08. Juli 2021 / 12:17 Uhr

Olympia-Kader: Stefan Kuntz erneuert Kritik an Bundesliga-Klubs und spricht von "Blamage"

Olympia-Kader: Stefan Kuntz erneuert Kritik an Bundesliga-Klubs und spricht von "Blamage"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Kuntz holte gegen die Bundesliga-Klubs erneut zu Kritik aus.
Stefan Kuntz holte gegen die Bundesliga-Klubs erneut zu Kritik aus. © Getty (Montage)
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DFB-Trainer Stefan Kuntz hat erneut die aus seiner Sicht mangelnde Kooperations-Bereitschaft einiger Bundesliga-Klubs angeprangert und die Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung des deutschen Olympia-Kaders erklärt.

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat seine Kritik an einigen Bundesliga-Klubs wegen der mangelnden Unterstützung bei der Zusammenstellung der Olympia-Mannschaft erneuert. "Ich habe einerseits Verständnis für die Vereine, denn Olympia fällt genau in die Saison-Vorbereitungsphase. Andererseits sage ich auch: Deutschland sollte sich nicht die Blamage geben, dass sich nicht genügend Leute finden, um 22 Mann nach Tokio zu schicken. Wonach es im Moment leider aussieht", sagte Kuntz am Mittwochabend in der Handball-Talkshow DHBspotlight.

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Nach diversen Absagen hatte Kuntz am vergangenen Montag nur 19 statt der erlaubten 22 Spieler für die Olympischen Spiele nominiert. Von denen droht nun auch noch Abwehrspieler Josha Vagnoman vom Zweitligisten Hamburger SV verletzt auszufallen. "Weder ist unser Kader komplett, noch ist alles so, wie ich es gerne hätte", sagte Kuntz zu den Problemen in der Vorbereitung. In Tokio trifft die DFB-Auswahl in der Vorrunde auf Olympiasieger Brasilien, Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

Die Olympischen Spiele sind nach Ansicht des 58-Jährigen "das größte und am meisten verbindende Sportereignis auf der Welt". Er glaube, dass es uns Fußballern gut tut, wenn wir im Rahmen eines solchen Events andere Sportler treffen und über deren Motivation reden. Wenn wir erfahren, was die antreibt und wie sie trotz eines teilweise größeren Trainingsumfangs noch ein geregeltes Berufsleben hinbekommen", sagte Kuntz.