26. November 2020 / 12:47 Uhr

Wichtige Voraussetzung fehlt: Stadion-Ausbau von Union Berlin verzögert sich weiter

Wichtige Voraussetzung fehlt: Stadion-Ausbau von Union Berlin verzögert sich weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ausbaufähig: Das Stadion An der Alten Försterei.
Ausbaufähig: Das Stadion An der Alten Försterei. © Getty Images
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Der Berliner Fußball-Bundesligist würde das Stadion An der Alten Försterei gerne von 22.000 auf 37.000 Plätze vergrößern, die Pläne liegen längst bereit. Doch um das Projekt zu starten, fehlen noch wichtige Voraussetzungen.

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Der geplante Ausbau des Stadions An der Alten Försterei des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin verzögert sich weiter. Laut eines Berichts der „Bild“ (Donnerstag) befindet sich derzeit ein Verkehrsgutachten in Prüfung. Wie die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen der Zeitung bestätigte, hängt es aktuell an einer Stelle: „Besondere Probleme bereitet die Übergangsphase bis zur Fertigstellung des S-Bahnhofs Köpenick als Regionalbahnhof.“

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Das Verkehrskonzept sei „ein wesentlicher Baustein für die Stadionerweiterung“, hieß es von der Behörde. Der Fortgang des Verfahrens sei entscheidend davon abhängig. Ein neuer Regionalbahnhof wird von der Deutschen Bahn allerdings erst 2026 fertig gestellt, wie ein Bahnsprecher auf SPORTBUZZER-Nachfrage bestätigte. Bis dahin müssten andere Lösungen gefunden werden.

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Vor dem Anpfiff des Derbys zwischen Union Berlin und Hertha BSC herrscht in Köpenick ein Verkehrschaos, teilweise zündeten die Fans Bengalos. © Britta Pedersden/dpa

Der Plan, den zweigleisigen S-Bahnhof in Köpenick in einen viergleisigen Regionalbahnhof umzuwandeln, gibt es seit 2018, im kommenden Jahr ist Baubeginn. Ein barrierefreier, moderner Bahnhof mit einem 210 Meter langen Bahnsteig soll entstehen - aber eben erst 2026 fertiggestellt sein.

Union hatte sich nach ursprünglichen Plänen schon bis Sommer 2019 Planungsrecht für den Ausbau der Kapazität von 22.000 auf 37.000 Besucher für rund 39 Millionen Euro erhofft. Dieses Vorhaben war früh am nicht ausreichenden Verkehrskonzept gescheitert. Wann die größere Arena in Köpenick fertiggestellt sein kann, bleibt offen.

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Wenn das neue Verkehrskonzept akzeptiert wird, folgen noch ein Umweltgutachten und ein Schallschutzgutachten. In einem nächsten Schritt würde erst das Baurecht für das Stadion der Eisernen erfolgen. Union hält weiter an den Ausbauplänen fest, die derzeitige Coronavirus-Pandemie und mögliche finanzielle Folgen sollen das Projekt nicht beeinflussen.