19. Oktober 2020 / 16:09 Uhr

Stephan Schrul nach 0:21: „Unser Kader ist zu klein“

Stephan Schrul nach 0:21: „Unser Kader ist zu klein“

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Stephan SchrulTrainer des TSV Hohenhameln
Stephan SchrulTrainer des TSV Hohenhameln
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Das hatte Stephan Schrul noch nie erlebt: Eine 0:21-Niederlage. Passiert ist sie dem Trainer des TSV Hohenhameln beim Kreisliga-Spiel in Oberg. Mit einer Not-Elf war der TSV angereist, um wenigstens anzutreten. Eine Niederlage war einkalkuliert –aber nicht in dieser Höhe.

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Das hatte Stephan Schrul noch nie erlebt: Eine 0:21-Niederlage. Passiert ist sie dem Trainer des TSV Hohenhameln beim Kreisliga-Spiel in Oberg. Mit einer Not-Elf war der TSV angereist, um wenigstens anzutreten. Eine Niederlage war einkalkuliert –aber nicht in dieser Höhe.

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0:21 im Kreisligaspiel bei Fortuna Oberg – haben Sie schonmal so hoch verloren?

Nein. Da denkt man, man hat im Fußball schon alles erlebt, und dann kommt so etwas! Die höchste Niederlage, die ich erlebt habe, war bisher ein 0:12 mit einer Kreisliga-Mannschaft gegen den damaligen Landesligisten Hohenhameln.

Zur Halbzeit stand es in Oberg „nur“ 0:5. Weitere 16 Gegentore kassierte Ihre Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Wie konnte das passieren?

Wir hatten am Freitag vor dem Spiel nur acht Spieler zusammen und wollten die Partie kurzfristig noch verlegen. Das wollten die Oberger aber nicht. Wir hatten die Wahl, entweder nicht anzutreten, oder aber eine sichere Niederlage zu kassieren. Nicht anzutreten wäre unfair den Obergern gegenüber gewesen. Wir haben die Truppe dann noch komplett bekommen, aber selbst ich habe auf der Bank gesessen, und es war kurz davor, dass ich hätte spielen müssen. Wir haben zurzeit einfach zu viele Verletzte und Ausfälle. Der Kader ist zu klein. Die Aushilfen sind bemüht, aber sie haben natürlich nicht das Niveau der Kreisliga. Und im Spiel hat man nach dem 0:3 gemerkt, dass die Köpfe nach unten gehen. Die Motivation in der zweiten Halbzeit ging gegen Null. Wir haben jetzt fünf Spiele verloren und kein Tor geschossen. Ohne Erfolgserlebnis ist es natürlich schwer. Dabei hätten wir unsere Spiele zum Beispiel gegen Münstedt und Dungelbeck gar nicht verlieren müssen.

Muss die Mannschaft jetzt moralisch erst wieder mühselig aufgebaut werden?

Viel moralische Arbeit ist gar nicht nötig. Denn alle wissen ja, woran es liegt. Wir haben auch gleich nach dem Spiel in Oberg die nächsten beiden Trainingseinheiten geplant.

Von Matthias Preß