08. November 2021 / 20:39 Uhr

Starker Torhüter Marc Mohr hält Auswärtssieg des SV Azadi gegen den ATSV Stockelsdorf fest

Starker Torhüter Marc Mohr hält Auswärtssieg des SV Azadi gegen den ATSV Stockelsdorf fest

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Auch dank eines starken Keepers Mark Mohr holte der SV Azadi Lübeck am Freitag einen 1:0-Erfolg beim ATSV Stockelsdorf.
Auch dank eines starken Keepers Mark Mohr holte der SV Azadi Lübeck am Freitag einen 1:0-Erfolg beim ATSV Stockelsdorf. © SV Azadi Lübeck
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In einem äußerst schwierigen und kräftezehrenden Spiel konnte sich Spitzenreiter SV Azadi Lübeck hauchdünn gegen den ATSV Stockelsdorf durchsetzen. Türkischer SV nur 2:2 beim TSV Pansdorf II - großer Ärger um angeblich getätigte Aussagen des Schiedsrichters. MTV Ahrensbök lässt auch gegen Kronsforder SV Punkte liegen. Überraschender Kantersieg: FC Dornbreite II stürzt SV Fortuna St. Jürgen in den Keller. TuS Lübeck überzeugt, besiegt den TSV Schlutup und klettert auf Rang Vier. 

Starker Torhüter Marc Mohr hält Auswärtssieg des SV Azadi gegen den ATSV Stockelsdorf fest

ATSV Stockelsdorf - SV Azadi Lübeck 0:1

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Im einzigen Freitagsspiel der Kreisliga Süd-Ost konnte sich der SV Azadi gegen den ATSV Stockelsdorf knapp behaupten. Schiri Hannes Wulf pfiff die Partie auf seifigem und tiefem Geläuf am Bäckergang an. Beide Mannschaften taten sich verständlicherweise mit den Bodenverhältnissen schwer und es war kaum möglich, ein flüssiges Kombinationsspiel aufzuziehen. Der ATSV hielt gegen den Tabellenführer aber klasse dagegen und ließ nicht viel zu. Stodo hätte im ersten Abschnitt durch Tobias Schöning in Führung gehen können. Das einzige und somit spielentscheidende Tor fiel kurz nach der Pause, es wurde als Eigentor des Keepers Lukas Gerngroß gewertet. Ob es wirklich eins war, konnte Trainer Tarek Hepp nach dem Spiel nicht genau sagen. Mehrfach parierte Azadis Schlussmann Marc Mohr klasse und vereitelte mehrere aussichtsreiche Gelegenheiten. Der Schlussmann hat einen großen Anteil an diesem wichtigen Sieg in einem Spiel, das alles andere als einfach war. Da die Konkurrenz vom Türkischen SV und MTV Ahrensbök gepatzt hat, gewinnt dieser Erfolg nochmal mehr an Stellenwert. Stockelsdorf rutscht auf Platz Neun ab und steht nur einen Punkt vor der Abstiegszone, in der sich Fortuna St. Jürgen und der TSV Kücknitz befinden.

Tarek Hepp (Stockelsdorf): "Glückwunsch an den Tabellenführer zum glücklichen Sieg. Wir können nun wieder mal den vergebenen Torchancen hinterher trauern, das verfolgt uns nun schon die ganze Serie. Leider können wir uns einfach nicht für eine klasse Mannschaftsleistung belohnen."

Kordo Mohammad (Azadi): "Bei ungemütlichen Temperaturen gewinnen wir das Freitagabendspiel bei starken Stockelsdorfern. Über 90 Minuten sahen die Zuschauer kein gutes Kreisligaspiel auf katastrophalem Rasen. Am Ende gewinnen wir durch eine Einzelaktion und unseren Torwart. Riesenlob heute an Marc, der uns drei Mal sensationell die drei Punkte festhält. Das waren ganz wichtige drei Punkte und so ein Spiel musst du dann auch erstmal gewinnen."

Türkischer SV nur 2:2 beim TSV Pansdorf II - großer Ärger um angeblich getätigte Aussagen des Schiedsrichters

TSV Pansdorf II - Türkischer SV 2:2

Der Tabellenzweite Türkischer SV ließ am Samstag am Techauer Weg zwei Punkte liegen, sehr zur Freude des SV Azadi. Dem Führungstor von Mert Büyükdemir (14.) konnte Pansdorfs Tobias Gräfe (28.) relativ schnell etwas entgegensetzen. Nach dem Seitenwechsel gelang dem Gastgeber die erneute Führung, als Nils Krampe (58.) einnetzte. Nach dem 2:2 von Samet Demircan (73.) überschlugen sich die Ereignisse in den Schlussminuten etwas. Als Schiri Wendt Köhler in der Nachspielzeit auf Elfmeter für den TSV Pansdorf entschied, zeigten sich die Spieler der Gäste mit dieser Entscheidung alles andere als einverstanden. Yasin Pekbal wurde mit glatt rot des Feldes verwiesen. Der Strafstoß wurde vergeben und Pansdorf II hatte es hauchzart verpasst, mit dem Lucky Punch die drei Punkte zu ergattern.


Hendrik Block (Pansdorf): "Ein wirklich klasse Auftritt von uns, wir haben heute die tolle Form der letzten Wochen bestätigt. Ich bin wirklich sehr zufrieden. Das 2:2 ist am Ende denke ich das gerechte Ergebnis. Die drei Punkte waren aber direkt vor unserer Nase, doch es sollte nicht sein. Leider verschießen wir den Elfmeter, den wir quasi mit dem Schlusspfiff bekommen haben."

Mustafa Bayrak (TüSV): "Das Ergebnis ist heute zweitrangig. Es ist ganz normal, dass es zu Emotionen auf dem Feld kommt. Das passiert sowohl bei Profis als auch bei unterklassigen Mannschaften. Wie kann es aber sein, dass der Schiedsrichter mehrere von unseren Spielern am Trikot packt und wegschubst? So etwas wird doch mit rot bestraft, wenn ein Spieler das gleiche beim Schiedsrichter macht? Auch die rote Karte, die gezeigt wurde, ist fragwürdig, für einen Spieler, der nur seine eigenen Spieler zurückhielt und zum schlichten da war? Einfach nur eine bodenlose Frechheit. Vom Sport abgesehen sind die Handlungen des (Un)parteiischen einfach nur menschliches Versagen. Das ist alles, was ich zum Spiel sagen möchte. Auch die Aussage wie „Hier ist kein Basar“ oder „Ihr Türken seit nur in der Gruppe stark“, die wir uns vom (Un)parteiischen anhören mussten, sind unterste Schublade gewesen und gehören weder auf dem Fußballplatz, noch woanders hin. Was möchte uns der Schiedsrichter damit sagen? Nichtsdestotrotz bin ich froh darüber, dass meine Spieler nach solchen Aussagen ruhig bleiben konnten und die Situation nicht ausgeartet ist."

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MTV Ahrensbök lässt auch gegen Kronsforder SV Punkte liegen

MTV Ahrensbök - Kronsforder SV 1:1

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen den Türkischen SV (1:3) und den TSV Schlutup (0:2) lässt der MTV Ahrensbök weiter federn. Auch das Heimspiel gegen den Kronsforder SV konnte man nicht für sich entscheiden. Während beim MTV gleich zehn Akteure fehlten, kamen beim KSV drei Spieler aus der neuen erfolgreichen zweiten Herren zum Einsatz. Torjäger Maurice Karro konnte nicht mitwirken. Gästetrainer Patrick Hempel musste schon nach einer Viertelstunde reagieren, nachdem sich Jimmy Phantavong einen Cut zuzog und nicht weitermachen konnte. Nach einer eher ereignisarmen ersten Halbzeit traf KSV-Mittelfeldmann Benjamin Marquardt nach 56 Minuten zur Führung. 84 Minuten waren gespielt, da sah Schiri Stefan Baldin ein vermeintliches Vergehen im Strafraum und entschied auf Elfmeter für Ahrensbök. Diese Chance ließ sich Routinier Sascha Woelki nicht nehmen und erzielte das 1:1. Mit der allerletzten Aktion in diesem Spiel hielt Kronsfordes Torwart Marec Alves seinem Team das Remis fest. Ahrensbök verliert gegenüber Azadi etwas an Boden und kann den SVA selbst dann nicht einholen, wenn man die beiden ausstehenden Duelle gewinnt. Kronsforde ist mit 14 Zählern nun Siebter.

Holger Bohnsack (Ahrensbök): "Auf tiefem Boden taten wir uns schwer, ins Spiel zu finden, sodass wir wenig Chancen auf beiden Seiten sahen in einem schwachen Kreisliga-Spiel in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit erspielten wir uns wenigstens Chancen, bekommen aber das 0:1 und erhöhten den Druck. Durch einen Elfmeter erzielen wir den Ausgleich und kurz vor Schluss parierte der Kronsforder Schlussmann einen "Unhaltbaren". So teilen sich zwei stark Ersatzgeschwächte die Punkte. Wir treten im Moment auf der Stelle und hoffen, dass ein paar unserer zehn verletzten Spieler bald wiederkommen, um das Ruder wieder rumzureißen."

Patrick Hempel (Kronsforde): "Wir sind mit vielen personellen Problemen nach Ahrensbök gefahren, nochmal ein Dank an die drei Spieler aus unserer zweiten Herren fürs Aushelfen. Sechs Änderungen in der ersten Elf zum letzten Spiel sind schon sehr viel gewesen. Über die gesamte Spielzeit ist das Endergebnis schon gerecht. Ahrensbök mit mehr Ballbesitz, aber mit vielen langen Bällen, wo wir gut bei den zweiten Bällen waren. In den letzten 20 Minuten hat man aber auch gemerkt, dass es nicht möglich war, die drei Punkte zu holen. Es gab viele Entscheidungen, die nicht fragwürdig waren, sondern eine Frechheit. Beim Ausgleich hat mir ein Trainerkollege eines Ligakonkurrenten bestätigt, dass es ein Witz-Elfmeter war und am Ende müssen wir einen sehr deutlichen Handelfmeter kriegen. Von daher sind wir sehr froh, den Punkt wenigstens nach 98 Minuten Spielzeit mitgenommen zu haben."

Überraschender Kantersieg: FC Dornbreite II stürzt SV Fortuna St. Jürgen in den Keller

FC Dornbreite II - SV Fortuna St. Jürgen 5:0

Die wahrscheinlich größte Überraschung an diesem Spieltag ereignete sich am Steinrader Damm. Es hätten wohl die wenigsten damit gerechnet, dass sich die zweite Herren des FC Dornbreite so glasklar gegen die Elf von Fortuna durchsetzen würde. Norman Bierle (33.) und Luca Grotkopp (42.) brachten ihr Team schon vor der Halbzeitpause in eine gute Ausgangsposition. Der frisch eingewechselte Joker Sertac Bolat (53.) stach sofort und sein 3:0 kann man durchaus als Vorentscheidung bezeichnen. Nach Patrick Schumanns 4:0 nach genau einer Stunde sorgte Mevan Mustafa (82.) für den Schlusspunkt. Somit geht die Formkrise der Fortunen weiter. Seit nun schon sieben Spielen hofft man auf einen Erfolg und erstmalig in dieser Saison findet man sich auf einem direkten Abstiegsrang wieder. Dornbreite II verlässt die rote Zone und hat als Tabellenachter nun zwei Punkte mehr als St. Jürgen.

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Klaudius Michalsky (Dornbreite): "Ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Wir haben von der ersten Minute gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir haben geduldig gespielt und haben auf unsere Chancen gewartet und diese endlich mal genutzt. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Führung souverän runter gespielt und haben unsere Konter genutzt. Wir hätten auch ein oder zwei Tore mehr machen müssen, aber wir sind froh, das wir die drei Punkte in Dornbreite lassen konnten. Wir Trainer sind über die Leistung von jedem einzelnen Spieler stolz. Ich möchte nur Jerk Heickmann erwähnen, der nach seiner langen Verletzung ein super Spiel gemacht hat und uns einmal in letzter Not gerettet hat. Und auch ein Tim Schoop, der angeschlagen ins Spiel gegangen ist, der eindrucksvoll gezeigt hat, dass er auch die Qualität hat, um höher zu spielen."

Andre Meese (Fortuna): "Erstes Spiel der Rückrunde für uns und das gleich Ergebnis wie im Hinspiel für die Heimmannschaft. Leider fahren wir mit einer nicht unverdienten Niederlage wieder nach Hause. Eigentlich haben wir recht gut ins Spiel gefunden und sogar Möglichkeiten, bei denen Neumeister jedoch gut reagiert hat. Allerdings haben wir heute überhaupt kein Zweikampfverhalten an den Tag gelegt und dem Gegner permanent zu viel Platz gelassen, sodass dieser alle Freiheiten und einfaches Spiel in unserer Hälfte hatte. Das müssen wir ganz schnell ändern und wieder eine positive Aggressivität an den Tag legen, um uns in den Zweikämpfen wieder zu behaupten, um wieder Punkte zu sammeln. An Hakan und seine Truppe weiterhin viel Erfolg."

Gefeiert wurde auch am Steinrader Damm: Der FC Dornbreite II schoss den SV Fortuna St. Jürgen überraschend mit 5:0 ab.
Gefeiert wurde auch am Steinrader Damm: Der FC Dornbreite II schoss den SV Fortuna St. Jürgen überraschend mit 5:0 ab. © FC Dornbreite

TuS Lübeck überzeugt, besiegt den TSV Schlutup und klettert auf Rang Vier

TuS Lübeck - TSV Schlutup 3:1

TuS klettert nach einem 3:1-Heimsieg über den TSV Schlutup auf Rang Vier und überholt den Kontrahenten somit, der nun Fünfter ist. Die Elf aus Marli war die bissigere von beiden, die präsenter war und den Großteil der direkten Duelle für sich entscheiden konnte. Folgerichtig fiel das erste Tor nach 33 Minuten auch auf Seiten der Gastgeber, als David Janzen (33.) traf. Auch nach dem Wiederanpfiff wusste TuS zu überzeugen und konnte in Person von Henrik Henning (54.) nachlegen. Eng wurde es dann doch nochmal, als Gumar Mingazov nach genau einer Stunde für den Anschluss sorgte. Ein schöner Strahl des zur Pause gekommenen Dennis Lau in der dritten Minute der Nachspielzeit entschied das Spiel zugunsten der Truppe von Kevin Berens.

Kevin Berens (TuS): "In der ersten Halbzeit haben wir direkt das Heft in die Hand genommen und waren die spielbestimmende Mannschaft. Das 1:0 fällt etwas glücklich durch den „Torschussversuch“, jedoch war die Pausenführung unterm Strich nicht unverdient. Nach der Halbzeit kommen wir besser aus der Kabine und können das 2:0 nachlegen. Daraufhin hatte Schlutup eine kleinere Druckphase und kann verkürzen, da wir in dieser Situation schlampig bis gar nicht verteidigen. Danach konnten wir uns schnell wieder fangen und konnten den Ausgleich verhindern. In der 92. setzen wir dem Spiel den Deckel durch eine Fackel drauf und wir konnten den verdienten Heimerfolg feiern und die nächsten drei Punkte auf unser Konto gutschreiben."

Mark Seemann (Schlutup): "Verdiente Niederlage bei TuS Lübeck. Wir konnten leider heute grade körperlich nicht an die letzten Wochen anknüpfen und auch im Spiel nach vorne nicht so unsere Momente kreieren, wie zuletzt. Mich nervt diese Niederlage natürlich, denke aber auch, dass wir nun nicht alles schlechtreden müssen, wir hatten eine super Serie und stehenn aktuell noch sehr gut da. Nun wollen wir gegen Pansdorf in unserem letzten Spiel in 2021 nochmal alles investieren und eine richtig gute Jahreshälfte mit drei Punkten abschließen."

Auch auf Marli gab es Grund zur Freude, denn TuS Lübeck konnte sich im Duell mit dem TSV Schlutup (3:1) behaupten.
Auch auf Marli gab es Grund zur Freude, denn TuS Lübeck konnte sich im Duell mit dem TSV Schlutup (3:1) behaupten. © TuS Lübeck

Die besten Torjäger der Kreisliga Süd-Ost:

1.Sergen Tarim (Türkischer SV): 18
2. Maurice Karro (Kronsforder SV): 16
3. Danny Cornelius (MTV Ahrensbök): 13

Der 13. Spieltag auf einen Blick:

Samstag, 13. November:

MTV Ahrensbök - ATSV Stockelsdorf (14.00 Uhr)

Sonntag, 14. November:

Kronsforder SV - TuS Lübeck (14.00 Uhr)
TSV Kücknitz - FC Dornbreite II (14.00 Uhr)
TSV Schlutup - TSV Pansdorf II (15.00 Uhr)
SV Fortuna St. Jürgen - SV Azadi Lübeck (15.30 Uhr)

spielfrei: Türkischer SV