17. April 2020 / 10:29 Uhr

Stahl Brandenburg:⁩ Eckart Märzke geht in die Trainer-Rente

Stahl Brandenburg:⁩ Eckart Märzke geht in die Trainer-Rente

Marcus Alert
Märkische Allgemeine Zeitung
Stahl-Trainer Eckart Märzke.
Eckart Märzke war in den vergangenen fünf Jahren beim FC Stahl Brandenburg als Trainer tätig. © Andreas Ramlow
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Landesliga Nord: Seit 2015 ist Eckart Märzke Trainer des FC Stahl Brandenburg. Wann genau sein letztes Spiel als Trainer stattfindet, ist aufgrund der aktuellen Situation noch unklar.

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Eckart Märzke geht nach der Landesliga-Saison des FC Stahl Brandenburg in die Fußball-Trainer-Rente. Wann das genau ist? Das weiß er derzeit auch noch nicht. Im schlimmsten Fall steht er überhaupt nicht mehr am Spielfeldrand. „Dann wird er aber auf jeden Fall vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison offiziell verabschiedet“, verspricht der sportliche Leiter des FC Stahl Brandenburg Lars Bauer. Schließlich habe Eckart Märzke viel für den Brandenburger Fußball getan.

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Trainer Janko Müller von der SG Bornim aus der Landesklasse West testet in der Zwangspause das Fußballwissen von Freunden. © SPORTBUZZER

Nach den ersten Fußballschritten bei Lok und Einheit Greifswald trug Eckart Märzke von 1970 bis 1981 das Trikot von Hansa Rostock. In der Zeit bestritt der talentierte Abwehrspieler 18 U21-Länderspiele und wurde 13 Mal in die Junioren-Nationalmannschaft der DDR berufen. 1981 folgte er dem Ruf der BSG Stahl Brandenburg. Neben zwei Aufstiegsrunden zur Oberliga, die zweite war dann 1984 erfolgreich, bestritt er vier UEFA-Cup-Spiele.

Mit knapp 34 Jahren war dann aber Schluss, beendete er seine leistungssportliche Karriere. Drei Jahre kickte Eckart Märzke noch in Ludwigsfelde, ehe er in der Wendezeit zu Chemie Premnitz wechselte. Durch das Zusammengehen mit dem BSC Süd 05, die Brandenburger ergatterten so den Premnitzer Verbandsliga-Platz, war er dann ab 1990 Trainer und Manager des BSC Süd 05. 1999 wurde der Aufstieg in die Oberliga geschafft. Nach 14 Jahren war dann aber plötzlich Schluss beim Oberligisten. Bis heute erinnert vor allem die Tribüne auf dem Werner-Seelenbinder-Sportplatz an die Märzke-Ära.

Die Oberliga-Spieler des BSC Süd 05 verabschiedeten sich 2004 mit diesen Trikots von ihrem langjährigen Trainer.
Die Oberliga-Spieler des BSC Süd 05 verabschiedeten sich 2004 mit diesen Trikots von ihrem langjährigen Trainer. © Marcus Alert

Es folgten Trainerstationen in Neustadt, Lichtenberg, Torgelow und Greifswald. „Mit dem Torgelower FC Greif wurde ich zweimal Landespokalsieger und spielte dadurch auch mit dem Team im DFB-Pokal mit“, erinnert sich Eckart Märzke. Und mit dem FC Pommern Greifswald schaffte er den Oberliga-Aufstieg. Während das Verhältnis zum BSC Süd 05 bis heute etwas getrübt ist, gab es eigentlich immer auch Kontakte zum FC Stahl.

Von April 2005 bis Juni 2006 sprang er erstmals als Trainer ein und im Juni 2015 kehrte er wieder zurück. Da wohnte er auch schon mehrere Wochen in der Havelstadt. Seit dem Abstieg aus der Brandenburgliga kickt die Quenztruppe in der Landesliga. Den Wiederaufstieg hatte der FC Stahl bis zum Abbruch des Spielbetriebes zumindest noch im Blick, war das Team in diesem Jahr noch ungeschlagen. „Der Abschied im Rahmen einer Aufstiegsfeier wäre eine tolle Sache gewesen“, so Lars Bauer.

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„Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen“, schaut der mittlerweile 67-Jährige durchaus zufrieden zurück. Seit vier Jahren ist Eckart Märzke bei der kommunalen BAS angestellt. Obwohl er bereits Rentner ist, will er diese Tätigkeit vorerst nicht aufgeben. Und Lars Bauer wünscht sich, dass Eckart Märzke dem FC Stahl in irgendeiner Form weiterhin erhalten bleibt.