23. November 2021 / 19:55 Uhr

Staffeleinteilungen in Sachen Auf- und Abstieg sind da: Kreuz und quer durch den Bezirk

Staffeleinteilungen in Sachen Auf- und Abstieg sind da: Kreuz und quer durch den Bezirk

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Enzens Julius Buhr im Kopfballduell mit Nikolaos Zervas..
Neue, alte Gesichter: Während Julius Buhr (links) und der der TuS SW Enzen mit dem MTSV Aerzen, TuS Harenberg und Koldinger SV auf alte Weggefährten trifft, ist der SV Iraklis Hellas in der Staffel mit dem TSV Algesdorf eingeteilt. © Sportbuzzer
Anzeige

Schaumburger Teams bekommen im neuen Jahr viele neue Sportplätze zu erkunden, manche sind auch schon bekannt. Die Schaumburger Trainer erklären dem Sportbuzzer, was sie davon halten.

Bevor der Fußball ab der nächsten Woche in den Winterschlaf geht, hat der Bezirk Hannover die Staffeleinteilungen der Auf- und Abstiegsrunden bekanntgegeben. Während sich der MTV Rehren A/R und der TSV Hagenburg ganz entspannt in der auf zwei Staffeln aufgeteilten Aufstiegsrunde vergnügen, geht es für die den TSV Algesdorf, VfL Bückeburg II, TuS SW Enzen und SC Rinteln um nichts anderes als das Überleben in der Bezirksliga. Wie schwer es wirklich wird, die Klasse zu halten, werden die ersten Spiele zeigen.

Bis zu 192 Kilometer – eine Strecke

Gekickt wird zwar erst ab März, aber die Schaumburger Vertreter freuen sich auf neue Gesichter und Gegner, auch wenn die Fahrten mitunter sehr lang werden. So liegen in der Enzer Staffel zwischen Lemförde am Dümmer See und Ambergau-Volkersheim je nach Route bis zu 192 Kilometer – eine Strecke. Wer die mehr als zweieinhalb Stunden Anfahrt auf sich nehmen darf, steht noch nicht fest, denn in den sechs Abstiegsstaffeln wird in einfacher Runde, also ohne Rückspiel, gekickt. Die Spielpläne liegen noch nicht vor.

Während in der Aufstiegsrunde in zwei 10er-Staffeln je zwei Landesliga-Aufsteiger gesucht werden, wird gegen den Abstieg in sechs Staffeln, vier davon sind mit je zehn Teams bestückt, zwei mit neun, selektiert. Vier Mannschaften pro Staffel steigen in die Kreisliga ab. Die in der Vorrunde gesammelten Punkte werden nicht mitgenommen, sind also für die entscheidenden Spiele ohne Bedeutung.

Anzeige

Hat der TSV Algedorf die leichteste Gruppe erwischt?

Dennoch ist ein Blick auf die in der Vorrunde erwirtschafteten Zähler mit Blick auf die Staffelzusammenstellung interessant. So hat der TSV Algedorf in dieser Hinsicht die leichteste Gruppe (B 3) erwischt. Im Schnitt haben die Mannschaften in ihren jeweiligen Staffeln 13,1 Punkte geholt.

Die Gegner der Enzer in der Staffel B 5 sammelten dagegen im Schnitt mit 17,6 die meisten Zähler. Auch wenn man den Durchschnitt der erreichten Tabellenplatzierungen der Vorrunde heranzieht, ist die Algesdorfer Gruppe mit 5,5 die vermeintlich leichteste. In dieser Kategorie hat es der VfL Bückeburg mit einem Wert von 5,1 möglicherweise schwerer. Durch die unterschiedlichen Staffelstärken der Vorrunde ist ein Vergleich aber kaum darstellbar. Zudem haben alle Teams die Möglichkeit, sich in der Winterpause zu verstärken.

Wie von Thorsten Schuschel, Spielausschussvorsitzender des Bezirks, im Vorfeld angekündigt, wurde munter durchgemischt, jede Mannschaft hat neue Gegner bekommen. Auch die Tabellendritten- und vierten der Vorrunden wurden durchgemischt.


Der Sportbuzzer hat Stimmen der Schaumburger Trainer eingeholt:

Steffen Potthast (VfL Bückeburg II):

Eine gute Einteilung mit interessanten Gegnern. Es sind natürlich schon ordentliche Fahrten mit Stuhr oder Drispenstedt dabei. Aber es sind interessante Gegner und das macht den Reiz ja auch aus, dass es endlich mal wieder Bezirksliga-Feeling gibt. Wenn ich an meine Zeit als A-Junioren-Trainer zurückdenke, ist das schon ein wenig Niedersachsenliga-Style. Da fährt man kreuz und quer durch den Bezirk und das macht Bock.

Uwe Oberländer (SC Rinteln):

„Ich bin froh, dass es rechtzeitig gemacht wurde und jeder weiß, woran er ist. Ob es gut oder schlecht ist, wissen wir nach dem neunten Spieltag. Es sind viele Mannschaften dabei, die noch recht unbekannt sind und jetzt wird es deshalb darum gehen, seine Hausaufgaben zu machen. Wir sind gespannt und freuen uns darauf Mannschaften kennenzulernen, gegen die man sonst nicht spielt.“

Fabian Stapel (TuS SW Enzen):

Das klingt jetzt wieder mehr nach Bezirksliga, denn der Reiz, immer wieder gegen die gleichen Gegner zu spielen, ist abhandengekommen. Gegen Koldingen, Harenberg und Aerzen haen wir in der Vergangenheit bereits gespielt. Das sind gute Mannschaften, wobei Koldingen den größten Umbruch gehabt hat. Wir freuen uns darauf, auch mal komplett neue Sportplätze kennenzulernen. Von den Entfernungen liegen wir mittendrin, deshalb stört mich das jetzt nicht. Aber der Topwert von fast 200 Kilometern hat es schon in sich.

Timo Nottebrock (TSV Algesdorf):

Ich finde unsere Staffel nicht leichter. Was ich wirklich reizvoll finde, ist, dass man tatsächlich ganz andere Gegner trifft, mit dem TuS Drakenburg auch aus dem Nienburger Bereich. In Bassum habe ich beispielsweise zum letzten Mal als B-Jugendlicher gekickt. Das ist wirklich interessant. Iraklis kennen wir noch, ansonsten ist das sehr spannend.

Raphael Idel (MTV Rehren A/R):

Das ist eine Bombengruppe, in der wir da gelandet sind. Für mich sind das die stärksten Mannschaften aus dem Bezirk. Aber für uns geht es darum, sich gut zu präsentieren und deswegen gehen wir mit großer Vorfreude in die Aufstiegsrunde.

Felix Dyck (TSV Hagenburg):

Die Einteilung hört sich interessant an, es sind neue Vereine dabei. Der TSV Kolenfeld sticht uns natürlich gleich ins Auge, das wird sicher ein schönes Derby werden. Man kennt sich, wir sind gut miteinander. Wir freuen uns darauf, sind ganz entspannt, denn den Druck des Abstiegs haben wir nicht. Trotzdem wollen wir möglichst viele Punkte sammeln. Ich drücke den Schaumburger Teams und meinen Trainerkollegen fest die Daumen, aber das wird knüppelhart. uk, dak

Die Staffeleinteilungen:

Aufstiegsstaffeln A1:

SV Heiligenfelde, SV B-E Steimbke, MTV Rehren A/R, TuS Garbsen, FC Lehrte, SV Arnum, 1.FC Germania Egestorf-Langreder II, SV Einum, SV Newroz, SV Eintracht Afferde.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 31,3
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 1,5

Anzeige

Staffel A2:

SpVgg Niedersachsen Döhren, SV Ihme Roloven, SC Harsum, SV Alfeld, SSG Halvestorf-Herkendorf, TuS Sudweyhe, FC Sulingen, TSV Hagenburg, TSV Kolenfeld, SV Ramlingen/Ehlershausen.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 30,2
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 1,5

Abstiegsstaffeln B1:

SV Bruchhausen-Vilsen, TuS Sulingen II, VfL Münchehagen, TSV Luthe, SuS Sehnde, TSV Bemerode, Mülenberger SV, BW Hemmendorf, TSV Lenne.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 14,7
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 4,9

Staffel B2:

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, SG Diepholz, TSV Godshorn II, TSV 03 Sievershausen, HSC Hannover II, TuS Davenstedt, SV Bavenstedt II, TuSpo Grünenplan, TSV Holenberg.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 14,6
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 4,9

Staffel B3:

TSV Bassum, TuS Drakenburg, TSV Algesdorf, TuS Mecklenheide, TSV Dollbergen, VfL Eintracht Hannover, SV Iraklis Hellas, TuS Hasede, VfR Ochtersum, TSV Nettelrede.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 13,1
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 5,5

Staffel B4:

TV Stuhr, TuS Wagenfeld, VfL Bückeburg II, TSV Mühlenfeld, SV Adler Hämelerwald, SV Croatia, SV Gehrden, SC Drispenstedt, SV BW Neuhof, FC Stadtoldendorf.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 15,2
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 5,1

Staffel B5:

TSV Okel, TuS Lemförde, TuS SW Enzen, MTV Engelbostel-Schulenburg, MTV Ilten, Koldinger SV, TuS Harenberg, TuSpo Schliekum, FC Ambergau-Volkersheim, MTSV Aerzen.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 17,6
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 5,2

Staffel B6:

SC Twistringen, SV Inter Komata, SC Rinteln, Mellendorfer TV, SV 06 Lehrte, SG Blaues Wunder, FC Can Mozaik, RW Ahrbergen, MTV Almstedt, SV Germania Hagen.

Vorrundenpunkte im Durchschnitt: 16,6
Vorrundenplatzierungen im Durchschnitt: 5,4