11. August 2019 / 19:51 Uhr

Starker Algermissen reicht HSC gegen Oldenburg nicht für Punkte

Starker Algermissen reicht HSC gegen Oldenburg nicht für Punkte

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Oldenburgs Dennis Rosin (rechts) tanzt zwei Gegenspieler aus.
Oldenburgs Dennis Rosin (rechts) tanzt zwei Gegenspieler aus. © Debbie Jayne Kinsey
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Wieder ist es nichts gewesen mit Toren für den HSC. Das Heimspiel gegen den VfB Oldenburg ging mit 0:3 (0:0) verloren. Somit jubelte am Ende nur die Mannschaft von Trainer Alexander Kiene, der von einem „tollen Erlebnis“ sprach, beim HSC spielen zu können. 

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Weniger begeistert ist HSC-Trainer Martin Polomka gewesen. „Der Oldenburger Sieg ist auch in der Höhe verdient“, sagte er. Als nach dem Spiel Kiene freudestrahlend seine Spieler abklatschte und sich mit dem Team bei den rund 100 mitgereisten Anhängern bedankte, standen die HSC-Kicker und der Trainerstab im Spielerkreis. Innenverteidiger Deniz Tayar richtete dabei das Wort an die Mitspieler. „Es ist auch meine Aufgabe als älterer Spieler, einige Dinge anzusprechen“, sagte der 35-Jährige.

Er wollte mit seiner Motivationsansprache alle wieder aufrichten. „Wir können in dieser Liga gar nicht verlieren“, sagte er. Damit meinte er, dass alle Akteure ganz viel aus jeder Partie für sich und die eigene fußballerische Entwicklung lernen können. „Wir müssen in der Woche wieder akribisch arbeiten, es im nächsten Spiel besser machen und dann wird der Knoten vorne auch mal platzen“, sagte der Innenverteidiger.

Bilder der Regionalligapartie zwischen dem HSC Hannover und VfB Oldenburg

HSC-Stürmer Martin Wiederhold (rechts) beim Shakehands mit seinem Trainer Martin Polomka. Zur Galerie
HSC-Stürmer Martin Wiederhold (rechts) beim Shakehands mit seinem Trainer Martin Polomka. ©
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Algermissen pariert Strafstoß

Zunächst platzte der Knoten auch bei den Oldenburgern nicht, wenngleich sie vor 685 Zuschauern großartige Einschusschancen besaßen. Nach Foul von Niklas Kiene an Kifuta Kiala Makangu nach 1:25 Minuten im Spiel parierte HSC-Torwart Sascha Algermissen den Elfmeter von Ibrahim Temin. Dennis Rosin spielte gefühlt die halbe HSC-Hintermannschaft schwindelig, chippte den Ball freistehend über Algermissen und über die Latte (17.). „Wenn sie heute nicht gewinnen wollen, weil sie die Chancen nicht nutzen, dann gewinnen wir halt das Spiel“, sagte Polomka in der Pause seiner Mannschaft.

Doch so richtig wollte der HSC das auch nicht. Die Möglichkeiten, die durchaus da waren, wurden viel zu leichtfertig vergeben, „oftmals haben wir die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte Tayar und bezog sich selbst in die Kritik mit ein. Zudem erlaubten sich die Gastgeber einige leichtfertige Ballverluste im Aufbauspiel. Die Oldenburger nutzten das mit schnellem Umschaltspiel, scheiterten aber zunächst immer wieder an sich selbst oder an Algermissen.

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Kiene bestimmt Freistoßschützen zur VfB-Führung

Alexander Kiene leitete schließlich selbst die Führung seines Teams ein: Nach einem Freistoßpfiff standen zunächst drei Oldenburger zur Ausführung bereit, Kiene rief mehrfach „Effe“ hinein und meinte damit Efkan Erdogan. Dieser hielt flach drauf, der Ball ging unter der Mauer durch und schlug in den Maschen ein (67.). Kiene stürmte jubelnd auf das Feld. Einen Sprint über das halbe Spielfeld, wie ihn seine Spieler nicht besser gekonnt hätten, legte er zwei Minuten später hin. Der HSC war bei einem schnellen Konter des VfB nicht auf dem Posten – Makangu verwertete aus kurzer Distanz.

Der HSC war angeknockt, die Köpfte gingen nach unten. „Wir haben einige Spieler, die noch nicht in der Regionalliga gespielt haben“, stellte sich Tayar schützend vor das Team. Die Luft war raus, auch eine fast zehnminütige Überzahl aufgrund einer verletzungsbedingten Behandlung – Oldenburg hatte zu dem Zeitpunkt schon dreifach gewechselt – konnten die Gastgeber nicht nutzen.

Die endgültige Entscheidung besorgte erneut Makangu, der nach einer starken Parade von Algermissen aus kurzer Distanz abstaubte (86.). Der HSC hat hingegen ein eindeutiges Torschussproblem. Denn selbst aus elf Metern gelang es nicht, den Ball im Netz unterzubringen. Nach Foul an Rodi Hezo drosch Kapitän Ferhat Bikmaz den Elfmeter weit über die Querlatte (90.+1).

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