10. April 2019 / 21:22 Uhr

Stadionumbau: Glockenturm an der Red Bull Arena bleibt – Fans äußern Wünsche

Stadionumbau: Glockenturm an der Red Bull Arena bleibt – Fans äußern Wünsche

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Er bleibt das Wahrzeichen rund ums Stadion: der historische Glockenturm.
Er bleibt das Wahrzeichen rund ums Stadion: der historische Glockenturm. © Leipzig report / Twitter
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Einige Fans von RB Leipzig sorgten sich um den historischen Glockenturm an der Red Bull Arena, nachdem das Gebäude auf einem Entwurf für den geplanten Umbau nicht zu sehen war. Doch der Verein gibt Entwarnung. Dennoch haben die Anhänger Extrawünsche. 

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Leipzig. Nachdem RB Leipzig jüngst Details zu den geplanten Baumaßnahmen an der Red Bull Arena veröffentlicht und in diesem Zusammenhang auch einen Stadionentwurf gezeigt hatte, in dem der historische Glockenturm nicht zu sehen war, befürchteten einige Fans den Abriss Gebäudes. Auf SPORTBUZZER-Anfrage gibt der der Verein nun Entwarnung und lässt mitteilen: "Der Glockenturm bleibt in seiner jetzigen Form selbstverständlich erhalten und wird von den Umbaumaßnahmen nicht berührt".

Beim Anblick des Bildes drohte tatsächlich der geplante Wall-Durchbruch zum Problem zu werden. Der neue Zugang zum Stadion endet laut SPORTBUZZER-Informationen aber vor dem Turm und kommt ihm damit nicht in die Quere. Ebenfalls folgenlos bleiben die Veränderungen am Stadion für die alte Treppe an der Festwiese sowie die angrenzenden Bauten, in denen sich unter anderem der Fantreff "Zwotausend9" befindet. RB Leipzig hatte angekündigt, einen von zwei neuen zentralen Einlässen auf die Wiese zu bauen. Der zweite kommt auf den Stadionvorplatz.

Fans wollen rote Sitzschalen

Derweil wurde auf der Seite "rb-fans.de" eine Stellungnahme veröffentlicht, in dem Anhänger der Roten Bullen lobende Worte für die geplanten Maßnahmen finden, aber auch weitere Wünsche für den Umbau äußern. Unter anderem kritisieren sie, dass ein Großteil der Sitzschalen im Stadion immer noch in grün und blau gehalten ist. Die Fans fordern in Anlehnung an die RB-Vereinsfarben rote Sitze und machen sich auch für rote Beleuchtung am Stadiondach stark.

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Das "Stadion der Hunderttausend" wurde vor 60 Jahren in Leipzig eingeweiht. © LVZ Archiv
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Als nicht ausreichend erachten die Fans zudem den angekündigten Ausbau der Toiletten und der Verpflegungsstände. Zusätzliche Anlagen sind laut RB derzeit nur für die Sektoren B und D geplant. Zwar solle die Trennung zwischen den verschiedenen Arena-Bereichen abgeschafft werden, laut Fans reiche die Halbzeitpause jedoch nicht, um im Zweifel von einem anderen Sektor zu den neuen Toiletten und den neuen Ständen zu gelangen.

Nähe zum Spiel

Ein weiterer Punkt, der zur Sprache kommt, ist die Entfernung zwischen der Mannschaft und den Zuschauerblöcken. "Die Distanz im Stadion zum Spielfeld ist nicht gut für die Stimmung und auch bei besonderen Szenen, bei denen Spieler des Heimteams zu den Fans stürmen, ist die Distanz einfach nur schade", heißt es im Statement. Außerdem bringen die Fans ein Sportmuseum, ein unterirdisches Parkhaus am ehemaligen Schwimmstadion und befestigte Wege um die Arena ins Gespräch.

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RB hatte zuletzt neben dem Walldurchbruch, den neuen Sanitäranlagen und den Verpflegungsständen unter anderem angekündigt, den Block B in einen Stehplatzbereich umzuwandeln. So solle die Kapazität von 5000 auf 10.000 erhöht werden. Auch vier neue Fußgängerbrücken zu den Oberrängen sind demnach geplant. Bis zum Beginn der Saison 2021/22 sollen die großen Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Schon zur kommenden Saison werde das Stadion mit schnellerem LTE-Netz, neuem Flutlicht und einer besseren Soundanlage ausgerüstet.

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