar nicht dabei gegen seinen Ex-Klub.

Bilder vom Testspiel zwischen Hannover 96 und dem SV Werder Bremen

96-Zugang Marc Stendera spielt den Ball weiter. Zur Galerie
96-Zugang Marc Stendera spielt den Ball weiter. ©
Anzeige

Neu formierte Mittelfeldzentrale

Aber spannend war natürlich der erste Auftritt von Stendera (23) und Aogo (32) im 96-Trikot. Aogo begann als zentraler Sechser, beruhigte die Partie und behielt die volle Kontrolle über sein Umfeld.

Mit Aogo spielte 96 mindestens auf Augenhöhe mit dem Erstligisten. Stendera schaltete sich als „Achter“ rechts neben Aogo vorne mit ein. Sein Flachschuss aus 18 Metern (15.) mit rechts rauschte knapp rechts am Tor vorbei. Dies war die einzige 96-Chanc­e der ersten halben Stunde. Immerhin, hinten passierte nicht viel, bis auf einen Pizarro-Freistoß (10.) und einer strittigen Elferszene, als Bittencourt im Strafraum flog (6.). Aber der Pfiff blieb aus.

Interessant war außerdem die Rolle von Waldemar Anton. 96-Trainer Mirko Slomka hatte den Kapitän in der ersten Hälfte links neben Aogo gestellt, also ins Mittelfeld. Von dort störte Anton die Bremer oft sehr früh, er machte vorn Druck, statt hinten unter Druck zu stehen. In der Abwehr verteidigten stattdessen Josip Elez und Felipe in einer Viererkette.

Mehr Berichte über Hannover 96

Aogo, Stendera und Anton machen 96 stabil

Was in der ersten Hälfte noch zusammenpasste, erinnerte in der zweiten arg an das 0:3 aus dem Hamburg-Spiel. Mit Niklas Tarnat, Marvin Bakalorz und Anton verlor 96 zunehmend die Kontrolle, und Werder griff zielstrebiger an. Edgar Prib (diesmal Linksaußen) vergab die größte Chance zum Ausgleich nach einem blitzgescheiten Freistoß von Bakalorz (45.). Es blieb die einzige gefährliche Szene nach dem Seitenwechsel, in der 96 es hätte spannender machen können.

„Das war ein sehr spannender Test für uns“, sagte Slomka nachher. Stendera und Aogo, meinte er, hätten „schon Akzente setzen können“. Gewonnen hat 96 vor allem die Erkenntnis, dass Aogo und Stendera das Mittelfeld stabiler ma­chen und Anton daneben eine Option für ein noch stabileres Mittelfeld sein kann. Slomka erklärte: „Gegen den Ball haben wir das sehr gut gemacht.“ Mit dem Ball weniger gut. Der 96-Sturm, zuletzt von Slomka kritisiert, hatte weder mit Hendrik Weydandt noch mit Marvin Ducksch Szenen, die den Bremern hätten Respekt einflößen können. Ein wenig liegt’s an der Harmlosigkeit der Eckbälle, aus denen 96 zu wenig macht.

Die restlichen Spiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 in der 2. Bundesliga

Die Heim- und Auswärtsspiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 im Überblick. Zur Galerie
Die Heim- und Auswärtsspiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 im Überblick. ©

Tarnat schnappt sich Piza-Trikot

Star des Tages war natürlich der älteste Spieler auf dem Platz. Autogramme gab Pizarro nicht, es wa­ren ja keine Fans da. Dafür sicherte sich 96-Talent Tarnat sein Trikot mit der Nummer 14. Sein Papa Michael Tarnat (49), aktuell Talentechef bei 96, hatte schließlich jahrelang bei den Bayern mit Pizarro zusammengespielt. Lange her. Das war Anfang der Nullerjahre, damals gab es noch keine 007-Testspiele.

96, erste Hälfte: Esser – Korb, Elez, Felipe, Ostrzolek – Stendera, Aogo, Anton – Stefandl, Weydandt, Albornoz.

Zweite Hälfte: Esser – Korb, Elez, Felipe, Horn – Bakalorz, Tarnat, Anton – Drawz, Ducksch, Prib.

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN