05. Dezember 2019 / 17:50 Uhr

Stellungnahme des 1. FC Phönix Lübeck II zum Spielabruch gegen den Eichholzer SV

Stellungnahme des 1. FC Phönix Lübeck II zum Spielabruch gegen den Eichholzer SV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Lübecker Derby und gleichzeitig Topspiel der Verbandsliga Süd musste nach einer Rudelbildung, in die Zuschauer verwickelt waren, abgebrochen werden.
Das Lübecker Derby und gleichzeitig Topspiel der Verbandsliga Süd musste nach einer Rudelbildung, in die Zuschauer verwickelt waren, abgebrochen werden. © Agentur 54°
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In einer Pressemitteilung schildern die Adlerträger ihre Sicht der Dinge..

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Nachdem gestern die Eichholzer Stellung zu dem Spielabbruch am vergangenen Sonntag bezogen, wendeten sich heute die Phönixer an die Öffentlichkeit..

Stellungnahme des 1. FC Phönix Lübeck zum Spiel Eichholzer SV vs. 1. FC Phönix Lübeck II in der Verbandsliga Süd und dem Spielabbruch in der zweiten Hälfte

"Bis zum Spielabbruch sahen die Zuschauer ein rassiges, schnelles und kampfbetontes Verbandsligaspiel, das alles hatte. Schnelle Kombinationen, intensive Zweikämpfe, Torchancen hüben wie drüben und vier Tore, nach denen es 2:2 stand. Ein hart geführtes Derby, aber keinesfalls unfair.

Jahnke wurde attackiert

Im zweiten Spielabschnitt kam es dann in der 65. Spielminute im Bereich der Außenlinie zu einem Laufduell unseres Spielers (Jonni Jahnke) und einem Eichholzer Spieler (Pierre Ramm), in dessen Verlauf Jahnke den Spieler Ramm mit einem Foulspiel zu Boden brachte. Durch die Nähe zur Aussenlinie kamen die beiden Spieler hiernach auch mit dem Schiedsrichterassistenten in Berührung, der ebenfalls zu Boden ging. Wohl aufgrund dieser Spielsituation und der unmittelbaren Nähe zu den Zuschauern kam es innerhalb von Sekunden zu einer „Rudelbildung“, da Zuschauer auf den Platz strömten. Im weiterem Verlauf stürmte ein Zuschauer auf das Spielfeld und attackierte unseren verletzt am Boden liegenden Spieler Jahnke, laut Aussagen mehrerer Augenzeugen, mit Fußtritten. Der mutmaßliche Täter ist beiden Vereinen namentlich bekannt und unseren Erkenntnissen nach eindeutig dem Umfeld des Eichholzer SV zuzuordnen, wobei wir hier darauf verzichten wollen, diese Erkenntnisse zu benennen.

Keine Beweise für Tritte an Pierre Ramm

Trotz der herrschenden „Derby-Atmosphäre“ ist dieses Verhalten weder nachvollziehbar, noch auf irgendeine Art zu rechtfertigen, oder zu entschuldigen. Hier wurde vorsätzlich eine gefährliche Körperverletzung begangen und diese Tat darf keinesfalls bagatellisiert werden und dem Versuch, hier etwas gegeneinander aufzuwiegen, muss und wird der 1. FC Phönix entschieden entgegentreten; alleine schon aus Sorgfaltspflicht gegenüber Jonni Jahnke, aber auch gegenüber anderen Sportlern. Wir möchten betonen, dass uns keinerlei Beweise, Aussagen, Hinweise, oder auch nur Indizien bekannt sind, dass der ebenfalls verletzt am Boden liegende Pierre Ramm von irgendjemandem vorsätzlich mit Tritten attackiert und/oder durch solche verletzt wurde.

Security überfordert

Die vor Ort durch den Eichholzer SV eingesetzten Ordner waren aufgrund der großen Anzahl der anwesenden Zuschauer der Situation nicht gewachsen und hätten diese aus unserer Sicht auch nicht verhindern können. Lautstarke Aussagen und Unmutsäußerungen des Eichholzer Trainers (S. Wenchel) über das gerade Geschehene in Richtung der eigenen Zuschauer/Fans trugen zudem auch eher nicht zur Beruhigung des Umfeldes bei.

Phönix wollte weiterspielen

Nach einer Weile rief der Schiedsrichter die Kapitäne beider Teams zu sich und teilte ihnen mit, dass er keinerlei Bedenken habe, das Spiel fortzusetzen und dass sie bitte diesbezüglich das Gespräch mit ihren Mannschaften und Offiziellen suchen sollten. Unmittelbar danach wurden die Zuschauer durch den Schiedsrichter aufgefordert, sich hinter den Zaun, der dort eine Trennung zwischen Rasen- und Kunstrasenplatz darstellt, zu begeben, um die Situation weiter zu beruhigen, bevor er das Spiel wieder hätte aufnehmen wollen. Nachdem die Zuschauer dieser Aufforderung nachkamen, suchte der Schiedsrichter erneut das Gespräch, nun mit beiden im Bereich des Mittelkreises versammelten Teams, bezüglich der Fortsetzung des Spiels und betonte erneut, dass er keinerlei Bedenken habe, das Spiel fortzuführen. Unsere Mannschaft befürwortete hier eine Fortführung der Partie, nachdem bereits Rücksprache mit den Trainern und Verantwortlichen, sowie dem verletzten Spieler Jahnke, gehalten wurde.

Eichholz war dagegen

Die Fortsetzung der Partie kam nach dem Befragen durch den Schiedsrichter letztendlich nicht zustande, da die Mannschaft des Eichholzer SV aufgrund der Situation das Spiel nicht fortführen wollte. Die Verantwortlichen und die Mannschaft waren beschämt über die Vorkommnisse und wollten unter diesen Voraussetzungen nicht weiterspielen. - Der Spielabbruch durch den Schiedsrichter war somit die logische Konsequenz.

Foul war nicht rot-würdig

Für zusätzlich erwähnenswert erachtet der 1. FC Phönix zwei Dinge, nämlich dass das Schiedsrichtergespann, trotz teilweiser unübersichtlicher Lage, zu jeder Zeit souverän auftrat und kontrolliert handelte und dass Jahnke, wäre das Spiel wieder aufgenommen worden, mit einer (nach Aussage des Schiedsrichters) gelben Karte bedacht worden wäre und keinesfalls ein, wie in Teilen der Presse kolportiert, rot-würdiges Foulspiel begangen hat.

Adlerträger wollen Halbwahrheiten entschieden entgegentreten

Abschließend wünschen wir und auch der gesamte 1. FC Phönix Lübeck den beiden verletzten Spielern eine schnelle Genesung und hoffen, dass sie möglichst schnell wieder auf den Platz zurückkehren können.Der 1. FC Phönix Lübeck wollte sich zu diesem Zeitpunkt hierzu, aufgrund der aktuell laufenden Ermittlungen der Polizei und des Verbandes, eigentlich nicht öffentlich äußern, sieht aber leider die Notwendigkeit dazu, da mittlerweile in erheblichem Maße falsche und halb-wahre Texte und Äußerungen zu den Vorgängen im Umlauf sind. Wir hätten gerne anders gehandelt, fühlen uns aber zu diesem Statement genötigt, um Schaden vom Verein abzuwenden und Missverständnisse auszuräumen. Für den 1. FC Phönix Lübeck.

Der Vorstand und die sportlich Verantwortlichen unserer zweiten Mannschaft"