19. Mai 2021 / 16:17 Uhr

Neues Präsidium gewählt: Rita Girschikofsky übergibt beim SSB an Benjamin Chatton

Neues Präsidium gewählt: Rita Girschikofsky übergibt beim SSB an Benjamin Chatton

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sie leiten den Stadtsportbund: Claus-Dieter Schacht-Gaida (von links, Vizepräsident), Marko Volck (Vizepräsident), Hans Michael Rabe (Vizepräsident), Roland Krumlin (Geschäftsführer), Nils Voigt
(Hannoversche Sport Jugend), Rita Girschikofsky (Ehrenpräsidentin), Benjamin Chatton (Präsident), Alexandra Jaritz (Vizepräsidentin) und Sven Rieso (Vizepräsident Finanzen).
Sie leiten den Stadtsportbund: Claus-Dieter Schacht-Gaida (von links, Vizepräsident), Marko Volck (Vizepräsident), Hans Michael Rabe (Vizepräsident), Roland Krumlin (Geschäftsführer), Nils Voigt (Hannoversche Sport Jugend), Rita Girschikofsky (Ehrenpräsidentin), Benjamin Chatton (Präsident), Alexandra Jaritz (Vizepräsidentin) und Sven Rieso (Vizepräsident Finanzen). © privat
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Der Stadtsportbund hat sein neues Präsidium gewählt - mit Benjamin Chatton an der Spitze. Der frühere Geschäftsführer der Recken folgt auf Rita Girschikofsky, die den Posten 17 Jahre lang ehrenamtlich innehatte. Für ihre Verdienste wurde zur Ehrenpräsidentin des SSB gewählt.

Gegen Ende mussten die 104 Teilnehmer des 44. Stadtsporttages und die hochrangigen Ehrengäste sich ein wenig sputen im HCC. Die Ausgangssperre um 22 Uhr rückte immer näher. Aber schließlich wurden alle Programmpunkte rechtzeitig abgewickelt: die sogenannte Entlastung der langjährigen Präsidentin Rita Girschikofsky, Wahl des neuen Präsidiums mit dem neuen Präsidenten des Stadtsportbundes (SSB), Benjamin Chatton – und die außergewöhnliche Wahl Girschikofskys zur Ehrenpräsidentin.

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Um 18 Uhr war der Stadtsporttag im geräumigen HCC mit Präsenz zusammengekommen, „was alle begeistert hat“, betonte Girschikofsky, „so konnten sich alle endlich mal wieder Aug’ in Aug’ sehen“. Mit dabei: Oberbürgermeister Belit Onay und Wolf-Rüdiger Umbach, der Präsident des Landessportbundes. Per Video grüßten Ministerpräsident Stephan Weil und Regionspräsident Hauke Jagau.

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Umbach leitete die Wahl. Die 104 Delegierten hatten insgesamt 234 Stimmen, um das Präsidium neu zu formen. Alle sieben Kandidaten wurden einstimmig gewählt. An der Spitze: Benjamin Chatton, ehemaliger Geschäftsführer der Handball-Recken, aktuelles Vorstandsmitglied im Deutschen Handball Bund und bisheriger SSB-Vize. Umbach verkündete kurz nach 21 Uhr die Ergebnisse.


"Erleichtert mir den Abschied als Präsidentin"

„Ich bedanke mich für das Vertrauen, das mir die Vereinsvertreter durch ihre Wahl als neuem Präsidenten des SSB entgegenbringen“, sagte der insgesamt siebte Chef des Stadtsportbundes.

„Mit Benjamin Chatton einen überaus kompetenten Nachfolger gefunden zu haben, dem der Sport und die Vereine in der Stadt ebenso am Herzen liegen, erleichtert mir den Abschied als Präsidentin”, sagte Girschikofsky, die 17 Jahre lang ehrenamtlich den Posten innehatte und sehr viel Zeit in diese Aufgabe investiert hat.

So viel Zeit, wie Chatton es nicht schaffen kann neben seinem Hauptjob beim DHB in Dortmund. Um die ehrenamtliche Arbeit als Dienstleister für die Sportvereine in der Stadt auf noch mehr Schultern gut zu verteilen, wurde qua Satzungsänderung eine weitere Stelle im Präsidium beschlossen.

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Neu im Team sind neben den bisherigen Vizepräsidenten Sven Rieso (Finanzen), Hans Michael Rabe, Marko Volck und Nils Voigt (Hannoversche Sport Jugend) nun Alexandra Jaritz und Claus-Dieter Schacht-Gaida.

Jaritz kommt aus dem Rudersport und engagiert sich im DRC. „Ich bin ganz dicht am Geschehen im Verein und kenne die Herausforderungen“, sagt die Wirtschaftsinformatikerin. Schacht-Gaida ist seit 1997 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Hemmingen, im Herbst endet seine Amtszeit. „Mein Wissen aus der Kommunalpolitik und Verwaltung setze ich zukünftig gern für die Sportvereine in der Stadt ein“, sagt er.

Emotionaler Höhepunkt der Sitzung war die Wahl Girschikofskys zur Ehrenpräsidentin. Dieser besondere Respekt wurde in der SSB-Geschichte bislang nur Erich Martin (Chef von 1988 bis 2000) zuteil. Die Wahl erfolgte schlicht durch Aufstehen der Teilnehmer und deren Applaus. „Es war für mich wirklich ein sehr schöner und emotionaler Abschied“, sagte die 76-jährige und nimmermüde Girschikofsky, kündigte aber an, sich weiter um den Sport in der Stadt zu kümmern und ihre Meinung zu äußern.