10. März 2020 / 17:21 Uhr

Starke Defensive: HSG Nord triumphiert im Derby mit 30:25

Starke Defensive: HSG Nord triumphiert im Derby mit 30:25

Hartmut Butt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
„Derbysieg, Derbysieg“: Die HSG Nord feierte ihren Erfolg bei der SG Zweidorf/Bortfeld mit einem ausgelassenen Tänzchen.
„Derbysieg, Derbysieg“: Die HSG Nord feierte ihren Erfolg bei der SG Zweidorf/Bortfeld mit einem ausgelassenen Tänzchen. © Fotos: Hartmut Butt
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„Hier regiert die HSG!“ Immer wieder brüllten die Edemissener Anhänger diese vier Worte durch die Bortfelder Sporthalle. Und sie hatten recht. Über weite Strecken des Derbys in der Handball-Landesliga bestimmten die Gäste das Geschehen. Am Ende gewannen sie mit 30:25 und versetzten damit den Titelhoffnungen der Bortfelder einen ganz herben Dämpfer.

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SG Zweidorf/Bortfeld – HSG Nord Edemissen 25:30 (12:17). „Uns war im Vorfeld klar, dass wir gegen so eine angriffsstarke Mannschaft wie Edemissen durchaus 30 Gegentore kassieren können, obwohl wir über eine gute Abwehr verfügen“, sagte SG-Coach Martin Kays. Er war im Vorfeld aber auch sicher, dass sein wurfgewaltiger Angriff mehr als 30 Treffer werfen kann. Das gelang jedoch nicht, was auch an den personellen Engpässen lag: Mit Tobias Brümmer, Stephan Waltermann und Marius Schröder fielen gleich drei Rückraumspieler aus. Vor allem der Ausfall von Brümmer schmerzte, der nicht nur im Angriff sichtlich fehlte. Auch in der Abwehr machte sich sein Fehlen deutlich bemerkbar.

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Es spricht für Kays, dass er die Niederlage aber nicht an den Ausfällen festmachen wollte. „Ich habe gute und erfahrene Landesliga-Spieler, die solche Lücken füllen können“, sagte der Coach,dessen Team auch zunächst mit 5:3 führte. Edemissen glich zum 5:5 aus – und als Marcel Frühauf zwei Siebenmeter für die SG verwarf, nutzte die HSG das und zog mit 9:6 in Front.

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Auffälligster Akteur bei Edemissen war Jesper Langeheine, dessen Würfe die neuformierte SG-Abwehr oft nicht blocken konnte – am Ende hatte er 14 Tore geworfen. Auf der anderen Seite stand die Abwehr der HSG mit Langeheine und Ayke Donker im Deckungszentrum gut.

Dahinter zeigte Nico Grotefend immer wieder starke Paraden – mit seinem gelben Trikot zog er die Bälle magisch an. „Natürlich ist es ein Vorteil, wenn man gut in ein Spiel kommt und gleich zu Beginn einige Bälle hält. Das gibt Selbstvertrauen“, sagte Grotefend. Mit ihm als sicherem Rückhalt zogen die Gäste zwischenzeitlich auf sechs Tore in der ersten Hälfte davon.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich die SG – angetrieben von Spielmacher Gerrit Büüs – aber zurück: Patrick Reckewell verkürzte in der 43. Minute auf 20:21. Bis zum 21:22 blieb es spannend, dann sorgte Langeheine wieder für Entlastung, indem er zweimal traf (24:21). „Wir haben immer weitergekämpft, obwohl Bortfeld auf einen Treffer herangekommen ist. Unsere Abwehr hat großartig gearbeitet und dem starken Angriff von Bortfeld nicht viele Möglichkeiten geboten“, sagte ein überglücklicher Grotefend.

Martin Kays hingegen war nach Spielschluss sichtlich enttäuscht. „Wir haben zu viele klare Möglichkeiten liegengelassen. Das fängt mit vier verworfenen Siebenmetern an und hört mit mehreren Latten- und Pfostentreffer auf. Uns fehlte außerdem die Leichtigkeit im Spielaufbau.“

Zweidorf/Bortfeld: Pursche, M. Lehne – M. Frühauf (7/2), Zakravsky (3/1), Reckewell (3), Büüs (3), Walter (3), Schulze (2), J. Frühauf (2), Gerstung (1), P. Lehne (1), Kratschmer, Duschek.

HSG Nord: Grotefend, Arlt – Langeheine (14), Hoffmann (4/3), Donker (4), L. Rauls (3), M. Streit (2), Görl (1), Winkler (1), Williamson (1), Müller, Falkenhain, Funk.

Siebenmeter: Bortfeld 3/7, Edemissen 3/4.

Zeitstrafen: Bortfeld 4, Edemissen 4.