02. Juni 2014 / 16:11 Uhr

Stadt Leipzig: Zukunft des Kunze-Sportparks offen – Chemie arbeitet am Nutzungskonzept

Stadt Leipzig: Zukunft des Kunze-Sportparks offen – Chemie arbeitet am Nutzungskonzept

Matthias Puppe
SPORTBUZZER-Nutzer
Die Meisterelf im Alfred-Kunze-Sportpark. USER-BEITRAG
Die Meisterelf im Alfred-Kunze-Sportpark. © Armin Kühne, Archiv
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Im Ringen um die Zukunft des Leipziger Alfred-Kunze-Sportparks übt sich die Leipziger Stadtverwaltung in Zurückhaltung.

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Leipzig. Im Ringen um die Zukunft des Leipziger Alfred-Kunze-Sportparks übt sich die Leipziger Stadtverwaltung in Zurückhaltung. Wie Kerstin Kirmes, Leiterin des Sportamtes, gegenüber LVZ-Online erklärte, sind die Perspektiven für das Stadion eng mit dem Votum von Rechtsanwalt Lucas Flöther verknüpft. Bevor der vorläufige Insolvenzverwalter des Stadionhauptmieters SG Sachsen nicht bekannt gegeben habe, ob der Verein sanierungsfähig ist, seien der Stadtverwaltung aufgrund des geltenden Vertragsverhältnisses alle Hände gebunden. „Und den Zeitpunkt, wann er sein Gutachten vorlegen wird, kennen wir alle nicht“, so Kirmes am Montag.

Zumindest hinsichtlich des komplizierten Mietverhältnisses im Stadion am Leutzscher Holz hat sich das Sportamt offenbar eine Meinung gebildet: „Bedauerlicherweise ist das Zweinutzermodel im Kunze-Sportpark aufgrund mentaler Spannungen gescheitert“, so die Sportamtsleiterin am Montag. Soll heißen: So wie bisher, mit SG Sachsen als Haupt- und BSG Chemie Leipzig als Untermieter, wird es in Leutzsch wohl nicht weitergehen. Kirmes bezeichnete auch den Abbruch der Kooperationsgespräche zwischen den Vereinen kürzlich durch die SG Sachsen als überraschend und unerfreulich. Genaueres zu den Konsequenzen ließ Kirmes aber ebenfalls offen.

Wer künftig im Stadion spielen möchte, müsse zumindest über ein tragfähiges wirtschaftliches Gerüst verfügen. In diesem Zusammenhang habe der Insolvenzverwalter nun auch die BSG Chemie aufgefordert, ein Nutzungskonzept vorzulegen, hieß es. Die Chemiker arbeiten aktuell daran und machen sich gesteigerte Hoffnungen, künftig im Stadion walten und schalten zu können. Wirtschaftlich und personell sieht sich der Verein im Aufwind, zudem haben Fans und Verantwortliche bereits einen Teil des Kunze-Sportparks eigenverantwortlich saniert.

In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung zum neuen Nachwuchszentrum der BSG Chemie, das alle Altersklassen von U7 bis zur U19 umfassen wird, heißt es deshalb: „Die BSG Chemie Leipzig wird in der kommenden Saison 2014/15 auf jeden Fall mit allen Fußballmannschaften, ob alt oder jung, ob männlich oder weiblich, im Alfred-Kunze-Sportpark spielen.“

Diese Ankündigung ist wohl auch mit Blick auf den zahlungsunfähigen Stadionnachbarn gedacht. Trotz jüngst abgebrochener Gespräche wollen die Chemiker den Mannschaften, Trainern und Eltern der SG Sachsen durch einen Übertritt weiterhin das Üben im Stadion ermöglichen. „Ziel soll sein, die gute Nachwuchsarbeit zu sichern, den Kindern und Eltern ihr gewohntes Umfeld im Alfred-Kunze-Sportpark zu erhalten und die Entwicklung des leistungsorientierten Fußballs voranzutreiben“, heißt es in der BSG-Mitteilung.

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