14. Januar 2019 / 11:55 Uhr

Fußballer verlor sein Bein nach einem Zweikampf: So geht es Stefan Schmidt heute

Fußballer verlor sein Bein nach einem Zweikampf: So geht es Stefan Schmidt heute

Robert Hiersemann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Stephan Schmidt ist inzwischen 24 Jahre alt, hat seine eigene kleine Familie und einen guten Job. 
Stephan Schmidt ist inzwischen 24 Jahre alt, hat seine eigene kleine Familie und einen guten Job.  © Stephan Schmidt
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Amateurfußballer Stefan Schmidt wurde in der Folge eines schlimmen Zweikampfes das Bein amputiert. Der SPORTBUZZER begleitet den inzwischen 24-Jährigen seit fast anderthalb Jahren. Ein erstes Interview, das Treffen mit Günther Schulz, mit dem er sein Schicksal teilt - Wie geht es Stephan heute? 

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Sein Schicksal bewegte die Sportwelt. Denn das, was ihm passierte, kann jeden Fußballer treffen.

Stefan Schmidt spielte im Mai 2017 in der Kreisliga A im Saarland Fußball, wurde gefoult, brach sich Schien- und Wadenbein. Doch der Bruch verheilte nicht etwa, nein, Stephan litt am Kompartmentsyndrom. Der Druck auf das Gewebe an der verletzten Stelle erhöhte sich - und das Bein musste schließlich abgenommen werden.

Der SPORTBUZZER begleitet den inwischen 24-Jährigen seit fast anderthalb Jahren. Von der Zeit direkt nach der Verletzung, über ein Treffen im Januar 2018 mit dem Rentner Günther Schulz, den das gleiche Schicksal vor knapp 60 Jahren ereilte, bis heute.

Stefan kämpfte sich von Anfang an zurück ins Leben – und das mit großem Erfolg.

Er ist inzwischen Vater

Stefan lebt in Saarbrücken, ist inzwischen verlobt, hat eine kleine Tochter – die acht Monate alte Emilia. Vieles fällt ihm heute einfacher als vor der Geburt.

„Ich genieße den Alltag jetzt mehr,“ sagt er: „Seitdem meine Tochter auf der Welt ist, blende ich mein Handicap Zuhause komplett aus – ich vergesse es.“ Vor ihrer Geburt hatte er nur einen Gedanken: Endlich wieder fit werden – trotz der Prothese. Heute haben „diese Gedanken nachgelassen“, verrät Stephan. Er nimmt sich mehr Zeit für die Familie.

Mehr zum Schicksal von Stephan Schmidt

Als Familienvater muss er für Freundin und Kind sorgen, deshalb arbeitet er inzwischen als Filialleiter in einem Homburger Sportartikelladen – in seinem Beruf geht er komplett auf, schwärmt Stephan: „Ich habe täglich mit Fußballern zu tun, das bereitet mir riesige Freude. Viele von ihnen kennen mich und wir kommen automatisch ins reden.“

Er hat große Pläne

An ein Gespräch aus dem Jahr 2018 erinnert sich Stephan besonders gerne zurück, auch wenn dieses nicht in seinem Laden stattgefunden hat. Der ebenfalls Bein amputierte Günther, mit dem der SPORTBUZZER im Januar 2018 ein Treffen mit Stephan organisierte, meldete sich im Sommer noch einmal bei ihm. „Er rief bei mir Zuhause an, fragte, wie es mir geht, ob die Tochter schon auf der Welt ist. Er fragte so nett nach, wie es sonst nur Großeltern bei ihren Enkel tun“, erinnert sich Stephan: „ Ich habe mich riesig über seinen Anruf gefreut.“

Nun schmiedet Stephan Pläne für die Zukunft. „2019 will ich mit meiner Freundin und meinem Kind erstmal viel reisen“, verrät Schmidt: „Geheiratet wird dann voraussichtlich 2020.“

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