03. Dezember 2020 / 22:01 Uhr

Wolfsburgs Super-Serie: Nur vier weitere Teams aus Europas Top-Ligen sind noch ungeschlagen!

Wolfsburgs Super-Serie: Nur vier weitere Teams aus Europas Top-Ligen sind noch ungeschlagen!

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Einer von fünf in Europas Top-Ligen: Der VfL Wolfsburg ist noch ungeschlagen in der Bundesliga.
Einer von fünf in Europas Top-Ligen: Der VfL Wolfsburg ist noch ungeschlagen in der Bundesliga. © DPA
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Am Samstag gastiert der VfL Wolfsburg beim 1. FC Köln. Sollte das Team von Trainer Oliver Glasner auch dort nicht verlieren, würde der Fußball-Bundesligist einen Start-Rekord aufstellen. In Europas Top-Ligen gibt's nur vier weitere Mannschaften, die noch ungeschlagen sind.

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Mit dem 5:3-Sieg am Freitag gegen Werder Bremen hatte der VfL seinen Vorjahres-Start-Rekord eingestellt, am Samstag (15.30 Uhr) kann der Wolfsburger Fußball-Bundesligist beim 1. FC Köln eine neue Bestmarke aufstellen, wenn er im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen bleibt. Noch ohne Niederlage zu sein, das können in Europas Top-Ligen nur vier weitere Mannschaften von sich sagen - und das sind alles Klubs, die regelmäßig in der Champions League vertreten sind.

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Vier Siege und fünf Unentschieden stehen dem Team von Trainer Oliver Glasner zu Buche, eine Pleite gab's noch nicht. Und das ist etwas Besonderes, denn in den Top-Fünf-Ligen Europas gibt's nur vier weitere Teams, die noch ungeschlagen sind. Das sind Bayer Leverkusen (Dritter in der Bundesliga), Atletico Madrid (Zweiter in Spanien), AC Mailand (Tabellenführer in Italien) und Juventus Turin (Vierter) - alle haben genau wie der VfL (Fünfter) neun Partien bestritten. Dass der VfL noch ohne Pleite ist, "das haben wir auch verdient durch die Leistungen, die wir gezeigt haben", findet Glasner und fügt hinzu: "Natürlich ist das schön, das sehe ich als Auszeichnung."

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Sollte es für den VfL auch in Köln keine Niederlage geben, wäre das Spiel zehn ohne Pleite - so viele gab's für die Wolfsburger in der 23-jährigen Bundesliga-Historie des Klubs vom Start weg noch nie. Doch so weit will der Coach noch nicht denken, er mahnt zur Vorsicht. "Man sollte das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist." Heißt, der VfL sollte nicht zu weit nach vorn schauen, sondern sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren. "Die Statistik zeigt, dass wir auf einem guten Weg und in einer guten Verfassung sind. Darüber freue ich mich mehr als über den möglichen Rekord. Ich führe in meinem Büro keine Strichliste", so Glasner.

Dennoch würde der Österreicher den Rekord gern mitnehmen. Mit einem erneuten Spektakel wie gegen Werder? "Wenn es ein Sieg für uns wird, ist es mir egal, ob es am Ende des Tages ein Spektakel oder ein hart erkämpfter 1:0-Sieg ist", so der Trainer, der weiß, dass die Kölner nach dem 2:1 am vergangenen Samstag in Dortmund eine breite Brust haben. "Köln hat ganz klar eine aufsteigende Tendenz." Der Sieg bei Spitzenteam Dortmund sei "kein glücklicher, sondern ein verdienter Sieg gewesen. Sie haben sehr kompakt agiert und waren gefährlich bei Standards, deswegen wäre es vermessen, wir wählen eine Sieg-Variante aus", so der 46-Jährige.

Was dem VfL auf dem Weg zum zehnten Spiel ohne Niederlage helfen kann, ist die gute Stimmung im Team. "Es ist eine sehr gute Mischung, die ich spüre", berichtet Glasner. "Es ist eine konzentrierte Lockerheit. Die Jungs haben Spaß auf dem Platz und erledigen ihre Aufgaben ganz fokussiert." Auch wenn's kurz vor dem Aufwärmen mal etwas flapsiger zugeht, muss sich der Trainer keine Sorgen machen - das weiß er spätestens seit dem Abschlusstraining vor dem Bremen-Spiel. "Da hatte ich das Gefühl, hier wird nur 'rumgealbert'", sagte Glasner zwar, lobte dann aber: "Danach waren die Jungs beim taktischen Schwerpunkt voll da." Glasner meinte damit alle seine Spieler, auch diejenigen, die zuletzt eher wenig gespielt haben. Er lobt: "Jeder zieht voll mit, niemand lässt sich hängen."

Dennoch: Ein Selbstläufer werde das Spiel in Köln keinesfalls. Helfen kann, dass der VfL zuletzt dreimal gegen Teams mit Dreierkette (wie auch der FC sie hinten spielt) gespielt hat - es gab drei Siege. "Wir haben uns in den vergangenen Wochen also schon damit beschäftigt, wie wir da Räume finden können und die Spieler haben das wirklich gut gemacht und Lösungen gefunden", lobt Glasner. Er fordert aber auch: "Wir müssen so effizient wie zuletzt sein."