03. März 2020 / 20:40 Uhr

Start verschlafen! SC DHfK Leipzig verliert bei den Rhein-Neckar Löwen 23:26

Start verschlafen! SC DHfK Leipzig verliert bei den Rhein-Neckar Löwen 23:26

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
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Der SC DHfK Leipzig verlor nach völlig verschlafener Anfangsphase die Bundesliga-Partie bei den Rhein Neckar Löwen mit 23:26. © Rainer Justen
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Das Team von Trainer André Haber verspielte einen möglichen Punktgewinn bereits in den Anfangsminuten als sie mit 1:7 zurücklagen. Zwar kämpften sich die Grün-Weißen noch einmal heran, doch weil sie selbst klarste Möglichkeiten vergaben, verloren sie letztlich verdient. 

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Mannheim/Leipzig. Mit 23:26 (10:14) verlieren die Handballer des SC DHfK Leipzig ihr Bundeligaspiel bei den Rhein-Neckar Löwen.Nach einer schwachen Anfangsphase holen die Leipziger auf, doch zum erhofften Punktgewinn reicht es nicht.

„Das wird ein ganz heißes Ding“, mutmaßte der neue Löwen-Trainer Martin Schwalb vor dem Match. Doch zunächst kommen die Leipziger ins Schwitzen. Nach dem Führungstreffer von Maciej Gebala gelingt vorne nicht mehr viel - Abstimmungsprobleme, technische Fehler, Missverständnisse, die ganze Palette der Offensivsünden. Bei den Gastgebern dagegen sitzt jeder Angriff – 1:6 aus Leipziger Sicht nach knapp sieben Minuten. Auszeit SC DHfK. Es wird nicht viel besser. Die schärfsten Waffen der Gastgeber: Routinier Andy Schmid als Vollstrecker von der Mitte, Ymir Gislason als knallharter Abwehrmann und Torhüter Andreas Palicka als sicherer Rückhalt. 5:13 heißt es nach 20 Minuten. André Haber zieht die zweite Auszeit. „Zu viele Einzelaktionen. Ich will, dass wir mehr Kontinuität im Angriff kriegen“, fordert der DHfK-Coach.

JETZT Durchklicken: Die Bilder der 23:26-Niederlage des SC DHfK in Mannheim

Der SC DHfK Leipzig unterlag nach verschlafener Anfangsphase folgerichtig bei den Rhein-Neckar Löwen mit 23:26. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig unterlag nach verschlafener Anfangsphase folgerichtig bei den Rhein-Neckar Löwen mit 23:26. ©

Diesmal wird‘s besser, das Team fängt sich. Vor allem die Hereinnahme von Marko Mamic zeigt Wirkung. Der Kroate erzielt drei Treffer in Folge und sorgt so dafür, dass die Löwen nicht auf Nimmerwiedersehen enteilen. Zweiter Hoffnungsträger: Joel Birlehm, der nach einer Viertelstunde für Jens Vortmann ins Tor kommt. Der Youngster entschärft einige „Hundertprozentige“, pariert einen Siebenmeter. Und siehe an, langsam aber sicher pirschen sich die Sachsen heran. 10:14 - mit einem Rückstand von „nur“ vier Toren geht es in die Pause. Es waren ja schon mal minus acht.

Mit gutem Gefühl können die DHfK-Jungs in die Kabine gehen, das Momentum ist auf ihrer Seite. Tatsächlich beginnt der zweite Durchgang ganz anders als der erste. Die Leipziger Abwehr packt zu, Birlehm macht im Tor einen guten Job und vorne treffen Franz Semper, Philipp Weber und Co. Bei den Gastgebern ist die Leichtigkeit hinweg, der SC DHfK, ganz in weiß, holt auf. Beim 16:18 (44.) sind es nur noch zwei Treffer Rückstand. Die Löwen taumeln – fallen aber nicht. Abschlusspech, unglückliche Schiedsrichterentscheidungen und technische Fehler lassen den SC DHfK nicht entscheidend herankommen. Beim Stand von 19:24 (53.) besteht nur noch wenig Hoffnung wenigstens einen Punkt aus Mannheim mitzunehmen. Die Leipziger kämpfen, versuchen alles, doch mit ihrer ganzen Routine bringen die Rhein-Neckar Löwen die Führung über die Zeit – 23:26 verlieren die DHfK-Männer. Die Hypothek der vergeigten Startviertelstunde war doch zu groß

RN Löwen: Palicka; Schmid 6/2, Tollbring 6/1, Kirkelökke 3, Kohlbacher 3, Petersson 3, Groetzki 2, Fäth 1, Gislason 1, Larsen 1.

Leipzig: Vortmann, Birlehm; Krzikalla 5/3, M. Gebala 4, Mamic 3, Semper 3, Janke 2, Milosevic 1, Pieczkowski 1, Remke 1, Santos 1, Ph. Weber 1, Witzke 1

Schiedsrichter: Schneider (Barleben)/Hartmann (Magdeburg)

Zuschauer: 6182

Strafminuten: 4/2