02. September 2019 / 08:04 Uhr

Steht Bischofswerdas Trainer Erik Schmidt vor dem Aus?

Steht Bischofswerdas Trainer Erik Schmidt vor dem Aus?

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Trainer Erik Schmidt treibt den Bischofswerdaer FV an. Doch folgt ihm seine Elf noch? 
Trainer Erik Schmidt treibt den Bischofswerdaer FV an. Doch folgt ihm seine Elf noch?  © Florian Richter
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Der verdienstvolle, aber zuletzt erfolglose Trainer des Regionalliga-Letzten Bischofswerda muss nach dem 0:3 gegen Fürstenwalde um seinen Job bangen.

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Bischofswerda. Beim Bischofswerdaer FV, Schlusslicht der Regionalliga Nordost, kam es am späten Sonntagabend zu einer Krisensitzung. Der Grund war die desolate Vorstellung der Schiebocker beim 0:3 im Heimspiel gegen die von Matthias Maucksch trainierten Unioner aus Fürstenwalde. Zwar hatte BFV-Präsident Jürgen Neumann seinem Cheftrainer Erik Schmidt einen Job-Garantie gegeben, doch im Vorstand ist man sich offenbar nicht einig, ob Schmidt weiterarbeiten soll. Eine Entscheidung fiel nicht, heute will man erneut tagen.

Von den insgesamt neun Neuzugängen, die in der Sommerpause geholt wurden, stand mit Paul Roger Henschke am Sonnabend nur einer in der Startelf. „In so einer Phase müssen es die Spieler richten, die schon länger hier sind“, hatte Schmidt vor der Partie gesagt. „Das hat nichts damit zu tun, dass wir den Neuzugängen die Schuld für den schwachen Saisonstart geben, aber ich kann von einem 19-Jährigen nicht verlangen, dass er vornweg geht und den Karren aus dem Dreck zieht“, meinte Schmidt vor dem Spiel. Was seine „Alten“ dann aber in den 90 Minuten anboten, hatte mit Viertliga-Niveau nichts zu tun.

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Vor 304 Zuschauern im Wesenitzsportpark verzeichnete Union die erste verheißungsvolle Chance durch Nils Stettin, der aus Nahdistanz an BFV-Keeper Oliver Birnbaum scheiterte (16.). Wenig später konnte sich auf der Gegenseite auch Gäste-Schlussmann David Richter auszeichnen, als er zwei Schüsse von Franz Zille parierte (18., 19.). Es blieben die einzigen gelungenen Offensivaktionen der Schiebocker, die spielerisch den Gästen deutlich unterlegen waren. In Führung gingen die Fürstenwalder durch Kimmo Markku Hovi in der 28. Minute. Für den Finnen war es bereits der fünf Saisontreffer. In der Folgezeit bestimmte Union den Rhythmus und das Spieltempo, verpasste es aber, den knappen Vorsprung auszubauen. So traf Gian Luca Schulz nach einem von Birnbaum abgewehrten Ball nur das Außennetz (39.). Kurz zuvor war Hovi im letzten Moment geblockt worden.

Auch nach dem Wechsel konnten die Gastgeber kein Viertliga-Niveau nachweisen. Hovi verpasste das 0:2 (60.), ließ die Gäste aber nur 60 Sekunden später erneut jubeln. Beim nächsten Versuch des Finnen konnte Oliver Birnbaum gegen Hovi klären (79.), kassierte aber kurz danach das 0:3 durch Darryl Julian Guerts (81.). Erik Schmidt flog unmittelbar nach dem Spiel zu seiner Lebensgefährtin in die Nähe von Salzburg, um mit ihr und der Tochter dort ein paar Urlaubstage zu verbringen.