30. Oktober 2018 / 14:11 Uhr

Stadion im DFB-Pokal halb leer – RB Leipzig verkauft Hoffenheim-Tickets für zehn Euro

Stadion im DFB-Pokal halb leer – RB Leipzig verkauft Hoffenheim-Tickets für zehn Euro

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Voll wird die Red Bull Arena am Mittwoch im Spiel gegen die TSG Hoffenheim nicht.
Voll wird die Red Bull Arena am Mittwoch im Spiel gegen die TSG Hoffenheim nicht. © dpa
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Das dritte Heimspiel innerhalb einer Woche, die späte Anstoßzeit sowie Live-Übertragung sorgen in der zweiten Runde des DFB-Pokals für eine halb leere Red-Bull-Arena. Dabei trifft RB Leipzig gegen Hoffenheim auf einen Champions-League-Verein und seinen künftigen Coach Julian Nagelsmann.

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Leipzig. Gut gefüllte Ränge gegen Glasgow mit 38.126 Zuschauern, erstmals ausverkauftes Haus in dieser Saison gegen Schalke mit 41.939 Fans: Ansteckende Stimmung, auch weil die jeweils mehr als 4000 lautstarken Schlachtenbummler in den Gästeblöcken für Furore sorgten. Im dritten Heimspiel innerhalb von sieben Tagen wird es am Mittwochabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Hoffenheim in der Red Bull Arena dafür mau auf den Rängen aussehen.

Bis zum Wochenbeginn sind erst 20.000 Tickets verkauft worden, aus Sinsheim reisen nur 500 TSG-Anhänger in die Messestadt. Nun gibt es den Eintritt zu Dumpingpreisen: Für zehn Euro können Fans, die bereits Karten für die Partie gegen Hoffenheim besitzen, bis zu vier weitere Tickets kaufen, teilte RB Leipzig per E-Mail mit.

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Trainer Ralf Rangnick hat Verständnis dafür, dass die Plätze diesmal nicht so gefüllt sind, wie in den beiden vorherigen Partien: „Wir wünschen uns zwar grundsätzlich immer ein volles Stadion, aber wenn aller drei Tage ein Heimspiel stattfindet, dazu eins am Mittwoch um 20.45 Uhr, ist das nachvollziehbar. Wenn ich Familienvater von einem Zehnjährigen wäre, der am nächsten Tag Schule hat, dann würde ich auch sagen, lass und das Spiel zu Hause vom Sofa anschauen, weil es live im Fernsehen kommt.“

Nagelsmann erwartet keine Palmenwedel oder Freudentänze

Der 60-Jährige Coach sieht auch den Kontrahenten als Faktor: „Bei allem Respekt vor Hoffenheim: Das es nicht per se ein Gegner ist, der ein ausverkauftes Stadion in Leipzig mit sich bringt, versteht sich auch von selber.“ Die Spitze umging sein Nachfolger Julian Nagelsmann kulant, sagte am Dienstag: „Schön und gut, dass ich die Zuschauersituation bei Leipzig nicht bewerten muss. Von daher darf er sagen, was er möchte.“ Vor dem ersten Auftritt im heimischen Rund seines künftigen Arbeitgebers gab der 31-Jährige einen Vorgeschmack auf seine Art von Humor: „Ich habe keine Erwartung an ein Willkommen heißen der Fans. Das sollen sie machen, wenn ich dort Trainer bin. Ich erwarte keine Banner, Palmenwedel oder Freudentänze.“

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TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig (1:2) ©
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Damit das Stadion trotz geringem Zuschauerinteresse nicht so leer wirkt, bleiben die Oberränge der zwei Haupttribünen in den Sektoren A und C geschlossen. Das sieht bei der Übertragung im Fernsehen besser aus und ist logistisch sinnvoll, denn nicht jeder Block muss mit Ordnern und offenen Verkaufsständen bestückt sein. Für Dauerkartenbesitzer im Oberrang bedeutet das gegen Hoffenheim: Eine Etage tiefer und damit näher am Spielfeld zu sitzen.

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