12. Juli 2020 / 07:20 Uhr

Bericht: Ingolstadt-Stürmer Kutschke drohte Nürnberg-Trainer Wiesinger Prügel an

Bericht: Ingolstadt-Stürmer Kutschke drohte Nürnberg-Trainer Wiesinger Prügel an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emotionen pur: Ingolstadts Stefan Kutschke war nach dem verpassten Aufstieg kaum zu bändigen. Auch Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger blieb nicht verschont.
Emotionen pur: Ingolstadts Stefan Kutschke war nach dem verpassten Aufstieg kaum zu bändigen. Auch Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger blieb nicht verschont. © dpa/Montage
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Nach der Last-Minute-Rettung des 1. FC Nürnberg beim FC Ingolstadt kam es am Samstagabend zu turbulenten Szenen auf dem Platz. Insbesondere FCI-Stürmer Stefan Kutschke war kaum zu bändigen. Dem Club-Trainer Michael Wiesinger soll er einem Bericht der "Bild" zufolge sogar Prügel angedroht haben.

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Dieses Relegationsrückspiel hatte nicht nur eine lange Nachspielzeit, sondern auch ein Nachspiel zu bieten, das die Dramatik dieser Partie untermauert. Unmittelbar nach dem 3:1-Sieg des FC Ingolstadt gegen den 1. FC Nürnberg, der letztlich nicht für den Aufstieg der "Schanzer" in die 2. Bundesliga reichte, platzte Stürmer Stefan Kutschke der Kragen.

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Was war passiert? Die Kameras hatten nach dem Schlusspfiff einen tobenden Kutschke eingefangen. Der Torschütze zum 1:0 war kaum zu bändigen. Insbesondere Nürnberg-Trainer Michael Wiesinger bekam die Wut des 31-Jährigen zu spüren, der nach Bild-Angaben auf Wiesinger losging und ihm auf dem Weg in die Kabine sogar Prügel androhte. "Komm hier rein und sei ein Mann", soll Kutschke in Richtung Club-Coach gerufen haben.

Die lange Nachspielzeit sorgte beim FC Ingolstadt für Unverständnis

Die genauen Hintergründe dieser Auseinandersetzung sind bis dato nicht bekannt. Allerdings ist davon auszugehen, dass viele der turbulenten Szenen nach dem Schlusspfiff auf die lange Nachspielzeit zurückzuführen sind. Das entscheidende 1:3 aus Sicht des Zweitligisten durch Fabian Schleusener war in der sechsten Minute der Nachspielzeit gefallen. Damit hatte Schiedsrichter Christian Dingert die offizielle Nachspielzeit überzogen.

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Der SC Paderborn und der VfL Osnabrück bestreiten 2009 die erste Relegation zwischen 2. und 3. Liga. Hier zieht Stürmer Frank Löhning (Paderborn) an Verteidiger Thomas Cichon (Osnabrück) vorbei. Beide Partien kann Dirttligist Paderborn 1:0 gewinnen und deshalb den Aufstieg feiern. Für die Lila-Weißen geht es eine Etage tiefer weiter.  ©

Aus Sicht des Nürnberg-Kapitäns Hanno Behrens ging die Drohung Kutschkes zu weit. "Ich verstehe, dass sie enttäuscht sind, aber das war übertrieben", wird der Club-Profi von der Bild zitiert. Hingegen zeigte Ingolstadt-Trainer Thomas Oral für die teilweise überbordenden Gefühle wie bei seinem Kapitän Kutschke angesichts der Umstände "Verständnis". Oral, der mit dem FCI vor einem Jahr als Zweitligist in der Relegation abgestiegen war: "Das hatten wir nicht verdient. Die Mannschaft hat Unglaubliches geleistet, dann wirst du so bestraft, das ist schon brutal."