27. Februar 2021 / 16:00 Uhr

Stark! Dynamo Dresden schickt Verfolger Ingolstadt mit 4:0 nach Hause

Stark! Dynamo Dresden schickt Verfolger Ingolstadt mit 4:0 nach Hause

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
SG Dynamo Dresden - FC Ingolstadt
Starke Vorstellung der SG Dynamo Dresden: Im Spitzenspiel der Dritten Liga schlugen die Elbestädter den FC Ingolstadt mit 4:0. © Steffen Manig
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Die Elf von Trainer Markus Kauczinski bewies im Topspiel der Dritten Liga ihre Klasse und hat in eindrucksvoller Manier die Tabellenführung gefestigt. Die Treffer der Schwarz-Gelben erzielten Heinz Mörschel, Ransford Yeboah Königsdörffer, Luka Stor und der Ingolstädter Marc Stendera per Eigentor. 

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Dresden. Mit einem souveränen 4:0 (2:0)-Heimsieg hat Dynamo Dresden das Spitzenspiel der 3. Fußball-Liga gegen den FC Ingolstadt für sich entschieden. Heinz Mörschel per Elfmeter (39.) sowie Ransford Königsdörffer (45.) kurz vorm Pausenpfiff und ein Eigentor von Marc Stendera (49.) kurz nach dem Seitenwechsel sorgten im Rudolf-Harbig-Stadion für klare Verhältnisse. In der Nachspielzeit setzte der eingewechselte Luca Stor mit seinem ersten Punktspieltor den Schlusspunkt für die sehr effektive SGD, die dadurch in der Tabelle nunmehr sieben Punkte Vorsprung auf Rang zwei hat.

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Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Bayern München II vom vergangenen Mittwoch nahm Dynamo-Trainer Markus Kauczinski zum Ende der Englischen Woche drei Änderungen in der Anfangsformation vor: Philipp Hosiner, Niklas Kreuzer und Leroy Kwadwo blieben auf der Bank, dafür begannen Pascal Sohm, Ransford Königsdörffer und Kapitän Sebastian Mai in seinem ersten Startelf-Einsatz nach Ablauf der Rotsperre.

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Das war stark! Die SG Dynamo Dresden sendet nach dem 4:0-Erfolg gegen den FC Ingolstadt ein starkes Signal Richtung Aufstieg. Zur Galerie
Das war stark! Die SG Dynamo Dresden sendet nach dem 4:0-Erfolg gegen den FC Ingolstadt ein starkes Signal Richtung Aufstieg. ©

Fünf Minuten waren gespielt, als die Schwarz-Gelben den ersten Torschuss abgaben. Christoph Daferner aber zielte nach Kopfballvorlage von Sohm deutlich links vorbei. Vielversprechend sah ein Konter nach einem Caiuby-Ballverlust aus, doch Sohms Flanke wurde zur Beute von FCI-Schlussmann Buntic, bevor Heinz Mörschel an den Ball kam (13.). Ansonsten gab es wenige Offensivaktionen in einer umkämpften Partie der beiden Spitzenteams.

Dynamo nach Standards gefährlich

Der erste Abschluss des gebürtigen Dresdners Stefan Kutschke – ein Einsatz des zuvor angeschlagenen Ingolstädter Kapitäns war bis zuletzt fraglich – ging derweil ins Seitenaus (18.). Gefährlich wurden die Gastgeber erneut über Standards. Nach einem Freistoß von Paul Will hielt Tobias Schröck seinen Gegenspieler Tim Knipping im Strafraum am Trikot – Glück für die „Schanzer“, dass Schiedsrichter Nicolas Winter keinen Foulelfmeter gab (21.).

Beide Mannschaften agierten diszipliniert und um Kontrolle bemüht, Ingolstadt dabei eher abwartend. Doch auch die Sportgemeinschaft hatte auf dem Weg nach vorn nicht die zündende Idee, sondern lauerte eher auf Fehler der Oberbayern. Christoph Daferner musste weiter hinten um seine Bälle kämpfen, traf bei einer Grätsche an der linken Außenlinie aber den Gegner und sah folgerichtig die Gelbe Karte (24.).

Dynamos Mörschel trifft vom Punkt

Defensiv stand Dynamo jederzeit sicher. Erst in der 34. Minute bekam Kevin Broll den ersten Ball auf sein Tor – einen harmlosen Kopfball von Tobias Schröck nach einem Freistoß. Nun jedoch war die Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit angebrochen, in der die Schwarz-Gelben bislang die meisten Tore erzielten. Und sie wurden tatsächlich vorn aktiver und lieferten auch diesmal – und das sogar im Doppelpack.

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(1) Kevin Broll: Kevin Broll – Der Schlussmann hatte in der ersten Halbzeit fast nichts zu tun, musste eigentlich nur mit dem Fuß ab und an mitspielen. Das „Kopfbällchen“ von Schröck war keine Herausforderung für ihn (35.), der Distanzschuss von Elva nach der Pause (59.) schon eher, doch auch da war er auf dem Posten. Dann parierte er noch gegen Niskanen (77.) und gegen Bilbija (89.). Auch in der Nachspielzeit war er noch mal in Aktion, hielt einen gefährlichen Kopfball. Respekt! Note: 2 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Kevin Broll – Der Schlussmann hatte in der ersten Halbzeit fast nichts zu tun, musste eigentlich nur mit dem Fuß ab und an mitspielen. Das „Kopfbällchen“ von Schröck war keine Herausforderung für ihn (35.), der Distanzschuss von Elva nach der Pause (59.) schon eher, doch auch da war er auf dem Posten. Dann parierte er noch gegen Niskanen (77.) und gegen Bilbija (89.). Auch in der Nachspielzeit war er noch mal in Aktion, hielt einen gefährlichen Kopfball. Respekt! Note: 2 ©

Der agile Rechtsverteidiger Ransford Königsdörffer ließ sich plötzlich auf der linken Seite blicken und schuf dort eine Überzahl. Nach Doppelpass mit Jonathan Meier drang er in den Strafraum ein. Als er auf Heinz Mörschel ablegte, grätschte Marcel Gaus ihn um. Die unstrittige Entscheidung: Foulelfmeter. Heinz Mörschel trat an, verlud Schlussmann Buntic und schob souverän zur Dresdner 1:0-Führung ein (39.).

Die Ingolstädter wollten antworten, doch als sich Eckert Ayensa mal in Dynamos Sechzehner gedribbelt hatte, kam weder er noch Kutschke zum Schuss, weil die SGD-Dreierkette alles zustellte (41.). Dann aber spielte sich die SGD in einer Drangphase noch mal vorm FCI-Tor fest. Wieder war Königsdörffer durch, diesmal schörkellos nach Doppelpass mit Mörschel, und netzte trocken zum 2:0 ein (45.). Kurz darauf war Pause nach einer ersten Halbzeit, in der sich die Geduld der äußerst effektiven Sachsen auszahlte.

3:0 nach 50 Minuten - Dynamo zeigt sich sehr effektiv

Ingolstadt hatte sich eine Aufholjagd vorgenommen im zweiten Durchgang, doch das ging voll nach hinten los. Nach Caiubys Ballverlust machte sich Pascal Sohm auf in Richtung FCI-Tor. Seinen ersten Querpassversuch auf Daferner unterband Björn Paulsen, Versuch Nummer zwei passierte dann Keeper Buntic. Auf der Linie drückte Marc Stendera den Ball ins eigene Netz – 3:0 für Dynamo (49.) und damit ein sehr komfortables Polster.

Gäste-Coach Tomas Oral reagierte mit einem Dreifach-Wechsel, brachte Niskanen, Kaya und Preißinger für Caiuby, Eckert Ayensa und Kurzweg (56.). Preißinger probierte es direkt, doch sein Schuss ging übers Tor (58.). Nur eine Minute später marschierte Caniggia Elva durch, Kevin Ehlers konnte dessen Schuss nicht mehr verhindern und Broll musste sich strecken, um den Ball zu entschärfen.

Nach 65 Minuten hatte Stefan Kutschke seinen auffälligsten Auftritt, als er seinen Dresdner Kapitänskollegen Sebastian Mai mit dem Ball abschoss, obwohl das Spiel schon unterbrochen war. Gelb für den frustrierten Kutschke, der kurz darauf für Butler das Feld räumen musste (68.). Die Schwarz-Gelben agierten nun souverän, ließen die „Schanzer“ nicht zur Entfaltung kommen ließen.

Luka Stor setzt den Schlusspunkt zum 4:0

Als Sohm den Ball über Buntic hob, aber vom FCI-Torwart rigoros abgeräumt wurde, hätten sich die Ingolstädter nicht über einen weiteren Elfmeter beschweren dürfen, doch der Pfiff blieb aus. Schröck hatte den sich auf Tor senkenden Ball per Kopf kurz vor der Linie zur Ecke geklärt (69.). Die trat Paul Will und fand Ehlers, dessen Kopfball knapp links am Kasten vorbei ging. Sohm kam nach der Behandlungspause durch den Zusammenprall mit Buntic unterdessen gar nicht mehr zurück, Luca Stor wurde für ihn eingewechselt (71.).

In der 81. Minute hatte dann auch Christoph Daferner Feierabend, Philipp Hosiner kam für ihn. Die Dresdner spielten es nun insgesamt recht locker runter. Heinz Mörschel probierte es vorn noch mal, doch die Kugel ging knapp rechts vorbei (83.). In der Nachspielzeit musste Broll noch mal gegen Bilbija zur Ecke retten. Die klärte Dynamo schnell und fuhr gegen die aufgerückten Ingolstädter über Kade einen Konter, letztlich schob Stor ins leere Tor zum 4:0-Endstand ein.