10. Oktober 2020 / 16:01 Uhr

Stark schießt Dynamo Dresden gegen Magdeburg zum Sieg im Ostklassiker

Stark schießt Dynamo Dresden gegen Magdeburg zum Sieg im Ostklassiker

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
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Derbysieg im Elb-Clásico! Die SG Dynamo Dresden gewinnt zuhause gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0. © dpa
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Der Ex-Darmstädter erzielt beim 1:0 (0:0) der Schwarz-Gelben über die Blau-Weißen vom 1. FC Magdeburg das alles entscheidende Tor.

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Dresden. Es war kein großes Spiel, aber der Sieg war am Ende hochverdient: Dynamo Dresden bestimmte das Traditionsduell gegen den 1. FC Magdeburg vor 999 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion klar und setzte sich letztlich knapp mit 1:0 (0:0) durch. Für die Truppe von Trainer Markus Kauczinski besorgte Yannick Stark in der 54. Minute das Tor des Tages. Er stellte mit seinem ersten Saisontreffer in der Liga den ersten Heimsieg der Schwarz-Gelben in der neuen Drittliga-Saison sicher. Schon beim 4:1 im Pokal gegen den HSV hatte er getroffen. Die Magdeburger blieben durch die dritte Saisonniederlage weiter sieglos und kleben am Tabellenende fest.

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Die Dresdner begannen das 75. Duell beider Mannschaften mit drei Änderungen in der Startformation. Für den gelb-rot-gesperrten Tim Knipping rückte Kevin Ehlers in die Innenverteidigung, für Panagiotis Vlachodimos kam Ransford-Yeboah Königsdörffer auf dem linken Flügel zum Einsatz und in der Spitze ersetzte Philipp Hosiner den zuletzt dort gesetzten Christoph Daferner. Dynamo startete aber verhalten in die Partie, man war darauf bedacht, keine Fehler zu machen, mied das Risiko. Die Kauczinski-Elf hatte mehr Ballbesitz, doch nach vorn lief das Spiel nur schleppend. Zu selten ging es schnell über die Flügel, so blieben Torszenen Mangelware. Paul Wills Schuss in der 4. Minute ging vorbei, ein zweiter Fernschuss des Rotschopfes wurde von Tobias Müller geblockt (27.). Zwei Minuten später war Will auch an der besten Dresdner Chance beteiligt, als er nach einem abgewehrten Schuss von Yannick Stark in den Strafraum vordrang, in die Mitte zu Hosiner spielte, aber mitansehen musste, wie der Kopfball des Österreichers vom Magdeburger Schlussmann Morten Behrens großartig pariert wurde.

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Heimsieg! Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Derby gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0. Zur Galerie
Heimsieg! Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Derby gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0. ©

Von den Magdeburgern, bei denen der in dieser Woche neu verpflichtete Alexander Bittroff als Rechtsverteidiger gleich sein Debüt feierte, kam wenig im Spiel nach vorn. Die Hoßmang-Elf beschränkte sich größtenteils darauf, die eigene Spielhälfte zu verteidigen. Eher zufällig kam Korbinian Burger mal zum Abschluss, doch sein Schuss aus 17 Metern war kein Problem für Kevin Broll im Dynamo-Kasten (12.). Wirklich gefährlich waren die Blau-Weißen nur einmal, als Kapitän Christian Beck einen Eckball von Jürgen Gjasula auf das Tor köpfte, aber Broll nicht bezwingen konnte (29.).

Dynamo trifft im Nachsetzen

Nicht eingreifen musste Broll dann nach Wiederbeginn, als Maximilian Franzke den Ball auf Beck ablegte, der Torjäger des FCM aber deutlich aus 17 Metern Torentfernung verzog (46.). Weitaus gefährlicher war da die Chance von Hosiner, der nach einem straffen Zuspiel von Diawusie den Ball unter Kontrolle bekam, aber knapp am linken Pfosten vorbeischoss (51.). Drei Minuten später aber fand der Ball doch den Weg ins Ziel: Patrick Weihrauch brachte einen Freistoß von der linken Seite herein, Will köpfte die Kugel an die Latte, den Abpraller schoss Stark aus dem Hinterhalt ein. Das erste Saisontor des Ex-Darmstädters in der 3. Liga, nachdem er schon im Pokal erfolgreich gewesen war. “Auf solche Situationen lauere ich im Spiel”, sagte Stark später über sein Abstaubertor.

Hosiner hätte in der 58. Minute gleich nachlegen können, Königsdörffers Eingabe lenkte der Burgenländer aber über das FCM-Tor. Seine dritte gute Torchance in seinem ersten Punktspiel in der Startelf der Dresdner. Die hatten das Spiel auch in der Folge im Griff, die Gäste scheuten noch, alles auf eine Karte zu setzen und wollten hinten nicht aufmachen. Erst um die 70. Minute heraus tat der Europapokalsieger von 1974 etwas mehr, doch alles wirkte behäbig, Dynamo zerstörte den Spielaufbau der Gäste meist schnell. Konter der Dresdner schlossen sich an, doch Diawusies Eingabe konnte Hosiner per Kopf nicht im Tor versenken – Behrens klärte mit dem rechten Arm gerade noch zur Ecke (73.). Wenig später ging der Eisenstädter, für ihn kam Daferner für die letzte Viertelstunde (75.), ehe auch Julius Kade für Weihrauch (78.) eingewechselt wurde. Kade kam auch gleich an eine Eingabe Königsdörffers, doch der Ball ging knapp am langen Pfosten vorbei (80.). Später brachte Kauczinski auch noch Vlachodimos für Königsdörffer (82.), Rückkehrer Marvin Stefaniak blieb somit ohne Einsatz. Die Mannschaft von Trainer Thomas Hoßmang versuchte in der Nachspielzeit noch einmal alles, aber sie war im Angriff einfach nicht zwingend genug und fuhr mit leeren Händen heim.

Dynamo: Broll – Kulke, Mai, Ehlers, C. Löwe – Will, Stark – Diawusie, Weihrauch (78. Kade), Königsdörffer (82. Vlachodimos) – Hosiner (75. Daferner)