13. Mai 2020 / 16:59 Uhr

Steffen Misdziol: "Die Kreispokalfinals sind richtige Highlights bei uns"

Steffen Misdziol: "Die Kreispokalfinals sind richtige Highlights bei uns"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Steffen Misdziol, Spielausschuss-Chef im Fußballkreis Oberhavel/Barnim.
Würde gern den Kreispokal zu Ende spielen lassen: Spielausschuss-Vorsitzender Steffen Misdziol. © Christoph Brandhorst
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Kreispokal Oberhavel/Barnim: FK-Spielausschuss-Vorsitzender Steffen Misdziol hofft, dass der Cup-Wettbewerb fortgesetzt wird – zur Not über den Juni hinaus.

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Seit Montagabend steht es fest. Die Fußball-Saison in Brandenburg wird abgebrochen. Das hat der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) mitgeteilt. Damit ist auch auf Ebene des Kreisfußballs einiges entschieden. So stehen die Aufsteiger fest, Absteiger soll es hingegen keine geben.

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Offen ist derzeit noch, wie es mit den Pokalwettbewerben weitergehen soll – sowohl auf Landes- als auch auf Kreisebene. „Die Pokalwettbewerbe sollen soweit wie möglich zu Ende gespielt werden, gegebenenfalls auch nach dem 30. Juni 2020“, heißt es dazu vom Verband. Auch Steffen Misdziol, Spielausschuss-Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim, hofft darauf, den Cup-Wettbewerb noch durchführen zu können. „Das ist in unserem Interesse“, so Misdziol. „Die Kreispokalfinals sind richtige Highlights bei uns.“

In Bildern: Das sind die Abschlusstabellen im Fußballkreis Oberhavel/Barnim.

Das ist die Abschlusstabelle der Kreisoberliga. Zur Galerie
Das ist die Abschlusstabelle der Kreisoberliga. ©

Doch noch dürfen keine Spiele angesetzt werden. Während sich der Kreispokal bei den Herren im Viertelfinale befindet, sind die Frauen bereits im Halbfinale. „Wir sind von der Politik abhängig, wann wir die Pokalspiele wieder ansetzen. Wir wollen natürlich, mit der nötigen 14-tägigen Vorlaufzeit, die Spiele stattfinden lassen“, erklärt der Herr über den Spielbetrieb im Fußballkreis. Zusätzlich prüfe der Kreisverband, den Wettbewerb auch über den 30. Juni hinaus möglich zu machen. Dazu müssten in diesem Fall die „Wechselfristen zusammen mit den Vereinen modifiziert werden“, sagt Steffen Misdziol.

Im optimalen Fall sollen die Kreispokal-Wettbewerbe aber bis zum 30. Juni beendet sein. Ein noch späterer Termin sei aber möglich. „Wenn frühere Termine nicht realisierbar sind, müssen wir mit dem FLB sprechen, ob wir den Kreispokal bis in den August spielen können. Das hängt aber auch mit den Meldungen an den FLB für den Landespokal zusammen“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende, der sich in diesen Tagen bereits mit den Staffel-Zusammensetzungen für die nächste Saison beschäftigt.

Aktuelles aus Brandenburg

Da gilt es, alle Spielklassen mit Teams zu besetzen. Die Mannschaftsmeldungen sind wie in den Vorjahren bis zum 1. Juni im DFBnet möglich. „Wenn aber Mannschaften von ihrem Aufstiegsrecht kein Gebrauch machen wollen oder nicht in ihrer Spielklasse bleiben wollen, muss mir das gesondert mitgeteilt werden“, betont Steffen Misdziol noch einmal. Da gilt es auch, rechtzeitig zu sein. Denn auf Grundlage dieser Meldungen werden die verschiedenen Spielklassen zusammengesetzt. So ist es möglich, dass in der Kreisoberliga, immerhin die höchste Staffel des Verbandes, 15 oder 16 Teams in der kommenden Saison an den Start gehen werden – je nach Meldung. „Die beiden Staffelsieger aus den Kreisligen haben das Aufstiegsrecht. Sollte davon kein Gebrauch gemacht werden, kann auch der Tabellenzweite aufsteigen“, so Misdziol.

Bei weiteren möglichen Aufsteigern in die Kreisoberliga soll – wenn nötig – von der Quotientenregel Gebrauch gemacht werden. Die Kreisoberliga hatte zuletzt durch den Rückzug von Preussen Eberswalde II im Laufe der Saison nur noch 15 Mannschaften. Nun steigt Zepernick auf und Liebenwalde kündigte bereits den Rückzug an. Zudem hält der Fußballkreis nicht mehr daran fest, die Kreisligen wie geplant auf 14 Teams zu reduzieren. „Da es keine Absteiger gibt, wird es dieses Jahr schwer. Dann spielen wir eine weitere Saison mit 16 Teams“, so Misdziol.