13. Februar 2020 / 16:38 Uhr

Stahl-Vorsitzender Bernd Götze: "Ich bin kein Alleinherrscher"

Stahl-Vorsitzender Bernd Götze: "Ich bin kein Alleinherrscher"

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Vorstand 11.06.2018-05
Der Vorstand des SV Stahl Hennigsdorf um den Vorsitzenden Bernd Götze (3. von rechts) lädt am Freitag zum traditionellen Neujahrsempfang. © Verein
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In Hennigsdorf findet am Freitag der Neujahrsempfang des SV Stahl statt. Gleichzeitig werden Auszeichnungen durch die Vereinsführung vorgenommen.

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Der größte Verein Oberhavels startet mit seiner offiziellen Jahresauftakt- und Auszeichnungsveranstaltung in das Sportjahr 2020. Im Vorfeld der Veranstaltung sprach der SPORTBUZZER mit dem 59-jährigen Vereinsvorsitzenden Bernd Götze.

30 Jahre nach der Neugründung. Ist für den Verein 2020 ein besonderes Jahr?

Nein. Wir hatten vor zwei Jahren ein 70-jähriges Jubiläum, das war wesentlich größer und bedeutender. Jetzt bewegen wir uns in einem normalen Rahmen.

Wie schätzen Sie die Gesamtsituation des Vereins ein?

Wir fangen von den Mitgliederzahlen langsam wieder an zu wachsen, nach dem wir die letzten zwei Jahre doch stagniert haben. Wir haben schon jetzt für das laufende Kalenderjahr 50 neue Mitglieder registriert. Es ist eine gute Ausgangsbasis, für eine weitere Entwicklung geschaffen. Wir haben aber auch Projekte außerhalb des Vereins, wollen die Vereinsapp zusammen mit dem Stadtsportbund Hennigsdorf umbauen und für alle Sportvereine der Stadt öffnen. Damit kann sich dann eine Vielzahl von weiteren Vereinen präsentieren. Da muss man dann auch mit der Zeit gehen.

Stahl Hennigsdorf gilt mit den rund 1350 Mitgliedern als „Größter Sportverein in Oberhavel“. Wie bewerten Sie das?

Wir sind gut aufgestellt und bieten in unseren zwölf Abteilungen 22 verschiedene Sportarten an. Wir nutzen als Verein fast alle Sportanlagen in Hennigsdorf und haben mit den Oberhavel Kliniken eine gute Kooperation im Hinblick auf Gesundheit-und Herzsport. Da kümmern wir uns bei Fragen schnell und kompetent. Mit der Sanierung des Vereinsheims, das wir von der Stadt gepachtet haben, haben wir zudem gezeigt, dass wir als Verein auch als Bauherr auftreten können und solche Projekte managen können. Wir haben insgesamt sehr gute Möglichkeiten, durch den Vereinsbus, den Kastenanhänger und auch den Mehrzweckraum im Vereinsheims.

Stichwort Vereinsheim: Die Modernisierung ist mittlerweile beendet?

Es müssen noch kleinere Arbeiten sowie Einrichtungsarbeiten erledigt werden. Aber ab Mitte März können die Sportler das Vereinsheim nutzen. Denn es ist ja gleichzeitig auch ein Trainingsstandort für unsere Boxer-und Kickboxer im Verein, die enormen Zulauf haben. Die waren schon etwas gehandicapt in der vergangenen Zeit. Mit dem neu geschaffenen Mehrzweckraum sind wir noch attraktiver geworden, können dort Schulungen, Projekte aber auch einfach Veranstaltungen für unsere Mitglieder durchführen.

Welche Ziele stellt sich der Verein denn für das laufende Kalenderjahr?

Es gilt die bestehenden Sachen zu festigen. Zudem gucken wir immer, welche neuen Sportangebote können wir aufnehmen, um ein breiteres Angebot zu schaffen. Neben dem Vereinshaus geht es auch darum, dass Grundstück drumherum herzurichten. Da soll noch im ersten Halbjahr 2020 das Kleinsportfeld errichtet werden. Zudem gilt es, die weiteren Außenanlagen fertig zu stellen. Dann können wir uns auf die nächsten, wichtigen Aufgaben konzentrieren.

Bis zum Jahr 2021 sind Sie noch Vorsitzender des Vereins, nach dem Sie 2013 in das Amt gewählt wurden. Wie sieht ihre Zukunft aus?

Noch läuft ja meine Wahlperiode. Ich bin aber kein Mensch, der sich an einen Posten klammert. Die Freude und der Spaß in der Vereinsarbeit überwiegen aber gegenüber dem Frust. Wir sind im Vorstand ein gutes Team. Ich treffe ja keine Einzelentscheidungen. Wir sprechen das an der ’Triplespitze’ des geschäftsführenden Vorstandes ab. Ich bin kein Alleinherrscher.

30 Jahre existiert der SV Stahl Hennigsdorf nach der Neugründung. Wenn wir einmal 30 Jahre weiter blicken. Wie sehen da die Visionen des Vereins aus?

Es ist wichtig, dass wir die 30 Jahre als so ein großer Verein geschafft haben. Die damalige BSG Stahl war noch viel größer, doch einige Sportarten hatten sich nach der Neugründung abgetrennt. Trotzdem haben wir die Struktur im Verein in all den Jahren konstant weiter entwickelt, sind überlebensfähig und haben uns den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit angepasst. Die Regelwerke des Vereins wurden definiert und auf den Delegiertenversammlungen werden die zukunftsweisenden Entscheidungen getroffen. Da muss man immer ein offenes Ohr für die aktuellen Entwicklungen haben. Wofür man heute belächelt wird, kann in einer anderen Generation sehr wichtig sein. Darauf muss man sich einstellen.

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