03. Juli 2020 / 20:41 Uhr

Ständige Kritik von Friedhelm Funkel: Düsseldorf-Boss Thomas Röttgermann genervt - "Schlecht beraten"

Ständige Kritik von Friedhelm Funkel: Düsseldorf-Boss Thomas Röttgermann genervt - "Schlecht beraten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedhelm Funkel übt öfter Kritik an Fortuna Düsseldorf. Dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann gefällt das nicht.
Friedhelm Funkel übt öfter Kritik an Fortuna Düsseldorf. Dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann gefällt das nicht. © imago images/Beautiful Sports/Pressefoto Baumann
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Seit seiner Entlassung bei Fortuna Düsseldorf verpasst Ex-Trainer Friedhelm Funkel kaum eine Gelegenheit über seinen ehemaligen Verein zu sprechen. Gegenüber der "Rheinischen Post" haben sich nun mit dem Fortuna-Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann und Sportvorstand Uwe Klein zwei Düsseldorf-Bosse irritiert gezeigt.

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Kein Funktionär oder Experte war in dieser Saison so oft in Fußball-Talkshows zu Gast wie Friedhelm Funkel. Acht Mal seit seiner Entlassung bei Fortuna Düsseldorf (Ende Januar 2020) wurde der 66-Jährige unter anderem im "Doppelpass" bei Sport1 oder der Sendung "Sky90" eingeladen - und sprach auch immer wieder über seinen ehemaligen Arbeitgeber. Zuletzt machte Funkel mit der Aussage, dass der Düsseldorf-Abstieg in die 2. Liga "absolut vermeidbar" gewesen wäre, Schlagzeilen. Eine Aussage, die bei den Bossen und Funkel-Nachfolger Uwe Rösler nicht gut angekommen war.

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Für den Vorstandsvorsitzenden der Düsseldorfer, Thomas Röttgermann, ist nun eine Grenze erreicht worden, wie er gegenüber der Rheinischen Post sagte. "Ich hatte die - vielleicht naive – Hoffnung, dass sich die Anzahl von Friedhelms Auftritten und öffentlichen Kommentaren mit der Zeit reduzieren würde", so der 59-Jährige, der nun ein Gespräch mit Funkel will. "Das ist so nicht eingetreten, deshalb werden wir jetzt auf ihn zugehen und mit ihm sprechen." Der Ex-Düsseldorf-Trainer, dessen Vertrag sich im Fall eines Klassenerhalts der Fortuna sogar noch um ein Jahr verlängert hätte, sei laut Röttgermann "einfach nicht gut beraten, die Dinge so zu machen, wie er sie gerade macht".

Düsseldorf-Boss Klein über Funkel: "Haben uns ein bisschen gewundert"

Zuletzt hatte Funkel sogar ein Comeback in Düsseldorf in Aussicht gestellt: Er könne sich eine Rückkehr zu den Rheinländern vorstellen, sagte der ehemalige Trainer der Rheinischen Post. "Ich bin in meinem Leben nie vor Verantwortung weggelaufen. Unter gewissen Umständen wäre ich bereit, mich bei Fortuna wieder einzubringen", erklärte er. "Dazu müssten sich aber gewisse Dinge ändern, so etwas geht im Fußball manchmal ganz schnell. Es ist sicherlich nicht verkehrt, einiges auf mehrere Schultern zu verteilen." Er ließ offen, welche Position er anstrebt und welche Umstände ihn zu einem Umdenken veranlassen könnten. Zudem ließ Funkel durchblicken, dass er den Düsseldorfern unter seiner Führung größere Chancen auf den Klassenverbleib zugebilligt hätte. "Ich sage nicht, mit mir hätten wir das hundertprozentig geschafft. Aber die Hoffnung wäre sehr groß gewesen."

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Aussagen, die auch bei Fortuna-Sportvorstand Uwe Klein nicht gut angekommen sind: "Wir haben uns in den vergangenen Tagen schon ein bisschen gewundert. Ich habe Friedhelm immer als fairen und respektvollen Trainer erlebt, und dass er sich zuletzt in der Öffentlichkeit sehr oft über unsere Arbeit geäußert hat, passt überhaupt nicht zu ihm", tadelte der Nachfolger von Lutz Pfannenstiel. "Das ist auch bei vielen, speziell in der Mannschaft, negativ aufgenommen worden." Auf Abstiegs-Trainer Uwe Rösler wolle Klein dagegen weiter setzen: "Auch aus der Mannschaft kommen klare Signale, dass wir einen sehr guten Trainer haben, einen absoluten Fachmann."