30. Mai 2019 / 13:45 Uhr

Starkes Geschäftsjahr der BSG Chemie: 2,5 Millionen Euro Umsatz, 375.000 Euro Gewinn

Starkes Geschäftsjahr der BSG Chemie: 2,5 Millionen Euro Umsatz, 375.000 Euro Gewinn

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Mittwoch empfängt die BSG Chemie Leipzig Bundesligist Fortuna Düsseldorf zum Benefizspiel im Rahmen der Kampagne „Flutlicht für Leutzsch“.
Es läuft für die BSG Chemie Leipzig. © Uwe Köster
Anzeige

Positive Nachrichten aus Leutzsch: Die BSG Chemie Leipzig konnte auf ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch eine reichliche Verdopplung des Umsatzes verkünden.

Anzeige

Leipzig. 167 Wahlberechtigte erlebten am Mittwoch im H4-Hotel zu Paunsdorf eine der ruhigsten und harmonischsten Mitgliederversammlungen der BSG Chemie Leipzig der Neuzeit: In zweieinhalb Stunden waren alle Themen abgehakt, Vorstand und Aufsichtsrat entlastet, Ehrungen vorgenommen - und auch Erstaunliches war wenige Tage vor dem Aufstiegs-Endspiel gegen den FC Eilenburg am Sonntag (14 Uhr) zu hören.

Anzeige

Keine Zahlungsverzögerungen

Im Geschäftsjahr 2018 hat die BSG Chemie sage und schreibe 2,5 Millionen Euro Umsatz generiert (gegenüber 1,1 Mio 2017), dabei 375.000 Euro Gewinn generiert. "Vor allem der DFB-Pokal sowie die Spiele im Sachsenpokal haben für diese Steigerung gesorgt", freute sich Schatzmeister Florian Berger. Auch der gegenüber 2017 von 1800 auf 2400 gestiegene Zuschauerschnitt tat ein Übriges. "Dennoch werden wir weiterhin unserem Grundsatz treu bleiben, konservativ zu planen. Wir wollen 2019 mit plus-minus-null rauskommen!" Aufsichtsratsvorsitzender Kai Leschier lobte, dass es keinerlei Verzögerungen bei Zahlungen seitens der BSG gab: "Bei Chemie muss niemand auf sein Geld warten!" Kein Wunder, dass Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet wurden.

Mehr zur BSG

Erwähnt wurde die stetig gesteigerte Professionalität in Leutzsch. Ob bei Buchhaltung, Medienarbeit oder der Einsetzung eines sportlichen Leiters - an allen Fronten wurde nachgelegt. Wie auch beim Marketing. Die Einnahmen stiegen von 84.000 Euro (2016) über 161.000 Euro (2017) auf über 200.000 Euro in 2018. "Wir haben so viele Sponsoren wie noch nie, sind nicht von einem Einzelnen abhängig", betonte Marketingchef Kevin Hochler. Auch zum Ausbau des Alfred-Kunze-Sportparks war Neues zu hören. Die teilsanierte Tribüne wird weiter hergerichtet, u.a. mit einer Brandmeldeanlage.

Kapazität des AKS soll erhöht werden

Eine Bauvoranfrage zum Flutlicht wurde gestellt, Entwurfsplanung, Lageplan und Lichtberechnung erstellt. Das Kunstrasenprojekt nimmt Fahrt auf, erst neulich gab es eine große Runde diesbezüglich beim Bauordnungsamt. Die Kabinensituation für den Nachwuchs ist als suboptimal zu bezeichnen, aber auch hier deutet sich Bewegung seitens des Eigentümers, der Stadt Leipzig, an. Sollte ursprünglich der marode Fuchsbau weggerissen werden, hat man sich nun darauf festgelegt, vorher die Container soweit zu ertüchtigen, dass sich junge Menschen bedenkenlos darin umziehen und duschen können.


Auch die Kapazität des AKS soll erweitert werden, die Grundlagenermittlung läuft, es wird "aktiv daran gearbeitet", wie Vorstand Dirk Skoruppa sagte. Eine mittelfristige mindestens Verdopplung der Kapazität ist avisiert. Mit 82 Ja-Stimmen wurde auch der Antrag angenommen, zu prüfen, unter welchen Bedingungen der Meisterstern auf die Trikots geflockt werden kann. Immerhin zwei Deutsche Meisterschaften der DDR errang die BSG Chemie 1951 und 1964. Geehrt wurden schließlich langjährige Ehrenamtler wie Mannschaftsbetreuer Roland Flathe zum 70. Geburtstag, Ronny Leitzke für seinen großen Einsatz beim Ticketverkauf, Heidrun Hofmann für ihre Hilfe bei der Buchhaltung, René Jacobi als Medienchef und Stefan Langer für sein Engagement für die Kampagne "Flutlicht für Leutzsch".

Jens Fuge