01. März 2020 / 21:21 Uhr

Starkes Regis–Breitingen mit Punktgewinn gegen SV Naunhof

Starkes Regis–Breitingen mit Punktgewinn gegen SV Naunhof

Udo Zagrodnik
SPORTBUZZER-Nutzer
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Regis-Breitingen und der SV Naunhof trennen sich 1:1. © Udo Zagrodnik
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SV Regis–Breitingen erspielt gegen den Naunhof ein 1:1 Unentschieden und sendet ein wichtiges Lebenszeichen.

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Regis–Breitingen. In der Kreisoberliga MTL/LL spielte der SV Regis–Breitingen (Grün) gegen den SV Naunhof (Rot–Weiß). Die offiziell 25 Zuschauer (plus Zaungäste) sahen eine Begegnung mit Torszenen auf beiden Seiten und das bei mildem Wetter mit zeitweise sonnigen Abschnitten. Nach rund einer Viertelstunde war es Nico Hohenstein der von Rechtsaußen aus 25 Metern draufhaute und das Gästetor knapp verfehlte. Nur zwei Minuten später, Vom Thomas Bauer kam eine Flanke, verlängert von Ralph Pahlig, die Christoph Rother zum 1:0 für seine Pleißestädter einschoss. Wenig später verpasste es Rother nachzulegen. Auf der Gegenseite kam Florian Burkert frei zum Schuss und Torwart Christian Junghanns am Boden liegend vernichtete den Ball zur Ecke. Bei einer Benjamin–Frauenholz–Chance war Junghanns wieder zur Stelle, streckte sich und vernichtete diese Chance per Faustabwehr. Florian Burkert hatte noch einen Kopfball und dann kam der Pausenpfiff vom Carl Schumann. Assistiert wurde er von Max Müller und Gian–Luca Menger.

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DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel

SV Regis-Breitingen - SV Naunhof 1920 1:1 Zur Galerie
SV Regis-Breitingen - SV Naunhof 1920 1:1 ©

Kurz nach dem Wiederanpfiff versuchte es Christoph Rother aus spitzem Winkel, doch er scheiterte am Naunhofer Torwart Dominique Dietze. Und dann hatte Rother freie Schussbahn, doch er donnerte den Ball übers Tor. Wenig später kam nach einem Foul im Strafraum der Elfmeterpfiff für die Elf von der Clade. Spielertrainer Benjamin Frauenholz schritt zum Punkt und donnerte das runde Leder vorbei am linken Torpfosten ins Aus. Tiefes Durchatmen auf Regiser Seite! In der Folgezeit blieb es eine offene und faire Begegnung. Die Schlussviertelstunde wurde eingeläutet. Es zeigte sich, das die Naunhofer die besseren Kraftreserven hatten und sie drängten auf den Ausgleich. Sieben Minuten vorm offiziellen Schluss passierte es dann und Benjamin Frauenholz trat wieder in Aktion. Aus der Drehung erzielte er mit einem straffen 25–Meter–Schuß den 1:1 Ausgleich, was dann auch der Endstand wurde.

Schlusspfiff und es gab noch das faire Abklatschen beider Teams, auch mit dem Schiedsrichterkollektiv, die ein souveränes Auftreten hatten. Unterm Strich muss man von einem leistungsgerechten Unentschieden sprechen. Für die überalterten Pleißestädter mit Personalnot (Spielertrainer Sven Streitberg) ist es ein starker Punktgewinn. Die Moral der „Truppe“ stimmt und gibt Hoffnung für die kommenden Spiele. Ortsnachbar Blau–Weis Deutzen spielte auswärts beim SV Partheland und Sandy Eisert schoss in der Neunzigsten plus Fünf das 1:2 Siegtor. Und diese Begegnung sah insgesamt drei Platzverweise für die Heimelf, davon zwei in der Schlussminuten. Am nächsten Samstag (Anstoß 15 Uhr) kommt es nun, in Fließrichtung rechts der Pleiße, zum „Ortsderby“, Deutzen gegen Regis–Breitingen.

Rund um diese Begegnung der Kreisoberliga

Leider sind seit vielen Monaten die Zuschauerzahlen in den unteren Amateurligen stark rückläufig. Und ein Teil der Fans, das sind Zaungucker. An dieser Stelle auch mal ein Dankeschön an den SVR–Vereinschef und Gastronomen Werner Heiche, der zu den Heimspielen dem angesetzten Schiedsrichterkollektiv einen Imbiss sponsert.

Bei den Pleißestädtern vom SV Regis–Breitingen (KOL MTL/LL) entsprach der Verband dem Vereinswunsch die Heimspiele auf Sonntage zu ändern, was mit der dünnen Spielerdecke begründet ist. Ursachen sind Krankheiten, Verletzungen und das einige Spieler mit noch Vollzeitjob auch am Wochenende am Fließband stehen müssen. Der Autor dieser Zeilen (seine ist Heimat Regis–Breitingen) sah an diesem Wochenende insgesamt drei Spiele live, war also vor Ort in den Sportstätten. Und er wurde erschüttert von verschiedensten und schweren Vorkommnissen, die sich in den vergangenen Wochen und aktuell ereigneten.

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Faires Abklatschen aller Beteiligten nach dem Spiel. © Udo Zagrodnik

Spielentscheidung kurz vor Schluß für Lok Leipzig gegen Zipsendorfer, ist ein Rückblick auf den Freitag–Abend. Und hinter Sportbuzzer Ostthüringen in die Suchmaschine geschrieben, da findet man das Gößnitzer Spiel gegen Altenburg. Oder den Link Klare Gößnitzer Heimniederlage gegen FC Altenburg geöffnet. Angemerkt, in Ostthüringen sah die Kreisoberliga eine kämpferische Begegnung, was man auch an Hand meiner beigefügten Fotos nachvollziehen kann.

So kann es nicht weitergehen

Ich verfolge den Fußball seit seiner Schulzeit (1960/1970er Jahre) und musste miterleben wie er sich und die gesamte Gesellschaft seit einigen Jahren immer krasser veränderten. In der Fußball–Bundesliga gab es durch die Fanszenen wiederholt Entgleisungen. Die Verursacher müssen sich mal vor Augen führen, das es schon immer so war und sein wird, das Vereine nur mit Hilfe von Sponsoren/Gönnern existieren können. Die Anzahl der Mannschaften am Spielbetrieb, Entfernungen zu den Auswärtsspielen, Sportkleidung, Unterhaltung der Sportstätten und vieles mehr haben großen Einfluß auf das Finanzielle.

In den meisten Vereinen läuft das korrekt ab. Fans/Anhänger die die Mitgliedsbeiträge bezahlen können und das Vereinsstatut anerkennen, die dürfen Mitglied(er) sein und haben Mitspracherecht. Zu den Mitgliederversammlungen heben oder senken sie den/die Daumen. Doch es gibt auch Ausnahmen. Und in der Regel sind die Sponsoren/Gönner in den jeweiligen Vereinsvorstand oder Aufsichtsrat gewählt, was richtig ist. Zwei Beispiele sind die TSG Hoffenheim in Baden–Württemberg und in unserem Großraum Leipzig der ZFC Meuselwitz, und Hauptsponsor ist jeweils ein regional ansässiger Computerriese. Und sie sponsern oftmals weitere Projekte im Sinne unserer Gesellschaft und Gemeinschaft. Doch es gibt auch einzelne Vereine (bei uns in Deutschland) die andere (Vereins)Strukturen haben, das heißt sie sponsern vieles, doch im Sportlichen fehlt die genannte Volksnähe. Allgemein gesagt, was im heutigen Sport kritisiert werden muß, das Nimmersatte, das immer krasser geworden ist. Im ZDF–Sportstudio (am Samstag) sprach DFB–Präsident Fritz Keller zum Thema. Meine Schlußworte: Hier ist auch die hohe Politik gefragt, muß in vielem auch selbst Umdenken, um Vorbild zu sein. In den Raum gestellt: „Wo kommen im heutigen Deutschland (und anderen Staaten) die immer mehr steigende Gewalt und der Hass her?“ Es nimmt immer mehr über Hand.

Zurück zum eigentlichen Fußball. Noch mehr Fußball..... https://www.sportbuzzer.de/leipzig/ und UDO ZAGRODNIK: Infos und Inhalte zum Autor – Sportbuzzer.de, meine bebilderte Handschrift auch in Kreisoberliga Ostthüringen (Herren): News und ... - Sportbuzzer.

Vorschau:

 Samstag, 07.03.2020, SV Roschütz gegen FSV Gößnitz, Anstoß 14 Uhr

 Samstag, 07.03.2020, SV Blau–Weiß Deutzen gegen SV Regis–Breitingen, Anstoß 15 Uhr, Derby zweier Ortsnachbarn an der Pleiße

 Samstag, 07.03.2020, SV Naunhof gegen SV Chemie Böhlen, Anstoß 15 Uhr