15. August 2020 / 19:33 Uhr

Stark! Chemie Leipzig siegt 3:1 zum Saisonauftakt

Stark! Chemie Leipzig siegt 3:1 zum Saisonauftakt

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
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Chemie Leipzigs Stephane Mvibudulu erzielte den vorentscheidenden Treffer zum 2:0. © Christian Donner
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Grund zur Freude in Leutzsch: Das Team von Trainer Misroslav Jagatic gewann gegen den BFC Dynamo hochverdient mit 3:1. Die Treffer erzielten Petracek, Mvibudulu und Wendschuch. 

Leipzig. Der Einstieg in die schönste und schwerste Regionalliga-Saison aller Zeiten konnte für die BSG Chemie Leipzig nicht besser gelingen. Mit einem 3:1-Sieg konnten die Leutzscher nicht nur sich, die 850 Fans und den BFC Dynamo überraschen, sondern zeigten auch eine schnelle und starke Offensivleistung.

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Das erste Heimspiel der neuen Saison begann unter Hygienebedingungen und damit vor einem leeren Norddamm. Miroslav Jagatic schickte die Neuzugänge Morgan Fassbender und Stephane Mvibudulu von Beginn an auf den Platz. BFC-Trainer Christian Benbennek veränderte seine Mannschaft nach der Pokalschlappe gegen die VSG Altglienicke auf vier Positionen.

DURCHKLICKEN: Im August 2020 schlug Chemie den BFC Dynamo 3:1

Toller Erfolg zum Saisonauftakt: Die BSG Chemie Leipzig gewann gegen den BFC Dynamo hochverdient mit 3:1. Zur Galerie
Toller Erfolg zum Saisonauftakt: Die BSG Chemie Leipzig gewann gegen den BFC Dynamo hochverdient mit 3:1. ©

Die ersten zwanzig Minuten schenkten sich die beiden Mannschaften nichts, engagiert wurde um jeden Zentimeter auf dem Platz gekämpft. Trainer Jagatic bescheinigte seiner Mannschaft in dieser Phase fehlende Passgenauigkeit. In der 40. Minute stand der Alfred-Kunze-Sportpark Kopf. Stürmer Tomas Petracek, der aufgrund einer Verletzung bei einigen Testspielen gefehlt hatte, besiegelte eine Sololauf mit dem ersten Saisontor der BSG. Das Spiel wurde immer ruppiger, doch Chemie konnte die Berliner weiter auf Distanz halten und erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff durch einen Treffer von Stephane Mvibudulu. Endlich nutzten die Leutzscher einmal ihre Chancen konsequent und belohnten sich für ihr engagiertes Spiel. Die Anzeigetafel auf dem Norddamm zeigte eine beruhigende 2:0-Pausenführung.

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Die Wut im Bauch, die der BFC nach der Altglienicke-Niederlage besaß, machte sich in den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff bemerkbar. Die Berliner tauchten immer wieder vor dem Kasten von Benjamin Bellot auf, der jedoch souverän die Führung verteidigte. Chemie-Trainer Jagatic schickte mit Alexander Bury und Florian Kirstein in der 53. Minute zwei neue Offensivkräfte auf dem Platz. Nach der Roten Karte gegen Alexander Bury, die für genügend Gesprächsstoff sorgte, wurde es noch einmal unruhig auf dem Platz. Sollte die BSG die sichere Führung noch aus den Händen geben? Nicht an diesem Tag: Andy Wendschuch staubte ab zum 3:0 und sorgte im "AKS" für Jubelstürme.

Der Ehrentreffer der Berliner fiel in der Nachspielzeit und hatte nicht mehr als statistischen Wert. Da sang der Dammsitz schon „Spitzenreiter, Spitzenreiter“.Den "Platz an der Sonne" teilt sich nach dem ersten Spieltag die BSG mit Hertha II, die den Lokalrivalen Lok Leipzig ebenfalls mit 3:1 schlugen.Trainer Jagatic aber tritt auf die Euphoriebremse und empfiehlt „die Kirche im Dorf zu lassen“. Es geht darum diszipliniert zu sein, damit bald mehr Fans das Spiel im Stadion verfolgen können. Und Gästecoach Christian Benbennek pflichtet dem bei: „Fußball geht nicht ohne Fans“.