18. April 2020 / 15:03 Uhr

Niedersachsen-Ministerpräsident Weil: Geisterspiele sind wie "unaufgetaute Tiefkühlkost"

Niedersachsen-Ministerpräsident Weil: Geisterspiele sind wie "unaufgetaute Tiefkühlkost"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann sich Geisterspiele nur schwer vorstellen.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann sich Geisterspiele nur schwer vorstellen. © imago images/Kirchner-Media
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Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist kein Anhänger von Geisterspielen in der Bundesliga. Der SPD-Politiker sorgt sich insbesondere um Sportarten, die nicht von TV-Geldern leben.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist kein Anhänger von Geisterspielen in der Bundesliga. "Dass diese Frage wirtschaftlich für die Vereine von existenzieller Bedeutung ist, ist offenkundig. Persönlich als Fan kann ich mich allerdings kaum für Spiele ohne Zuschauerinnen und Zuschauer erwärmen." Dies sei "wie der Genuss von unaufgetauter Tiefkühlkost", sagte der SPD-Politiker der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

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Dass über Fußballspiele ohne Fans im Stadion "geredet werden muss, ist klar", sagte Weil, "denn auch Fußball ist eine Form von Berufsausübung. Ein wichtiger Bereich des Leistungssports würde andernfalls eingehen, und das will auch niemand."

Weil macht sich Sorgen um Sportarten "die nicht von Fernsehrechten leben"

Die Bundesliga pausiert aufgrund der Corona-Krise noch bis mindestens 30. April. Die Klubs wollen die Saison mit Hilfe von Geisterspielen bestenfalls bis zum 30. Juni abschließen. Als mögliche Start-Termine für einen Wiederbeginn der Liga gelten der 2. sowie der 9. Mai. Ein Neustart ist allerdings auch an Bedingungen geknüpft, darunter Bestimmungen von Bundes- und Landesregierungen.

Niedersachsens Ministerpräsident macht sich aber "vor allem Sorgen um Sportarten, die nicht von den Fernsehrechten leben, wie etwa der Handball. Was ist mit den Recken der TSV Hannover-Burgdorf, eine Spitzenmannschaft, die derzeit keine Einnahmen hat? Wenn diese Mannschaft auseinandergehen müsste, wäre das jammerschade. Es muss unser Ziel sein, so etwas zu verhindern."

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Abbruch der Handball-Bundesliga rückt immer näher

Ein Abbruch der Saison in der Handball-Bundesliga ist seit Freitag näher gerückt. Die Entscheidung fällt in einer Abstimmung unter den 36 Klubs der 1. und 2. Liga möglicherweise am kommenden Dienstag.

"Wir werden Anfang nächster Woche eine Entscheidung treffen", sagte Liga-Boss Frank Bohmann dem SPORTBUZZER. Angewendet wird dabei das Umlaufverfahren - also ein Beschluss ohne Zusammenkunft -, "das den Umständen entspricht", erklärte er. Demnach wird eine Dreiviertel-Mehrheit nötig sein, um den Saison-Abbruch zu vollziehen.