12. Juni 2019 / 13:48 Uhr

Starke Hinrunde, schwache Rückrunde: FC Lehrte will wieder "die Landesliga ins Visier nehmen"

Starke Hinrunde, schwache Rückrunde: FC Lehrte will wieder "die Landesliga ins Visier nehmen"

Dirk Drews
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
FC Lehrte-Trainer Willi Gramann war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden.
FC Lehrte-Trainer Willi Gramann war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden. © Debbie Jayne Kinsey
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Die zweite Bezirksliga-Spielzeit nach dem Abstieg aus der Landesliga ist vorbei. Nach zwei verschiedenen Saisonhälften steht der FC Lehrte am Ende auf dem elften Rang. Ein kleiner Umbruch steht an, der die Lehrter wieder nach oben bringen soll.

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Der 3:2-Erfolg im finalen Match gegen TuS Garbsen war zwar ein versöhnlicher Abschluss, doch die enttäuschende Saison 2018/2019 konnte der FC Lehrte nicht mehr retten. Nach dem Abstieg 2017 aus der Landesliga bedeutete der elfte Rang im Abschlussklassement die schwächste Platzierung in der Bezirksliga. Lag es vielleicht sogar daran, dass die technisch beschlagene Elf fast alle Heimspiele auf dem holprigen B-Platz am Hohnhorstweg ausgetragen hatte? "Auf dem A-Platz hatten Maulwürfe gewütet, deshalb mussten wir ausweichen. Es war sicher kein Vorteil für uns, dort zu spielen. Aber dass es nach einer guten ersten Halbserie zu einem Einbruch in der Rückrunde kam, hing vor allem mit der schlechten Vorbereitung in der Winterpause zusammen", erklärte Trainer Willi Gramann.

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©
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Schwache Trainingsbeteiligung

Die Trainingsbeteiligung sei wegen beruflicher Verhinderungen und der vielen verletzten Spieler einfach mangelhaft gewesen. Zum Glück habe sein Team zuvor schon viele Punkte geholt, sonst wäre es mit dem Klassenerhalt noch einmal eng geworden. In der ausgeglichenen Staffel 2 konnte seine Mannschaft 45 Punkte sammeln - nur sieben weniger als der Vizemeister, aber fünf mehr als in der vorherigen Saison in der Staffel 3, als 40 Zähler zu Rang acht reichten.

Diese Position hätte der FC auch nach dem großen personellen Umbruch sogar toppen können. "Der Auftakt mit dem 3:1-Sieg beim TSV Stelingen verlief vielversprechend, und auch im weiteren Saisonverlauf hat die Mannschaft super gespielt und nach der Hinrunde Platz drei belegt", konstatierte der FC-Coach.

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Ohne Patrick Heldt geht es nicht

Aber auch die insgesamt 30 Tore seines Ko-Spielertrainers Patrick Heldt, der damit fast die Hälfte aller Treffer erzielte, und die Torschützenliste der Staffel als Nummer eins anführte, konnten den tabellarischen Absturz nicht verhindern. Mit dem 38-jährigen Goalgetter, der Trainerurgestein Gramann als Assistenzcoach weiterhin zur Verfügung stehen wird, soll auch die neue Saison in Angriff genommen werden. "Heldt zählt neben Torwart Marc Perrei, Michael Duraj und Dawid Dziegielewski zu den Leistungsträgern im Team, das jetzt noch gezielt verstärkt wird. Wir wollen ja langfristig die Landesliga ins Visier nehmen", betont Gramann.

Die Bilder der Partie MTV Ilten - FC Lehrte:

Iltens Ole Fieweger (links) im Laufduell mit Lehrtes Tobias Schmitt (rechts). Zur Galerie
Iltens Ole Fieweger (links) im Laufduell mit Lehrtes Tobias Schmitt (rechts). ©

Viele Abgänge, viele Neuzugänge

Erneut wird es im FC-Kader jedoch zu größeren Veränderungen kommen: Mit Abwehrrecke Mateusz Duraj, der sich dem Kreisligisten MTV Immensen anschließt, Dennis Herrmann (SG Letter 05), Dimitri Gottfried (TSV Burgdorf), Demba Koma (Heeßeler SV II), Benedikt Rudolf, Okan Dogan (beide Ziel unbekannt) und Amir Morad (TuS Harenberg) verlassen sieben Akeure die Mannschaft, der sich auf der anderen Seite ein halbes Dutzend Spieler anschließen werden.

Es sind Torwart Philipp Sauer, Abwehrspieler Robin Günther und Stürmer-Rückkehrer Michael Fitzner (alle vom Landesligisten TSV Burgdorf), Konstantin Kutz vom Landesligisten Heeßeler SV, Philipp Baye vom Kreisligisten TSV Haimar/Dolgen und Tayfun Dizdar.

Der Stürmerneuzugang hat in den vergangenen beiden Bezirksligaspielzeiten für die Spvgg. Niedersachsen Döhren (17 Tore) und den SV Lachem-Haverbeck (18) insgesamt 35 Treffer erzielt. "Die personellen Voraussetzungen sind da, oben in der Liga mitzuspielen. Wir werden den Kader in der Breite aber noch verstärken. Planen mit zwei, drei weiteren Spielern", unterstreicht der FC-Trainer, der seine Mannen am 2. Juli zum Trainingsauftakt bittet.

Bis dahin soll auch der von den Maulwürfen lädierte A-Platz wieder hergerichtet sein. "Wir werden dann entscheiden, ob auf dem Haupt-oder B-Platz gespielt wird", sagte Gramann. Den ersten Test bestreitet sein Team ohnehin erst einmal auswärts. Am 5. Juli steht der Bezirksligist beim Regionalligaabsteiger Lupo Martini Wolfsburg auf dem ersten Prüfstand.

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