14. Juli 2020 / 16:56 Uhr

Stadionumbau bei RB Leipzig: Sektor B wird zunächst kein reiner Stehplatzblock

Stadionumbau bei RB Leipzig: Sektor B wird zunächst kein reiner Stehplatzblock

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
So wie hier in der Allianz Arena in München könnte auch in der Red-Bull-Arena das so genannte Stuttgarter Modell zur Anwendung kommen.
So wie hier in der Allianz Arena in München könnte auch in der Red-Bull-Arena das so genannte "Stuttgarter Modell" zur Anwendung kommen. © imago images / MIS
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Der lang ersehnte Wunsch vieler Fans ist nur noch eine Saison entfernt: RB Leipzig installiert im Sommer 2021 in der Fankurve 7.000 Stehplätze. In einem Teil von Sektor B kann jedoch weiterhin gesessen werden.

Leipzig. Bei RB Leipzig haben vergangene Woche die ersten vorbereitenden Baumaßnahmen für eines der wichtigsten Teilprojekte bei der Erneuerung der Red-Bull-Arena begonnen. Bauarbeiter montierten im Fanblock die komplette Bestuhlung ab, um die Sommerpause für Beschichtungs- und Abdichtungsarbeiten nutzen zu können. Vor der Saison 2021/22 soll Sektor B zu einem Stehplatzblock umgerüstet werden – mit einem neuen Bestuhlungssystem, das einen relativ unkomplizierten Wechsel zwischen Sitz- und Stehplätzen ermöglicht.

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DURCHKLICKEN: Bilder vom Baustellenrundgang am 26. Februar 2020

Ein Teil des Walls, der die Red-Bull-Arena umgibt, wird gerade abgetragen. Wir durften die riesige Baustelle besuchen. Zur Galerie
Ein Teil des Walls, der die Red-Bull-Arena umgibt, wird gerade abgetragen. Wir durften die riesige Baustelle besuchen. © Dirk Knofe

Nach SPORTBUZZER-Informationen wird – Stand jetzt – die Variante greifen, die in den Randblöcken von Sektor B weiterhin Sitzplätze und in den mittleren Blöcken Stehplätze vorsieht. In dieser Variante erreicht der Fanblock eine Kapazität von ca. 9.100 Plätzen (davon ca. 2.100 Sitzplätze und ca. 7.000 Stehplätze). Bisher sind es 5.000. Die Sektorentrennung zwischen A und B sowie B und C wird aufgrund der Sichtlinien jeweils einen Block noch außen geschoben. Der Klub bleibt mit dieser Variante vollkommen flexibel, um auf etwaige Veränderungen reagieren zu können.

Kommt das „Stuttgarter Modell“?

Sebastian Horn vom Fanverband begrüßt den lang ersehnten Umbau. „Wir sind froh, dass nun endlich Bewegung in die Sache kommt. Gleichzeitig begrüßen wir die Entscheidung den kompletten Sektor mit einem variablen System auszustatten, denn so wie der Verein organisch wächst, wird auch die Fanszene weiter wachsen.“ Man habe bei der Planung also nicht nur den tatsächlichen Bedarf im Blick gehabt, sondern auch an die Zukunft gedacht, so Horn. Weil die Fanblock-Besucher bei Rasenballsport älter sind als im Bundesliga-Durchschnitt und sich nicht alle am Dauersupport beteiligen, macht diese Mischvariante aktuell durchaus Sinn.

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Eine Möglichkeit, Sektor B umzurüsten, wäre das beim VfB entwickelte sogenannte „Stuttgarter Modell“. Dabei können die bei Europapokalspielen obligatorischen Sitzflächen für die Bundesliga komplett im Boden versenkt werden. Der Umbau wäre deutlich schneller und einfacher zu bewerkstelligen als mit einer Variante, bei der ganze Elemente herausgenommen und später wieder verschraubt werden müssten. RB hat noch nicht final entschieden, wie der Umbau umgesetzt wird.