10. Mai 2020 / 18:37 Uhr

Quarantäne-Maßnahme für komplettes Dynamo-Team: Stadt Dresden verteidigt Gesundheitsamt

Quarantäne-Maßnahme für komplettes Dynamo-Team: Stadt Dresden verteidigt Gesundheitsamt

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Nicht einmal mehr die Dynamo-Spieler dürfen jetzt noch ins Rudolf-Harbig-Stadion.
Nicht einmal mehr die Dynamo-Spieler dürfen jetzt noch ins Rudolf-Harbig-Stadion. © Jochen Leimert
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Pressesprecher Kai Schulz erklärt, warum die Behörde nicht nur die direkt von einer Corona-Infektion betroffenen Spieler in Quarantäne schickte.

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Die Stadt Dresden hat das Vorgehen der örtlichen Gesundheitsbehörden, die gesamte Mannschaft von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden in zweiwöchige häusliche Quarantäne zu schicken, verteidigt. Nachdem am Freitag zwei weitere Dynamo-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, habe das Gesundheitsamt am Sonnabend nach Erhalt der Ergebnisse nicht anders handeln können.

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<b>Sonntag, 31. Mai, 13.30 Uhr:</b> Dynamo Dresden - VfB Stuttgart (29. Spieltag) Zur Galerie
Sonntag, 31. Mai, 13.30 Uhr: Dynamo Dresden - VfB Stuttgart (29. Spieltag) ©

Kai Schulz, der Pressesprecher der Landeshauptstadt, erklärte auf Anfrage des SPORTBUZZER: "Die Mitarbeiter vom Gesundheitsamt haben sich das nicht leicht gemacht. Sie haben das am Sonnabend sehr intensiv mit den Medizinern und Verantwortlichen von Dynamo besprochen. Es gibt mehrere entscheidende Punkte, warum hier vom Konzeptpapier der DFL abgewichen wurde. Das ist insbesondere, dass nicht nachvollziehbar ist, wo die Ursache liegt. Wir hatten eine Testreihe mit einem positiven Fall, da ist der Spieler abgesondert worden. Dann hatten wir eine zweite Testreihe ohne positiven Test, dann eine mit zweien."

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"Auch nach Gesprächen mit den Spielern ist nicht nachvollziehbar, wo die Überschneidung sein könnte. Zudem haben sich alle Spieler wieder im Mannschaftstraining befunden, dessen Ablauf haben sich die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes genau erklären lassen und sind zum Schluss gekommen, dass man alle Spieler und Betreuer zur Kontaktgruppe 1 rechnen kann und auch sie unter Quarantäne gestellt werden müssen", hieß es weiter.