09. Februar 2022 / 20:50 Uhr

Starkes Tempospiel, unnötige Fehler: SC DHfK Leipzig gewinnt in Balingen

Starkes Tempospiel, unnötige Fehler: SC DHfK Leipzig gewinnt in Balingen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Die DHfK-Handballer feiern den Sieg gegen Balingen-Weilstetten. © Klaus Trotter
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Die Partie gegen den HBW Balingen-Weilstetten war für die Handballer vom SC DHfK ein hartes Stück arbeit. Am Ende konnten die Leipziger sich trotz eines Schockmoments kurz vor Schluss über einen 29:25-Erfolg freuen.

Balingen/Leipzig. So richtig in ihren Rhythmus kamen die Handballer des SC DHfK Leipzig am Mittwochabend nicht. Auf ein halbes Dutzend seiner Profis hatte Cheftrainer André Haber in den Wochen zuvor verzichten müssen – erst durch die Europameisterschaft, dann durch von dort mitgebrachte Corona-Infektionen.

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Dass Luca Witzke, Marko Mamic und Co. noch nicht wieder bei 100 Prozent sind, wurde beim Gastspiel in Balingen-Weilstetten zum Rückrunden-Auftakt mehr als deutlich. Der grün-weiße Motor kam immer wieder ins Stottern. Doch im Ernstfall können die Sachsen – links wie rechts – ein paar Asse aus dem Ärmel ziehen. Über die Außenpositionen und starkes Tempospiel führten Lukas Binder und Patrick Wiesmach ihre Mannschaft zum verdienten 29:25 (16:12)-Auswärtssieg.

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Die Handballer vom SC DHfK Leipzig setzen sich zum Rückrunden-Auftakt mit einem knappen 29:25-Erfolg gegen Balingen-Weilstetten durch. Zur Galerie
Die Handballer vom SC DHfK Leipzig setzen sich zum Rückrunden-Auftakt mit einem knappen 29:25-Erfolg gegen Balingen-Weilstetten durch. © Klaus Trotter

Gleich sieben Treffer erzielte der Däne im ersten Durchgang und war damit die große Konstante der Leipziger. Ganz anders im Spielaufbau. Hier waren unnötige Fehler von Beginn an präsent, immer wieder wurden die Schwaben eingeladen, Pässe abzufangen und mit einfachen Kontern zu punkten.

Nach 17 Minuten und einem 6:7-Rückstand wollte sich Coach Haber das nicht länger ansehen, trommelte seine Truppe zusammen. Der 35-Jährige forderte mehr Mut und vor allem: „Aus der Deckung mehr Tempo.“ Das ließen sich Binder und Wiesmach nicht zweimal sagen. Mit Defensivspezialist Simon Ernst im Zentrum und mehreren Paraden von Kristian Saeveras kamen die Sachsen immer wieder zu Kontern, die ihre Außenspieler gnadenlos ausnutzten. Mit einer 16:12-Führung ging es in die Pause, die Haber und Co. jedoch nicht nutzen konnten, um die Probleme im Aufbau gänzlich abzustellen.

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Beim Siebenmeter verzockt

Führungsspieler Witzke hatte am Wochenende erklärt: „Wir wissen, wie gut wir sind, aber wir müssen das auch bei jedem Spiel zeigen. Deshalb ist es das Wichtigste, Konstanz auf die Platte zu bringen.“ Ähnliche Worte wählten bei den Grün-Weißen seit Saisonbeginn schon zahlreiche Spieler, Trainer und Offizielle. So richtig gefruchtet hat das Vorhaben bislang nicht, auch nicht am Mittwoch.

Exemplarisch dafür standen die Siebenmeter von Wiesmach. Der 31-Jährige kam glänzend in die Partie, traf bei Kontern und von Rechtsaußen nach Belieben, aber verzockte sich bei den Siebenmetern zwei und drei. Einen setzte er gegen die Latte, den nächsten noch ein gutes Stück drüber. Und auch Lucas Krzikalla scheiterte im Anschluss doppelt an Keeper Mario Ruminsky.

Doch trotz aller Schwachstellen stellten die DHfK-Profis die bessere Sieben. Weil Saeveras ein grandioser Torhüter ist. Weil die 6:0-Abwehr kompakt steht. Weil das daraus resultierende Tempospiel immer eine Bank ist. Das musste auch Balinger Tim Nothdurft anerkennen: „Wir haben in der ersten Halbzeit das Gegenstoßspiel deutlich verloren und lagen dann schon vier hinten.“ Bedeutet am Ende ein 29:25, aber auch keine Leistung, auf der man sich ausruhen darf. Weiß auch Wiesmach: „Wir haben jetzt viele Auswärtsspiele, behalten den Fokus aber ganz auf uns – es gibt noch viel, wo wir uns verbessern müssen.“

Benommen am Boden

Schockmoment kurz vor Schluss: Luca Witzke rutschte weg, fiel in den Arm von Kristian Beciri und blieb benommen am Boden liegen. Ein Einsatz war im Anschluss nicht mehr möglich, auch wenn der 22-Jährige schon wieder recht vital wirkte.

Vital wirkte auch Mohamed El-Tayar, der für einen Mini-Kurzeinsatz für einen Siebenmeter auf die Platte durfte. Zum Helden wurde er (noch) nicht.

DHfK-Tore: Wiesmach 10/2, Ernst 1, Witzke 2, Krzikalla 2/1, Binder 3, Mamic 1, Ivic 6, Sunnefeldt 1, Gebala 2, Milosevic 1

Siebenmeter: Balingen 2/2, DHfK 7/3

Strafminuten: 2:6

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