02. Dezember 2019 / 17:24 Uhr

Stefan Beinlich – Golf-Karriere ade, Hansa ahoi

Stefan Beinlich – Golf-Karriere ade, Hansa ahoi

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Stefan Beinlich arbeitet seit Montag wieder für den FC Hansa Rostock.
Stefan Beinlich arbeitet seit Montag wieder für den FC Hansa Rostock. © Christian Lüsch
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Sieben Jahre lang hat Stefan Beinlich den FC Hansa Rostock von außen betrachtet. Seit Montag ist der 47-Jährige wieder an Bord und wird Nachwuchschef. Eine Aufgabe, die ihn reizt und herausfordert, wie er im Gespräch mit dem Sportbuzzer erklärt.

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Stefan Beinlich hat am Montag seinen ersten Arbeitstag beim FC Hansa Rostock erlebt. Der 47-Jährige, der vor sieben Jahren als Sportdirektor von Bord gegangen war und bis Mitte des Monats von Stefan Karow im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des FCH eingearbeitet wird, übernimmt die Leitung der Abteilung. Karow gibt den Job aus persönlichen Gründen auf. Der SPORTBUZZER sprach mit Stefan Beinlich.

Erzählen Sie bitte: Wie sind Sie zur Aufgabe bei Hansa gekommen?
Es ging alles sehr schnell. Martin Pieckenhagen (Hansas Sportchef/d.Red.) hat mich vor zehn Tagen angerufen. Wir haben uns zum Essen verabredet. Er hat mir erklärt, worum es geht und was sich der Verein vorstellt. Was ich gehört habe, fand ich interessant und spannend. Aber ich brauchte ein Wochenende, um darüber nachzudenken.

Diese ehemaligen Jugendspieler von Hansa Rostock schafften den Durchbruch woanders

Toni Kroos – der bekannste Profi aus der Hansa-Nachwuchsakademie. 2006 wechselte er aus der U17 zum FC Bayern. Die Münchener sollen 2,3 Millionen Euro an die Küste überwiesen haben. Damit ist Kroos bis heute der teuerste Transfer im Juniorenbereich in Deutschland. Zur Galerie
Toni Kroos – der bekannste Profi aus der Hansa-Nachwuchsakademie. 2006 wechselte er aus der U17 zum FC Bayern. Die Münchener sollen 2,3 Millionen Euro an die Küste überwiesen haben. Damit ist Kroos bis heute der teuerste Transfer im Juniorenbereich in Deutschland. ©
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Worin lagen der Reiz und die Motivation, nach sieben Jahren wieder zum FC Hansa und ins Nachwuchsleistungszentrum zurückzukehren?
Ich fand die Idee, die Aufgabe im Jugendbereich bei Hansa anzunehmen, sehr reizvoll. Deshalb habe ich das Angebot dann auch angenommen.

Welche Ziele verfolgen Sie und der Klub?
Unsere Zielstellung ist es, die A- und B-Junioren in den nächsten Jahren in die Bundesliga zurückzuführen. Wir wollen das mit unseren guten Bedingungen und großem Zusammenhalt erreichen. Es geht auch darum, den Nachwuchs- und den Profibereich enger miteinander zu verzahnen. Das Schöne ist, dass wir kein Nachwuchsleistungszentrum aufbauen müssen. Es ist alles schon da.

Ihr Vorgänger hat seinen Abschied unter anderem mit dem großen zeitlichen Aufwand begründet, der mit dem Familienleben schwer in Einklang zu bringen ist. Bereitet Ihnen das keine Sorge?
Nein. Meine Kinder sind nicht mehr so klein, sie studieren. Ich glaube, für mich ist das nicht mehr so schwierig. Ich weiß, dass ich arbeiten kann und werde versuchen, mir das gut einzuteilen. Ich weiß, worauf ich mich einlasse.

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War Ihnen langweilig?
Nein. Eigentlich hatte ich vor, bis 2020 Golfprofi zu werden. Für dieses Ziel habe ich sehr viel trainiert. Ich musste unheimlich viel tun. Das war kein Hobby, sondern hartes Training. Ich war fünf- bis sechsmal pro Woche auf dem Platz, um weiterzukommen. Sicher: Es war eine utopische Idee. Aber man muss sich Ziele stecken, wenn man etwas erreichen will. Das habe ich auch als Sportler immer so gemacht. Ich hatte Zeit und die Möglichkeit, es zu probieren.

Ihr Handicap?
6,5. (lacht) Das waren nicht die Trainingsstunden. Ich habe weitaus mehr dafür gearbeitet.

Wie gut kennen Sie sich mit der Nachwuchsarbeit schon aus?
Ich habe den Verein in den vergangenen Jahren immer verfolgt, denn ich hänge an Hansa. Die anderen Dinge, vor allem die, die das Nachwuchsleistungszentrum betreffen, werde ich in den nächsten Wochen erfahren und mir erarbeiten. Ich habe mir zum Beispiel am Sonntag das Spiel der U 21 angeschaut, um einen ersten Überblick zu bekommen. Meine erste Aufgabe ist es, zuzuhören.

Bevor ich 2010 bei Hansa Sportdirektor wurde, war ich eine Zeit lang in Leverkusen. Jürgen Gelsdorf hat mir dort alle Bereiche gezeigt, auch das NLZ. Wenn die Möglichkeiten da sind, werde ich auch in Zukunft in andere Vereine reinschauen. Berlin und der Hamburger SV sind nicht so weit weg. Wir werden schauen, wo wir partizipieren oder kooperieren können.

Worin sehen Sie bei Ihrer neuen Aufgabe die wichtigsten Aufgaben?
Wir müssen schnellstmöglich einen Leiter für die Nachwuchs-Administration finden und einen A-Jugend-Trainer. Den brauchen wir möglichst schon zum 1.1.2020, denn Stefan Karow hört ja bekanntlich auf. Das Wichtigste sind eine gute Qualität der Arbeit und eine vernünftige Kooperation der Bereiche – wir sind alle keine Einzelkämpfer. Und wir haben alle nur ein Ziel: die Jungs auszubilden – sportlich und menschlich.

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Von Juli 1997 bis Juni 2006 war Herbert Maronn erstmals Sportlicher Leiter beim FC Hansa Rostock. Seine zweite Amtszeit (Juli 2007 bis März 2009) ging nicht ganz so lange wie die erste. Zur Galerie
Von Juli 1997 bis Juni 2006 war Herbert Maronn erstmals Sportlicher Leiter beim FC Hansa Rostock. Seine zweite Amtszeit (Juli 2007 bis März 2009) ging nicht ganz so lange wie die erste. ©
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