20. Januar 2020 / 16:00 Uhr

Starker Steffen-Start: Der VfL-Flügelkämpfer will mehr spielen und zur EM

Starker Steffen-Start: Der VfL-Flügelkämpfer will mehr spielen und zur EM

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
MUNICH, GERMANY - DECEMBER 21: (BILD ZEITUNG OUT) Renato Steffen of VfL Wolfsburg looks on during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and VfL Wolfsburg at Allianz Arena on December 21, 2019 in Munich, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)
Schafft er es zur EM? Renato Steffen vom VfL Wolfsburg. © 2019 TF-Images
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Renato Steffen hat einen guten Start ins neue Jahr hingelegt, beim enttäuschenden 1:3 des VfL Wolfsburg zum Rückrunden-Start war der kleine Flügelkämpfer ein Aktivposten beim Fußball-Bundesligisten. Nun will der Rechtsaußen mehr...

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In der Hinrunde war Renato Steffen beim VfL Wolfsburg meist hinten dran, in der Rückrunde will der kleine Flügelspieler vorn dabei sein. Das hat er sowohl am Samstag beim enttäuschenden Rückrunden-Start (1:3 in Köln) als auch am Sonntag im Test gegen Zweitligist Hannover 96 unter Beweis gestellt. In Köln war Steffen nach seiner Einwechslung ein Aktivposten, traf – auch beim 2:1 gegen 96 belohnte er sich mit einem Treffer. „Es ist ganz gut gelaufen“, sagt Steffen, der mit seiner Einsatzzeit in der Hinserie „nicht so zufrieden" war.

Doch die Mannschaft habe eben Priorität, „ich habe trotzdem versucht, es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen, damit ich spielen darf“. Doch Steffen kam meist von der Bank, lediglich viermal hatte er in der Liga in der Startelf gestanden. „Wir haben im Trainingslager ein gutes Gespräch geführt“, erzählt der Nationalspieler der Schweiz, der einer der Gewinner der kurzen Vorbereitung ist. Er ist einer, der „Nestwärme“ braucht. „Wenn ich unbeschwert in ein Spiel gehen kann und das Vertrauen von allen Seiten spüre, kann ich meine Leistung abrufen – das habe ich in Köln gemacht. Und gegen 96 habe ich probiert, daran anzuknüpfen. Bisher sind es gute Tage für mich“, sagt der 1,70 Meter große Flügelkämpfer. Gute Tage für Steffen - das sieht auch Trainer Oliver Glasner so: „Renato ist gut drauf. Das ist schön zu sehen.“

Renato Steffen: Seine Karriere in Bildern

 Vom FC Solothurn (1. Liga in der Schweiz - vierthöchste Spielklasse) ging es für Renato Steffen zum FC Thun. Seine Empfehlung waren acht Tore in 28 Spielen. Dort startete er zuerst in der U21 (fünf Spiele, ein Tor). Bei seinem Debüt in der Schweizer Super League am 2. September 2012 legte er gleich ein Tor auf, nachdem er sechs Minuten vor Spielende eingewechselt wurde. Neun Torbeteiligungen machten die Young Boys Bern auf den Flügelterrier aufmerksam.  Zur Galerie
 Vom FC Solothurn (1. Liga in der Schweiz - vierthöchste Spielklasse) ging es für Renato Steffen zum FC Thun. Seine Empfehlung waren acht Tore in 28 Spielen. Dort startete er zuerst in der U21 (fünf Spiele, ein Tor). Bei seinem Debüt in der Schweizer Super League am 2. September 2012 legte er gleich ein Tor auf, nachdem er sechs Minuten vor Spielende eingewechselt wurde. Neun Torbeteiligungen machten die Young Boys Bern auf den Flügelterrier aufmerksam.  ©

In der Vergangenheit hat er gezeigt, dass er flexibel einsetzbar ist. Mal durfte er hinten links ran, dann mal auf dem linken Flügel, aber am liebsten spielt er als Rechtsaußen. „Ich habe dem Trainer allerdings auch gesagt: Wenn die Mannschaft mich braucht, spiele ich auch wieder auf einer anderen Position“, sagt Wolfsburgs Nummer 8, die gern schon in Köln zur ersten Elf gehört hätte. Aber da hatte sich Glasner für Daniel Ginczek (rechts) und Josip Brekalo (links) auf den Flügeln entschieden. „Als Fußballer ist man immer enttäuscht, wenn man nicht zur ersten Elf gehört. Ich habe nach den Einwechslungen immer versucht, viel rauszuholen. Vielleicht war es im ersten Halbjahr ein Problem, dass ich mich zu viel hinterfragt habe. Dann bist du nicht frei im Kopf“, schildert Steffen, der sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, nicht mehr so viel zu grübeln.

Klar ist: Steffen möchte im Sommer zur EM. Der VfL-Profi: „Wichtig dafür ist, gute Leistungen zu zeigen, das honoriert der Nationaltrainer – ich glaube, den ersten Schritt in die richtige Richtung habe ich jetzt gemacht.“ Aber eben nicht mehr. Steffen: „Das muss jetzt so weitergehen.“

Die Stimmen zum Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg

Oliver Glasner: „Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, die Spieler haben bis zuletzt alles gegeben, auch nach dem 0:3 haben wir nicht aufgesteckt, die Körpersprache hat mir gefallen. Wir haben auch nach dem 1:3 versucht, noch das zweite Tor zu schießen. Aber heute war es so, dass wir im eigenen 16er nicht gut genug waren – und gegnerischen Strafraum, dort, wo die Spiele entschieden werden, waren wir es auch nicht.“ Zur Galerie
Oliver Glasner: „Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, die Spieler haben bis zuletzt alles gegeben, auch nach dem 0:3 haben wir nicht aufgesteckt, die Körpersprache hat mir gefallen. Wir haben auch nach dem 1:3 versucht, noch das zweite Tor zu schießen. Aber heute war es so, dass wir im eigenen 16er nicht gut genug waren – und gegnerischen Strafraum, dort, wo die Spiele entschieden werden, waren wir es auch nicht.“ ©
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