01. November 2019 / 16:16 Uhr

Stellungnahme der Freiburger Polizei und der Unioner Fanszene zu den Auseinandersetzungen im DFB-Pokal

Stellungnahme der Freiburger Polizei und der Unioner Fanszene zu den Auseinandersetzungen im DFB-Pokal

Emil Lauer
Märkische Allgemeine Zeitung
Einige Anhänger von Union Berlin wurden offenbar beim Pokal-Spiel in Freiburg festgenommen.
Der Block der Union-Fans während des Pokalspiels gegen Freiburg. © imago images/Matthias Koch
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DFB-Pokal: Am Dienstag wurde ein Fan des 1. FC Union Berlin beim Pokalspiel in Freiburg festgenommen. Die Fangruppierung "Eiserne Hilfe" veröffentlichte am Donnerstag ein Statement.

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Nach der Festnahme eines Fans am Rande des Pokalspiels des 1. FC Union Berlin beim SC Freiburg hat die Fangruppierung "Eiserne Hilfe" ein Statement veröffentlicht. In diesem heißt es unter anderem, dass die Polizei "in ihrer Darstellung eine teilweise sachlich falsche Ereigniskette konstruiert". So sei das Verhalten der Beamten Auslöser für Eskalation der Situation gewesen. Anschließend folgt: "Die nachfolgende Darstellung erfolgt nach Rücksprache mit Betroffenen, Beschuldigten und unbeteiligten Zeugen/-innen."

In dem Statement, welches die Polizei veröffentlichte, heißt es, dass eine Gruppe der Berliner Ultraszene Polizeibeamte von dieser "mit Plastikbechern beworfen und beleidigt" worden seien. Diese hätten während eines Gruppenfotos die Straße besetzt. Ein Beschuldigter erhielt anschließend noch ein Tageshausverbot durch den SC Freiburg. Laut der "Eisernen Hilfe" habe man sich am Rand der Straße für ein Foto aufgehalten. Dabei soll ein uniformter Beamter "minutenlang" Fotos, welche mit Provokation gepaart worden seien, gemacht und so erwartende Reaktionen (Becherwurf, Beleidigung) provoziert haben. Diese seien jedoch nicht zu entschuldigen.

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Der nächste Punkt war der Zwischenfall beim Fahnenaufhängen der Union-Fans in einem Block, für den sie keine Karten hatten. So seien die Berliner in den Block gegangen, ohne Gewalt gegen die Ordner vor Ort angewendet zu haben, erklärt das Statement. Dies sei ein normales Vorgehen in der Fahnenkultur im deutschen Fußball. In der Stellungnahme der Freiburger Polizei heißt es, dass Ultras beim Betreten des Blocks drei Ordner zur Seite gestoßen hätten. Einer der Ultras wurde dann von der Polizei in die Stadionwache geführt. Dabei wurden auch der Rucksack des Verhafteten inklusive mehrere Zaunfahnen eingezogen. Über letzteres sind sich auch beide Parteien einig.

Daraufhin sollen etwa laut Polizei 60 Personen der Berliner Ultraszene probiert haben, durch ein Fluchttor im Gästeblock zur festgenommenen Person zu gelangen. Dabei soll ein unbeteiligter Sicherheitsdienstmitarbeiter geschlagen und getreten worden sein, da das Fluchttor geschlossen war. Die Polizei sei sofort dem Mitarbeiter zur Hilfe gekommen, woraufhin sich die Fans in den Block zurückgezogen hätten. Während dieser Aktion seien drei weitere Polizisten verletzt worden, da ein Berliner Ultra gegen ein Stahlgittertor getreten hätte. In dem Statement der "Eisernen Hilfe" wird dazu aufgerufen die Darstellung der Polizei kritisch zu sehen. So hätten sich verschiedene Augenzeugen sehr unterschiedlich zur Situation geäußert. Es sei damit nicht so eindeutig wie in der Pressemitteilung der Polizei.

In Fotos: Von Frank Wormuth bis Urs Fischer: Die Trainer von Union Berlin der letzten 15 Jahre

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Von Frank Wormuth bis Urs Fischer: Die Trainer von Union Berlin der letzten 15 Jahre ©
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Nachdem die Zaunfahnen und der Rucksack wieder herausgegeben wurden, habe sich laut beider Parteien die Situation beruhigt. Laut Einschätzung der Polizei sei die Wegnahme der Zaunfahnen Grund der Eskalationen gewesen. Anschließend haben sowohl Union, als auch Freiburg Fans die Unterstützung während des Spiels vorübergehend eingestellt. Die Polizei merkt noch an, das es Sprechchöre aus beiden Fanlagern gegen sie gegeben hätte.

Der Fan bekam durch den SC Freiburg ein Tageshausverbot und musste das Spiel vor dem Stadion verfolgen. Dies kritisiert die "Eiserne Hilfe", da sich dieser "stets kooperativ gegenüber den Beamten" verhalten habe.

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